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  1. #1
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard artgerechte Rohfütterung

    Mich würde mal interessieren, was ihr über Barf denkt.

    Wer Barft, und was genau kommt in den Napf?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #2
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Ach, ich seh schon. Unsere Barfer Geben den Hunden nix in den Napf. Unter artgerechter Fleischfütterung wird wohl selber jagen lassen verstanden.

    Bei mir gibt es als Hauptfutter Rind (Blättermagen, Pansen, Knochen, Fleisch, Herz, Leber, Niere), Pferd (Herz, Niere, Fleisch), Hühnchen (Hälse, Schenkel, Magen, Herz) Pute (Hälse Fleisch), Wild (Knochen, Fleisch). Dazu gibt es geraspelte Möhren, Cocosraspel, Hüttenkäse, Reis - zu mehr Nebenbei hab ich ihn noch nicht bewegen können. Und eben auch Gelantine und Grünmuscheln für die Gelenke.

    So, jetzt seid ihr dran!
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  3. #3
    Babsy
    Gast

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    Ich kenne das Barfen garnicht würde mich mal sehr interresieren was das ist.

  4. #4
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Barf - B iologisch a rtgerechtes R oh f utter

    Der Hund ist ja ein Karnivore - Fleischfresser - und deshalb frage ich mich, ob es so gesund ist, aus ihn einen Müslimampfer zu machen.
    LG Dana

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  5. #5
    Maya
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    Hallo Dana,

    ich barfe auch, schon seit vielen Jahren.

    Ich finde das immer ein sehr ausladendes Thema, wenn man da aufschreiben will, was man genau füttert, da es ja sehr vielfältig und umfangreich ist.
    Auf meiner HP habe ich dazu eine Seite angelegt, wo das alles ganz genau beschrieben ist.

    Vielleicht mal das wichtigste von meiner Seite:

    ich füttere alles an Fleisch, auch Schwein - dies allerdings gekocht, wenn ich nicht weiß woher es stammt.

    An Futtermenge bekommen meine Hunda ca. 2% ihres Körpergewichtes - also bei einem 20 kilo-Hund 400 g Gesamtfuttermenge. Das ist nicht sonderlich viel, reicht aber vollkommen aus, wenn der Hund nicht in der Leistung steht. Bei mehr Arbeit bekommen die Hunde entsprechend mehr Futter und umgekehrt.
    Da ich nur 1x täglich füttere erhalten meine ihr Futter auf einmal - abends.

    Das Fleisch gibt es entweder pur, inform von Fleischknochen zum Benagen oder gemischt 2:1 mit Gemüse.
    An Gemüse geht alles, ausser Bohnen, Zwiebeln, Avocado, bei Obst bin ich bei Trauben vorsichtig.
    1x die Woche gibt es eine fleischlose Mahlzeit. Hier gibt es dann z.B. Getreide oder Reis, Hirse, Quinoa, zuckerfreies Müsli uvm. gemixt mit Milchprodukten wie Joghurt, Hüttenkäse, Quark, Kefir undundund, gemischt mit Obst oder Gemüse.

    Kräuter sammle ich den ganzen Sommer über selber und lege mir hiervon auch fertige Vorräte für den Winter an (welche Kräuter findest Du ebenfalls auf meiner HP)

    Zusätze gibt es keine, ausser ab und an mal ein paar Schindeles Mineralien und natürlich native Öle.

    Das wars im Groben. Hört sich immer voll kompliziert an. Ist es aber nicht. Mit ein bisserl Organisation geht das Füttern täglich auch nicht langsamer als das Öffnen einer Dose.

    Ind diesem Sinne: Mahlzeit !!

  6. #6
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Okay, dann stell ich mal ne Frage.

    Der Hund ist ein Fleischfresser und ist im Grunde genommen ein domestizierter Wolf. Wo findet er in freier Natur Joghurt, Hüttenkäse, Reis und Getreide?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  7. #7
    Maya
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    Im Prinzip in seiner Beute, Dana. Ich hole mal ganz weit aus:

    wenn Wölfe oder Wildhunde ein Tier reissen, so ist das meist ein Pflanzenfresser. Ein Reh zum Beispiel.

    Von der Beute fressen zuerst die Ranghöheren Tiere. Sie suchen sich das Beste heraus, denn sie sind ja die Jäger und Beschützer des Rudels und brauchen die meiste Kraft.
    Und was meinst Du, was die fressen?
    Ich sags Dir:
    die Innereien, Leber, Herz, Niere, Mägen und vor allem den Mageninhalt. Ausserdem werden Ohren, Klauen und die Beine gefressen.
    Das Muskelfleisch bleibt zurück für die Jungen, Alten und Schwachen des Rudels, für die rangniederen Tiere. Und diese fressen erst mal Haut und Co, bevor sie Muskelfleisch fressen.
    Das, was wir essen würden lassen Wölfe für Aasfresser zurück.

    Zurück zu dem heißbegehrten Mageninhalt.
    Was meinst Du, was da drin ist? Vorverdaut...
    natürlich Gräser, Pflanzen und vor allem sehr gerne gefressen werden Sämereien = Getreide.
    Das diese Dinge fermentiert (vorverdaut) sind kann der Hund/Wolf diese auf super verwerten. Deshalb matschen wir BARFer auch alles zusammen, um diese Fermentierung zu simulieren.

    Ach ja, und wenn das Beutetier ein Muttertier war wird das Gesäuge auch ein heiß begehrtes Leckerchen sein. So haben auch wildlebende Carnivore ihren Milchkick.
    Beim BARF gibt man Milchprodukte eigentlich nur, um eine andere Eiweisqulle zusätzlich zu bieten. Es gibt aber auch genug BARFer, die das nicht füttern - eben aus dem Grund, weil Joghurt und Co. nicht auf dem natürlichen Speiseplan stehen. Das muss man aber selbst entscheiden, ob mans geben will. Meine beiden mögens sehr gerne und bekommen es daher auch.

    Und was machen Carnivore an Tagen, wo sie kein Beutetier reissen?
    Sie fasten und am 2., 3. und nächsten Tag fressen sie Wurzeln, Gräser, Samen, Beeren. Sie ernähren sich fleischlos, bis die nächste Beute fällt.

  8. #8
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Ich finde das ein schönes Thema. Da kann man sich mal richtig auslassen.

    Im Winter können die aber auch keine Beeren finden oder großartige Sämereien in Mägen. Wenn heut ein Reh gerissen wird, was denskt du ist im Magen? Grünzeug. Wenn wir davon ausgehen, was der Hund bei uns alles dazu bekommt, ernähren sich Wölfe im Winter nicht total ungesund? Ist doch nur Fleisch. Wo bekommen die Omega 3 her? Im Norden werden Fische gefangen, aber was machen die Wölfe in den Bergen? Müssen die nicht völlig krank sein? Vll schon ausgestorben?

    Wenn wir die Fermentierung simulieren wollen, müssten wir theoretisch alles vorkauen.

    Da wir ja nun milchprodukte dazu Füttern, kann man da überhaupt noch vom Barfen reden? Ist das nich Teilbarf?
    LG Dana

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  9. #9
    Maya
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    Ja, das Thema ist sehr interessant.

    Was haben Pflanzenfresser im Winter im Magen? Natürlich Pflanzen.
    Rehe, Ziegen, Schafe, auch Hasen und Co. scharren den Schnee vom Grund und fressen dort das Gras, das unter dem Schnee liegt. Es gibt genügend immergrüne Pflanzen und getrocknete Frucht/Samenstände, die auch unter dem Schnee noch geniesbar sind. Ebenso Beeren von Sträuchern wie z.B. Hagebutten oder Vogelbeeren, die reich an Vit.C sind. Ausserdem fressen sich Pflanzenfresser ja eine gewissen Fettschicht an - da gibts dann genug Omega 3

    Und nochwas: viele Vitamine könnten Karnivore im Darm selbst synthetisieren. VitC beispielsweise. Kommt der Hund da nicht ran macht er sich das selbst.

    Tja und denk mal drüber nach, ein Beispiel: Du hast Stress in der Firma, bist lange bis abends am jobben und k.o., wenn Du nach Hause kommst. Zeit und Lust zum Kochen haste keine mehr. Also gehst abends schnell an der Frittenbude vorbei, es gibt Currywurst um Pommes. Am nächsten Tag Schoko und Chips, ne Cola, am 3. Tag Salzstangen und ein Brot mit Butter und Wurst. Am 4. Tag ein Sandwich aus dem Firmenautomat.
    Jetzt haste 4 Tage keine Mineralien oder Vitamine zu Dir genommen und bist auch nicht aus den Latschen gekippt, oder?

    Unser Körper, genau wie der von Fleischfressern kann gewisse Vitamine, Spurenelemente und Mineralien speichern. Manche mehr, manche weniger und diese dann in engen Zeiten abrufen.
    So einfach ist das.


    edit: nein, wir müssen nicht vorkauen und vorverdauen. Wir müssen lediglich die Zellwände der Pflanzenzellen zerstören, damit der Hund die darin enthaltenen wichtigen Stoffe aufnehmen kann. Das tun wir, indem wir klein schneiden oder zermixen.

    Warum willst Du, nur weil Du eine zusätzliche Eiweisquelle bietest von Teilbarfen sprechen? Das Akronym BARF steht für
    Bones an Raw Food. Das heißt richtig übersetzt Knochen und rohes Futter. Biol.Artg.Rohfütterung hat Swanie Simon für sich so übersetzt und hat sich das patentieren lassen, für ihre Hundezucht. Im Prinzip sagt das nix aus, ob man da was nicht-alltägliches zufüttern darf oder nicht. Ich denke mal ein Wolf in Europa wird auch nie Bananen oder Orangen in der freien Natur zu fressen finden.

  10. #10
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Und was hälst du von Trofu?

    Ich meine das es größtenteils nur aus Getreide besteht. Und dann ist es nicht mal welches, sondern nur die Hülsen und Abfall der bei der Menschenproduktion anfällt. Dann werden die Silos mit Giften ausgespritzt, damit keine Parasiten reinkommen und Pilze entstehen. Aber die Nebenprodukte die die Pilze herstellen, sind die Auslöser für Allergien beim Hund. Das ist auch der Grund, warum es bei mir Fleisch gibt.

    In Laboren wird alles mögliche untersucht, aber nicht auf Schimmelpilz.
    LG Dana

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