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  1. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    Der Töltende Traber

    Einst von Ursula Bruns entdeckt, findet der Töltende Traber gerade in den letzten Jahren immer mehr Anhänger. Er ist meist wesentlich preiswerter als die Gangpferde aus Island oder Südamerika.
    Traber können aus den verschiedensten Gründen nicht für eine Karriere als Renner vor dem Sulky geeignet sein. Sie können zuviel Tölt, Galopp oder Pass zeigen, zu wenig Siegeswillen haben oder einfach zu langsam sein. Keiner dieser Gründe spricht gegen eine Nutzung als Reitpferd. Allerdings müssen die Pferde, die von der Rennbahn kommen, erst einmal als Reit- und Freizeitpferde umgeschult werden.
    Als erstes springt dem Betrachter die Typenvielfalt ins Auge. Da gibt es Pferde, die stehen ganz im edlen Vollbluttyp während andere eher wie schlaksige Warmblüter aussehen. Es gibt auch Pferd mit einem leicht iberischen Habitus.
    Genauso unterschiedlich ist auch ihre Art zu tölten. Während einige Pferde eher unscheinbar und flach laufen, donnern die anderen mit einer atemberaubenden Aktion an einem vorbei.
    Wie kommt ein Traber überhaupt dazu zu tölten. Dieser Widerspruch erklärt sich dadurch, das viel amerikanisches Traberblut zur Zuchtverbesserung nach Deutschland kam. In Amerika gibt es analog zum Trab- auch Passrennen vor dem Sulky. Diese laterale Gangveranlagung ist die Voraussetzung für den Tölt.
    Es gibt unter den Trabern auch Naturtölter, die lieber Tölt als Trab laufen. Das geht soweit das auch Distanzritte von 30 km Länge lieber getöltet als getrabt werden.


  2. #12
    RavisQ
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    Hast du schön gemacht Carisma!

    Und ja - wenn jemand mehr über Mangalarga Marchadores wissen oder sich vielleicht sogar einen kaufen will, kann er sich gerne vertrauensvoll an mich wenden

  3. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    Der Paso Iberoamericano

    Der Paso Iberoamericano ist eine von 20 Pasopferderassen, die sich in den verschiedenen Ländern Südamerikas entwickelt haben. All diese Rassen entsprechen der Definition des Pasopferdes im Sinne des Weltzuchtverbandes für Pasos, der CONFEPASO. Das Zuchtkonzept des Caballo de Raza Iberoamericana Modalidad Paso, kurz Paso Iberoamericano, deutsch: Töltiberer, ist in ganz Lateinamerika bekannt und bewährt. Unter Verwendung von töltveranlagten Pferden aus Iberien (Pura Raza Espanola, Lusitanos) und töltenden Landschlägen (Caballo Criollo de Paso) ist dieser leistungsstarke und vielseitige Tölter entstanden. In Costa Rica werden die noch offenen Zuchtbücher des Paso Iberoamericano des zentralamerikanischen Zuchtverbandes nach international anerkanntem Reglement geführt.



    In Europa wird die Zucht des Paso Iberoamericanos seit 1996 von einigen engagierten Züchtern und Ausbildern gefördert. Grundlage in der F1-Population sind Anpaarungen zwischen Lusitano/P.R.E. und Paso Peruano, Paso Fino oder Mangalarga Marchador. Dem weiterführenden Zuchtkonzept liegt das klassische 3/8 - 5/8-Modell zugrunde.



    Verbreitung

    Über die Verbreitung der Paso Iberoamericanos in Südamerika liegen keine Zahlen vor. Schätzungen gehen von 20.000 bis 50.000 Tieren aus. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es ca. 80 Pferde dieser Rasse.



    Rassebeschreibung/Gangarten

    Im Paso Iberoamericano wurden die Vorzüge zweier nah verwandter Pferdetypen wieder vereint: die außergewöhnliche Töltbegabung und der Arbeitseifer der südamerikanischen Pasoschläge mit der Härte, der hohen Rittigkeit und Dressurbegabung der iberischen Pferde.



    Der Paso Iberoamericano wird ausdrücklich als vielseitiger Viergänger gezüchtet: selbstverständlicher, taktsicherer Tölt in verschiedenen Tempi für das bequeme Aus- und Wanderreiten oder den Sport auf der Ovalbahn, natürliche Versammlungsfähigkeit in Schritt, Trab und Galopp, gepaart mit genügend Größe und Kaliber für das Dressurviereck. Alle Gangarten raumgreifend. Gerade der Galopp, der bei vielen Gangpferderassen wenig ausgeprägt, häufig gelaufen oder paßverschoben ist, entspricht beim Paso Iberoamericano dem eines guten Iberers, ist rund, gesprungen und gut gesetzt.





    Gebäudebeurteilung/Erscheinung

    barocke Ausstrahlung, Begabung für klassische Dressur, hohe Versammlungsfähigkeit, Stockmaß: 1,50 m bis 1,62 m Kopf: trocken, gerades bis leicht konvexes Profil; große Augen, mittlere bis lange Ohren, flache, breite Stirn Hals: hoch angesetzt mit konvexer Oberlinie und gerader Unterlinie, lange, dichte Mähne Rücken: gut proportioniert und geschlossen, tragfähig, lange Schulter mit ausgeprägtem Widerrist Kruppe: leicht abfallend, tiefer Schweifansatz Gliedmaßen/Gelenke: starkes Fundament, gut bemuskelt, trockene Hufe: harte Hufe Farben: alle erlaubt, auch Schecken

    Interieur

    Die Paso Iberoamericanos zeigen sich als ausgesprochen lerneifrig und arbeitswillig. Diese Pferde wollen intelligent beschäftigt werden; sie kooperieren bereitwillig und fordern ihren Reiter. Sie sind sensibel, dabei aber nervenstark und klar im Kopf.




    Verwendung

    Die Paso Iberoamericanos eignen sich für anspruchsvolle Freizeitreiter, die nach einem Pferd suchen, das sowohl Esprit und Ausstrahlung als auch Leistungsfähigkeit in sich vereinigt, nach einem Pferd, das sowohl im Dressurviereck als auch als bequemer, töltender Wegbegleiter eine gute Figur macht. Gerade immer mehr Gangpferdereiter wollen ihre Tölter auch dressurmäßig fördern und interessieren sich für einen klassischen Ausbildungsweg ihrer Pferde. Da bietet sich ein Paso Iberoamericano an. Aber auch viele Umsteiger von warmblütigen Pferden, die ein rückenschonendes, jedoch ausreichend kalibriges Pferd suchen, werden von den Paso Iberoamericanos angezogen.

    Aufgrund ihrer Nervenstärke, Härte, Leichtfuttrigkeit und der bequemen, raumgreifenden Gänge sind Paso Iberoamericanos ideale Wanderreitpferde.



    Sport/spezielle Prüfungen

    Töltiberer können an allen Offenen IGV-Sportprüfungen teilnehmen oder an den rassespezifischen Prüfungen. Es gibt vier spezielle Töltiberer-Prüfungen, die den Stärken dieser Pferde besonders gerecht werden:

    Töltiberer A (Schritt, Tölt, Einzelaufgaben),
    Töltiberer L (Schritt, Tölt, Galopp, Einzelaufgaben),
    Töltiberer M (Schritt, Trab, Tölt, Galopp, Einzelaufgaben),
    Töltiberer Kür (4 Gänge in verschied. Tempi, Galoppwechsel, Seitengänge, Kürelemente)

    Durch die ausgeprägt guten Grundgangarten und die natürliche Versammlungsfähigkeit bieten sie sich zudem für die klassische Dressur an und können im Rahmen von Barockpferde-Turnieren ebenfalls in entsprechenden Prüfungen vorgestellt werden.



    Was ist ein Töltiberer?

    Ein Töltiberer ist ein Pferd iberischer Herkunft, das Töltveranlagung hat. Dazu zählen Lusitanos oder Pura Raza Espanola mit Töltveranlagung ebenso wie alle Pasopferderassen. Insofern sind die Ursprungsländer des Töltiberers vielfältig. Ein sehr typischer Töltiberer ist der Paso Iberoamericano, Ursprungsland: Costa Rica.




    Iberische Pferde und Tölt?

    Viele Pferde iberischer Prägung zeigen Töltveranlagung. Häufig machen Reiter und Ausbilder von Iberern unbewußt Bekanntschaft mit Töltverschiebungen, wenn die Pferde vermeintlich den Takt nicht sauber halten. Diese Töltansätze werden üblicherweise als Taktverschiebungen korrigiert. Eine Töltveranlagung bei diesen Pferden ist jedoch nicht in jedem Falle negativ zu interpretieren; sie zeigt das breite Bewegungsspektrum der iberischen Pferde. Der Tölt ist eine Gangart, die ebenso genetisch verankert ist wie Schritt, Trab oder Galopp. Er ist weder anerzogen noch speziell angezüchtet. Man kann ihn reiten bzw. ausbilden - oder man kann es lassen. Aber er existiert! Wir haben uns entschieden, ihn zu reiten; uns nicht auf die drei sogenannten Grundgangarten zu beschränken, sondern die Pferde entsprechend ihrer individuellen Anlagen zu fördern. Generell ist nur ein Pferd, das möglichst viele Bewegungsmuster kennt, ansprechbar für hohe und höchste Leistungen. Und gerade das fasziniert am iberischen Pferd: seine Beweglichkeit und Geschmeidigkeit. Ein Pferd das daher neben der klassischen Ausbildung auch im Tölt geschult ist, zeigt damit nur seine erweiterten Möglichkeiten.

    Die Geschichte töltender Iberer ist zudem nicht neu. Keltiberische Münzen belegen, dass sie bereits im vorgeschichtlichen Spanien und Portugal beginnt und das Wort "Tölter" (Thieldones) dort seine Wurzeln hat. Bis in die Neuzeit dienten ausdrucksstarke und dazu bequeme, töltende Pferde dem Prunk hoher Geistlicher und als sichere Reisepferde fürstlicher Höfe. Ridinger-Stiche zeigen, dass der Tölter noch im 18. Jahrhundert ganz in das klassische Ausbildungssystem eingebunden wurde. Mit Columbus kamen Iberer verschiedenster Gangveranlagung im 15. Jahrhundert auch nach Südamerika. Dort wurde ihr töltendes Erbe bewahrt und in den verschiedenen Pasopferde-Zuchten bis heute kultiviert.

    Quelle Kaja Stührenberg







    auf allen bildern ist kaja stührenberg zu sehen

  4. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    Der Isländer

    Herkunft: Island

    Stockmaß: 125 - 140 cm

    Charakter: umgänglicher Charakter; im Temperament individuell, von ruhig bis heftig, in der Regel ausgeprägter Gehwille, langlebig und robust

    Verwendung: Wanderreiten, Gangpferdeturniere; gezielt ausgesuchte Pferde können als Familienpferde oder für Jugendliche und Kinder geeignet sein.

    Besonderheiten: 5 Gangarten, Schritt, Trab, Tölt, Paß, Galopp
    je nach ererbter Veranlagung und Ausbildung Drei-, Vier- oder Fünfgänger

    Gangmechanik: stark von der individuellen Gangveranlagung geprägt



    Islandpferde wurden 941 n.Chr. Geburt auf der Insel Island zum ersten Male erwähnt, wohin sie von den Wikingern als Trag- und Fleischtiere gebracht worden waren. Das temperamentvolle, anspruchslose und harte Pferd fällt durch seine speziellen Gangarten auf. Neben den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp soll der Isländer in der Lage sein, Paß zu gehen und zu tölten. Der Paß zeichnet sich durch die gleichseitig gleichzeitige Fußfolge aus, während der Tölt als schnelle Viertaktfolge, aus dem Schritt heraus entwickelt, zu betrachten ist. Der Tölt ist eine für den Reiter äußerst ermüdungsfreie Gangart.


    Das zwischen 125 und 145 cm große Islandpferd kommt in allen Farben vor. Es ist ohne weiteres in der Lage. auch schwere Erwachsene zu tragen.


    Das die Islandpferde in Deutschland Fuß fassen konnten, ist vor allem der Hippologin Ursula Bruns zu verdanken. Die unermüdliche Predigerin wider den Zeitgeist importierte ehemals einige der exotischen und vielseitigen Insulaner und zog durch Deutschland, um deren Vorzüge bekannt zu machen.

    Islandpferde eignen sich zum fahren, Dressur- und Wanderreiten, tölten, rennen oder einfach entspannt durch den Wald bummeln. Heutzutage sind sie selbst unter dem Westernsattel keine Seltenheit mehr.

    In einer Zeit wo Begriffe wie "Reitspaß" und Forderungen wie "artgerechte Haltung" in aller Munde sind, ist es kaum zu glauben, welche Revolution die Islandpferde auslösten. Sie waren die einzige Alternative, die es zur traditionellen Reiterei gab. Sie brachten den Leuten die Natur, den unbekannten Tölt und die Offenstallhaltung.
    Längst gelten die "Isis", wie sie meist liebevoll von ihren Besitzern genannt werden, als robuste, gutmütige Familienrösser, die zu erstaunlichen Leistungen fähig sind und auf denen ein entspannteres Naturerlebnis als auf vielen Großpferden möglich ist.

    Als Beleg für die Härte dieser Rasse dient auch ihre Insel-Herkunft. Im Verlauf von rund 1000 Jahren (seit 1904 besteht auf Island ein Pferdeimport-Verbot) paßte sich das kleine Pferd an die gnadenlosen Lebensbedingungen perfekt an. Wer überleben wollte, mußte mit wenig Futter unter extremen Klimabedingungen auskommen. Die natürliche Selektion - nur die härtesten und widerstandsfähigsten kamen durch - sorgte für eine extreme Gesundheit.
    Islandpferde besitzen neben ihrer Härte auch einen tadellosen Charakter. Da die Hengste inmitten der Herde im Natursprung decken und die Fohlen auch auf der Weide zur Welt kommen, lernen die Vierbeiner vom ersten Tag an ein einwandfreies Sozialverhalten, was sich später im Umgang mit dem Menschen äußert: Rüpel und neurotische Hecktiker sind äußerst selten.

    Wer allerdings einen Isländer einreiten oder gar Züchten möchte, braucht Zeit. Als Angehörige der spätreifen Rassen sollten sie frühestens mit vier, beser noch mit fünf Jahren angeritten werden. Dafür erreichen sie nicht selten ein Alter von 30 Jahren. Auch auf Tunieren sind 20-jährige "Veteranen" noch immer für die vorderen Plätze gut.

    Bei aller Robustheit sind Islandpferde nicht vor Krankheiten gefeit. Die bekannteste ist wohl das Sommer-Ekzem.

    bilder folgen habe keine zeit mehr :)

    lg eva

  5. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    danke ravis

    du bist hier unser gangpferdespezialist

    weißt du noch ein paar rassen die ich vergessen habe? oder jemand anderes?

    lg eva

  6. #16
    RavisQ
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    Naja - als Gangpferdespezialist würde ich mich jetzt zwar sicher nicht bezeichnen, aber da sich hier kaum Gangpferdereiter tummeln nehme ich das jetzt einfach mal an *lach*

    Mir fällt im moment grad nix mehr ein!

  7. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    also finde ich schon! hast aufjedenfall täglich kontakt zu gangpferden :)

    lg eva

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