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Morgane

Arbeit im Tierkrematorium

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von am 21.04.2009 um 10:21 (1198 Hits)
Seit kurzem arbeite ich halbtags in einem Tierkrematorium. Nun mag man darüber geteilter Meinung sein, ob man sein Tier einäschern lässt oder nicht. Für mich ist es eine Arbeit wie jede andere auch. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich derzeit eher im Büro arbeite. Im Grunde ist es also eine Bürotätigkeit. Der Unterschied zu einer normalen Bürotätigkeit liegt aber darin, das die Menschen, die vorbei kommen, gerade in einer Phase der Trauer sind und man entsprechend mit ihnen umgehen muss. Ansonsten ist es halt nichts besonderes.

In Zukunft soll ich aber nicht nur im Büro arbeiten, sondern auch mal am Ofen. Vielen mag das jetzt ekelhaft vorkommen, aber für mich ist das eine ganz normale Tätigkeit. Die Tiere werden nach dem Eintreffen im Krematorium erstmal "aufgenommen" und dann in einem Kühlhaus gelagert. Ich habe auch keine Berührungsängste mit den toten Tieren, vielleicht liegt das aber an meiner Ausbildung.

Naja, über den Ablauf einer Einäscherung möchte ich jetzt nicht so viel schreiben. Mal sehen wie sich die Arbeit weiter entwickelt. Wenn ihr Fragen diesbezüglich habt, könnt ihr mich gerne fragen und ich werde dann versuchen diese zu beantworten.

Gruß Morgane
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Kommentare

  1. Avatar von Dana
    Also da im Büro zu arbeiten hätte ich weniger ein Problem. Aber am Ofen? Die Besitzer stehen doch mit dabei, wenn das Tier da rein geschoben wird. Ich würde bestimmt jedesmal mit heulen.
  2. Avatar von muck00
    Mir würde es auch bestimmt jedesmal das Herz brechen und ich müßte bestimmt auch mit den Besitzern mitweinen, die ihre geliebten Tiere nie wieder liebkosen können.
    Respekt vor Deiner Arbeit, ich könnte es nicht.
  3. Avatar von Morgane
    Die Besitzer stehen nicht jedesmal mit dabei. Es kann vorkommen, das die Besitzer sich in einem "Trauer-Raum" aufhalten und dort warten. Am Ofen stehen sie nicht mit dabei. Ich denke das wäre auch für die Besitzer zu viel.

    Es ist aber schon eine Gratwanderung beim Umgang mit den Besitzern. Auf der einen Seite hat man Verständnis und Mitgefühl, auf der anderen muss aber auch das Geschäftliche abgewickelt werden.
  4. Avatar von wolfsgrau
    Also ich habe auch Achtung vor deiner Tätigkeit am Ofen, gar nicht so einfach, aber wenn es deine Arbeit ist, muß man sich daran gewöhnen, wenn auch vll mit gemischten Gefühlen. Aber wenn man es mit gesundem Respekt macht, denke ich, braucht man auch kein schlechtes Gewissen zu haben.
  5. Avatar von Morgane
    Der wichtigste Aspekt der Arbeit ist ja der Umgang mit den Besitzern. Ich brauche euch wohl nicht erzählen wie man sich in solchen Momenten fühlt. Ich denke aber auch, wenn man dann mit jemanden reden kann der Verständnis dafür hat und vor allem ein offenes Ohr. Es ist auch für mich ungewohnt und neu die verschiedenen Arten der Trauer mit zu erleben. Der eine Besitzer ist gefasst und auch sehr ruhig, der andere hingegen ist das heulende Elend und kaum zu beruhigen.

    Das Schönste für mich ist es, wenn der Besitzer trotz der Trauer mir mit einem Lächeln von seinem Tier erzählt.

    Gruß Morgane
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