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  1. #41
    Erfahrener Benutzer Avatar von Devil
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    @ Star,

    kannst mir gerne deine Verkaufsliste zu senden. Vielleicht kaufe ich ja bei dir noch eine Stute.

  2. #42
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    devil auf was willst du jetzt hinaus? ich dachte ich habe nichts über den Pferdetod geschrieben?!

    mein Beitrag bezog sich eigentlich nur auf Zucht & verkauf... ??? und nicht darum dass ein Pferd stirbt?

    lg eva

  3. #43
    Erfahrener Benutzer Avatar von Devil
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    Sorry Carisma, was überlesen

    Ich denke doch nicht jeden Tag daran, dass ich morgen einen Unfall haben könnte. Dann dürfte ich gar ned aus dem Haus obwohl die meisten Unfälle im Haushalt passieren.

    Das ist ja mein reden, ein Züchter verkauft Papiere mit einem Pferd und ich kaufe ein Pferd mit Papiere.
    Wie du siehst, sind auch Papiere für mich wichtig nur wenn ich ein Fohlen für mich selber ziehen will und nicht für den Verkauf, braucht mein Hengst nicht für 1 mal decken gleich eine Körung und 100 Prüfungen.

  4. #44
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    Eigentlich wollte ich mich ja ausklinken, da die Diskussion ja in ganz verschiedene Richtungen "auseinanderlief".
    Jetzt klinke ich mich aber doch wieder ein....

    Wer seinen Hengst eben nicht zur Körung vorstellt und auf seine Leistungsfähigkeit überprüfen läßt wird nie wissen, wo er wirklich steht.
    Lassen wir das Urteil der Körkommission einmal außen vor: allein die Tatsache, das eigene Pferd neben den anderen Körkandidaten zu sehen und zu vergleichen kann einem zu so mancher Erkenntnis verhelfen...

    Und eben mal den eigenen Hengst "für einmal decken" zu nehmen ist in meinen Augen (also meine subjektiv geprägte Meinung) unprofessionell.

    Und wie gesagt: auch die Stuten sollten einmal objektiv beurteilt werden.
    Ich erzähle jetzt einfach auch einmal ein "Misserfolgsstory" von mir:

    Habe Stute auf Prämienstutenschau vorgestellt. Es lief optimal, ich war höchst zufrieden, das Publikum begeistert, ich wurde oft auf die Stute positiv angesprochen. Dann kam es zur Prämierung: Die ersten drei Plätze gingen an ein sehr bekanntes Gestüt, der vierte Platz an den Vorsitzenden des Zuchtbezirks. Vier Stuten wurden prämiert.... und meine war die fünfte...Ich war total "abgelöscht". Aber: ich konnte die Noten analysieren und vergleichen: siehe da, meine Stute hatte die höchsten Noten aller Stuten in den Reitpferdetechnischen Punkten (z.B. Fundament), aber im "Typ" keine 8 sondern nur eine sieben und kam damit nicht in die Prämierung. (Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich VAs züchte - da sind unter den Richtern doch häufig Kopffetischisten dabei...)Nun: ich habe zwar keine Prämie mit nach Hause genommen, konnte aber sehr gut vergleichen und feststellen, dass in den Punkten die mir wichtig sind die Stute auch von dritter Seite gut bewertet wurde. Also hat es ich trotz allem gelohnt.

    Also weiterhin mein Credo:
    Nur mit gekörten und leistungsgeprüften Pferden züchten. Die Natur hat sowieso die Neigung zum "Mittelmaß". Wenn ich einigermaßen sicher wenigstens "gute" Pferde züchten will, dann muss ich dies stets mit überdurchschnittlichem Zuchtmaterial tun. Mein Rat: gutes Geld in eine gute Stute investieren und dann unter der großen Auswahl an potentiellen Vatertieren "Mr. Right" finden.

    Und wenn man tatsächlich einen Überflieger von Hengst im Stall stehen haben sollte: dann auch investieren und diesem Hengst versuchen alle "Karrrierechancen" zu eröffnen...Habe ich nur einen durchschnittlichen Hengst im Stall- dann am besten kastrieren und ihm ein glückliches Leben als Reitwallach bescheren.

  5. #45
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    schön dass du dich wieder eingeklingt hast Star!!

    ja stimmt du hast recht, die diskusion schweift ganz schön vom thema ab...

    kommen wir zurück zu den Tatsachen.

    deine geschichte ist sehr glaubwürdig... ich verstehe deine Denkweise...

    aber verstehst du unter "guter Stute" rein leistungsgeprüft oder auch charakterlich?

    wird bei der leistungsprüfung für stuten eigentlich auch ein "charaktercheck" gemacht? - ja oder? denn oft steht ja auch dabei, klar im Kopf..?

    ICH würde mir sowieso nie meinen eigenen Zuchthengst halten denke ich, da es warscheinlich auf die dauer "zu langweilig" werden würde... man möchte ja nicht nur immer vom gleichen Hengst fohlis haben oder?! also wenn dann würde ich auch meine stute bei einem hengst decken lassen den ich mir aussuche!

    und welche Gedanken hast du, wenn du mir jetzt erzählst dass man nur gute pferde mit guten pferden decken soll? ich meine ist es für dich einfach eine Formsache? Hat man das so gelernt mit der Zeit als züchter oder geht es viel ums Geld - sicherlich nicht böse gemeint!!!!! ?? ich versteh die denkweise wie gesagt an sich schon aber dieser Hintergrund ist mir noch bissl unklar....

    lg eva

  6. #46
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    Naja, "viel" Geld ist relativ. Heute ist ein Züchter ja schon erfolgreich wenn er keine Verluste macht...
    "Erfolg" misst sich aber nicht nur am Finanziellen sondern eben auch am Erfolg der Nachzucht.
    Prinzipiell ist es einfach so, daß mit "durchgezüchteten" Stutenstämmen ein "vorhersagbareres" Ergebnis herauskommt. Aber ein gewisses Glücksspiel bleibt es immer.
    Eine "gute" Stute muss selbst gute Reitpferdeeigenschaften aufweisen, sie muss ihrem Rassetyp entsprechen, sie braucht ein perfektes "Interieur"
    (schließlich "erzieht" sie ihr Fohlen und dieses schaut auch die Verhaltensweisen der Stute ab), sie muss unproblematisch beim Decken, Aufnehmen und Abfohlen sein, sie muß eine gute Milchleistung haben, sie braucht genügend "Tiefe" im Rumpf und ein sehr stabiles Fundament um die vielen Trächtigkeiten aushalten zu können.
    Stutenleistungsprüfungen werden auch auf Station angeboten- dauern in der Regel drei Wochen. In dieser Zeit werden Rittigkeit, Interieur und Freispringen beurteilt. Für Kaltblutpferde gibt es aber auch beispielsweise Zugleistungsprüfungen. Sie kann auch Turniererfolge haben oder ihre Nachzucht hat seine Leistungsfähigkeit bereits unter Beweis gestellt.

    Zu den Hengsten: es ist richtig- mit dem eigenen Hengst beschränkt man sich oft selbst in der Wahl des passenden Vatertieres....

    Ich hatte einfach einmal das Glück einen "Mr. Überflieger" im Stall zu haben. Dem habe ich eben die "Karrierechancen" eröffnet- und es ist mir finanziell nicht immer leicht gefallen. Aber ich war auch stolz darauf, dies alles als "Noname" mit normalem Geldbeutel geschafft zu haben...
    Insbesondere im Bereich der Leistungsprüfung ist mir aufgefallen, wie fair und gerecht bewertet wurde- ohne Ansehen der Person des Besitzers. Bei den Fremdreitertests beispielsweise durften die Fremdreiter nicht miteinander oder mit dem sonstigen Personal sprechen. Sie bekamen auch keine Informationen über das Pferd (Abstammung, Züchter, Besitzer).
    Bei Körungen ist das nicht immer so der Fall.

    Deshalb würde ich stand heute auch immer den umgekehrten Weg gehen:
    Erst in die Leistungsprüfung schicken. Wenn der Hengst dort überdurchschnittlich gut abschneidet zur Körung vorstellen. Bei den Körungen wird das Ergebnis einer HLP der Kommission bekannt gegeben- und ein Hengst, der sich bereits bewiesen hat wird dann auch nicht so schnell "abgewertet".

    Ganz ganz wichtig ist eben immer der Vergleich mit dem Rest der Population- und Körungen sind "Schaufenster" der Zucht. Dort stellt man sich dem Vergleich und dem Wettbewerb- und den darf man nicht scheuen, wenn man sich (bzw. seine Zucht) weiterentwickeln will.

  7. #47
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    ein sehr informativer text den du geschrieben hast!

    Alles schön und gut. aber wenn man jetzt einen jungen Hengst "ausprobieren" will - sagen wir er ist gerade erst gekört/leistungsgeprüft worden und du möchtest eine stute von ihm decken lassen. Du hast ja kein wirkliches Bild, wie die Fohlen sein könnten. wenn er noch keine anderen stuten gedeckt, die dann auch schon gefohlt haben, hat. dann ist das ganze ja auch noch so ein glücksspiel, kann sich sowas ein "normaler" züchter eigentlich leisten? Denn man will ja immer auf der sicheren seite sein. Es soll ja am besten alles so unkopliziert wie möglich verlaufen. Ist es dann meist so, dass man sich den Hengst erstmal anschaut und erstmal vllt ein jahr wartet oder macht man es dann "NO risk No Fun"??

    lg eva

  8. #48
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    Mhmmm...
    Wie gesagt, es ist auch mit bewährten Hengsten stets ein Griff in die genetische Glückskiste...Der eine Hengst kann mit bestimmten Stuten super Nachzucht zeugen und mit der nächsten Stute wird es nichts besonderes...
    Die jungen Hengst, die sich noch nicht bewährt haben sind in der Decktaxe meist entsprechend günstig, sodaß man evtl. doch einmal einfach etwas "ausprobiert". Man schaut auch nach der Nachzuchtleistung von Geschwistern oder Vorfahren um sich ein Bild zu machen
    Wenn man überlegt, dass es einfach etwa 5 bis 6 Jahre nach Körung/ dauert, bis sich die ersten Nachkommen unter dem Sattel bewähren, ist klar, dass man einen ganz schön langen Atem für dieses Geschäft braucht.
    Deshalb auch der altbewährte Spruch: "Züchten ist Denken in Generationen".

    Meine Beiträge hören sich jetzt immer so an, als würde ich eine vollkommen restriktive Zuchtpolitik vertreten. Das stimmt so nicht ganz. Im Moment sehe ich vor allem durch die weltweite Verfügbarkeit von Sperma bestimmter "Modehengste", dass sich die genetische Basis bestimmter Pferderassen immer weiter verengt und wir einen "Einheitstyp" erhalten mit der Gefahr, dass ich Erbkrankheiten vermehren (siehe QH und AV) und wertvolle Eigenschaften verloren gehen. Gerade deshalb sollten auch die "kleinen" Züchter, die vielleicht noch eine alte Blutlinie (Erhaltungszucht) pflegen unbedingt weitermachen. Ich bin davon überzeugt, dass deren Stunde noch kommen wird.
    Denn: der durchschnittlich begabte Reiter braucht neben Gang und Schick eben vor allem den guten Charakter, Langlebigkeit, Gesundheit etc.

  9. #49
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    aber die Rassen die die kleinen Züchter im "alten" stil züchten haben es auch überhaupt nicht einfach... werden ja auch immer weniger Deckhengste....

    ich finde es auch doof... es wird irgendwie im moment immer auf mehr leistung gezüchtet.... die pferde müssen weiter, höher springen und schneller sein....

    bei den Haflingern sieht man aber schön, dass es noch verschiedene Typen gibt... den schwereren - den arbeitstyp eben und den Sporttyp... hier werden ja auch beide typen noch realtiv viel gezüchtet oder?!

    wobei z.B. bei den großen Sportpferden wie Hannoveraner oder so ja mehr für den Sport gezüchtet wird...

    lg eva

  10. #50
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    Zum Glück haben auch die Haupt- und Landgestüte entdeckt, dass es sich lohnt die "alten Typen" zu erhalten. Zum Beispiel Marbach hat den "Schwarzwälder" vor dem Aussterben bewahrt und Moritzburg das "Schwere Warmblut".

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