Original von Gärtner
Da sind mal wieder ein Haufen Fachleute am Werk. Begonnen beim Hundebesitzer, den Behörden bis zu den Journalisten. Der Hund ist weder krank noch muss er eingeschläfert werden. Er hat sich genau richtig verhalten, nähmlich er wurde für den Schutz von Herden und Menschen gezüchtet.
Die Bezeichnung russischer Hirtenhund, oder auch russischer Schäferhund ist leider irreführend. Der russische Hirtenhund (Kaukasischer Owtscharka) ist kein Hütehund sondern ein Herdenschutzhund. Er wurde gezüchtet um Viehherden und Menschen vor Bären und Wölfen zu schützen.
Wenn also ein Fremder ins Gelände eindringt, dann entscheidet der Hund selbstständig ob es sich um etwas gefährliches handelt oder nicht. Ist es aus seiner Sicht eine Gefahr, dann greift er an. Dafür wurde er gezüchtet und deshalb ist so ein Hund als Familienhund völlig ungeeignet. In Händen von Spezialisten, auf entsprechend abgesicherten Anwesen jedoch vertretbar.
Wir hatten in der Welpenspielgruppe auch einen Owtscharka-Rüden, genauso alt wie unser Falk. Bis ca. zum 8. Monat war der noch ganz gut händelbar, doch mit der Geschlechtsreife war Schluß mit lustig. Er hat jeden Rüden, den er nicht aus der Welpengruppe kannte sofort massiv bedroht. Das Anwesen auf dem er lebt, ist mit einem 1,8 m hohen stabilen Zaun umgeben. Als Nicht-Familienmitglied würde ich das nicht betreten.
Hier seht ihr die beiden im Alter von 6,5 Monaten: