13 Jahre lang hat Mischling Clemens an der Seite von Hildegard Demgenski in Othmarschen gelebt. Im Juli starb der treue Hund. Tierfreundin Demgenski meldete den Hund deshalb beim Verbraucherschutzamt des Bezirks Altona ab. Doch wenige Wochen später wurden 45 Euro Hundesteuer für das verstorbene Tier für das zweite Halbjahr dieses Jahres abgebucht. Als Demgenski eine Sachbearbeiterin bei der Hundesteuerstelle auf den Fehler aufmerksam machte, erlebte sie eine böse Überraschung: "Die Mitarbeiterin konnte mir nicht zusagen, wann ich das Geld zurückbekomme. Grund seien Probleme mit der Software", so Demgenski. Finanzbehördesprecher Sebastian Panknin bestätigte auf Anfrage dem Abendblatt: "Die Finanzbehörde und die Bezirksämter arbeiten mit unterschiedlicher Software, deshalb verzögert sich der Abgleich der Daten." Wird ein Hund bei den Bezirksämtern an- oder abgemeldet, kommt es laut Panknin zu Verzögerungen, bis diese Daten die Hundesteuerstelle erreicht haben.
Auch als das Bezirksamt Altona für alle sieben Bezirke im Mai mehr als 4600 Hamburger, die ihre Tiere damals noch nicht beim Hunderegister angemeldet hatten, anschrieb, kam es zu Problemen: "Es wurden fälschlicherweise auch Hundehalter angeschrieben, die ihre Tiere bereits angemeldet hatten. Die Daten hatten wir von der Hundesteuerstelle übernommen", so Rainer Doleschall, Sprecher vom Bezirksamt Altona.
Inzwischen wurden mehr als 38 500 Vierbeiner beim Hunderegister angemeldet: "Wir sind sehr zufrieden, jetzt sind fast alle Hamburger Hunde registriert", sagt Hartmut Stienen, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Wer seinen Hund allerdings immer noch nicht angemeldet hat, muss laut Stienen mit einem Bußgeld von bis zu 300 Euro rechnen. Seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt im Rahmen des Hundegesetzes für alle Halter die Pflicht, ihre Hunde bei dem neuen Register anzumelden. Dafür muss das Tier gechipt sein und eine Haftplichtversicherung haben.