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  1. #1
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard nach Attacke läuft Hund noch frei herum

    St. GOTTHARD/Mühlkreis. Einen Tag nach der schrecklichen Bissattacke eines Hirtenhundes auf ein fünfjähriges Mädchen in St. Gotthard darf sich das Tier weiter frei im Garten bewegen. Die Behörden schieben sich gegenseitig die Verantwortung für den Hund zu.

    Die fünfjährige Pia ist Montagmittag nur knapp dem Tod entronnen: Als das Mädchen den Nachbargarten betreten hatte, fiel sie der einjährige russische Hirtenhund an und verletzte sie schwer. Mit einem kräftigen Biss durchbrach das Tier die Schädeldecke des Kindes. Pia liegt jetzt auf der Intensivstation im Linzer AKH.

    Um den Hund auf Krankheiten untersuchen zu können, sei er in Quarantäne genommen worden, sagte die Polizei am Montag. Und dennoch: Auch gestern lief das Tier frei im Garten der Familie herum. Von den Behörden unbemerkt, wie es scheint: "Der Vorfall tut uns schrecklich leid. Wo der Hund ist, liegt aber dennoch nicht in unserer Verantwortung", sagt die Leiterin der Sicherheitsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Urfahr, Andrea Außerweger. Gemäß Hundehaltegesetz sei für alles weitere die Gemeinde zuständig. Doch auch dort zeigte man sich auf Anfrage der OÖN überrascht: "Der Hund ist noch im Garten? Das kann nicht sein." Zuständig sei man aber nicht - die Besitzerin selbst hätte sich um die Quarantäne kümmern müssen.

    Kein Grund zur Aufregung - der Hund sei bereits in Quarantäne, heißt es bei der Polizei. Und zwar in genau jenem Garten, in dem er auch die kleine Pia angefallen hat. "Er kann dort eh nicht raus", sagt ein Polizist. Im Moment gehe es außerdem vor allem darum, dass dem Tier nichts passiert. Denn: Ob er krank ist, lässt sich nur am lebenden Tier feststellen. Die Besitzerin will den Hund laut Polizei einschläfern lassen.
    Quelle:

    OÖ-Nachrichten
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gärtner
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    Da sind mal wieder ein Haufen Fachleute am Werk. Begonnen beim Hundebesitzer, den Behörden bis zu den Journalisten. Der Hund ist weder krank noch muss er eingeschläfert werden. Er hat sich genau richtig verhalten, nähmlich er wurde für den Schutz von Herden und Menschen gezüchtet.

    Die Bezeichnung russischer Hirtenhund, oder auch russischer Schäferhund ist leider irreführend. Der russische Hirtenhund (Kaukasischer Owtscharka) ist kein Hütehund sondern ein Herdenschutzhund. Er wurde gezüchtet um Viehherden und Menschen vor Bären und Wölfen zu schützen.
    Wenn also ein Fremder ins Gelände eindringt, dann entscheidet der Hund selbstständig ob es sich um etwas gefährliches handelt oder nicht. Ist es aus seiner Sicht eine Gefahr, dann greift er an. Dafür wurde er gezüchtet und deshalb ist so ein Hund als Familienhund völlig ungeeignet. In Händen von Spezialisten, auf entsprechend abgesicherten Anwesen jedoch vertretbar.
    Wir hatten in der Welpenspielgruppe auch einen Owtscharka-Rüden, genauso alt wie unser Falk. Bis ca. zum 8. Monat war der noch ganz gut händelbar, doch mit der Geschlechtsreife war Schluß mit lustig. Er hat jeden Rüden, den er nicht aus der Welpengruppe kannte sofort massiv bedroht. Das Anwesen auf dem er lebt, ist mit einem 1,8 m hohen stabilen Zaun umgeben. Als Nicht-Familienmitglied würde ich das nicht betreten.

    Hier seht ihr die beiden im Alter von 6,5 Monaten:
    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
    Mark Twain


    lisa ist gut zu vögeln - Groß- und Kleinschreibung rettet die Ehre
    komm wir essen Oma - Satzzeichen retten sogar Leben

  3. #3
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Dann waren doch wohl eher die Besitzer Schuld. Das war bestimmt so ein niedlicher kuschliger Hundewelpe, den man haben muss, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Bedürfnisse er hat oder wie er sich als Erwachsener gibt.

    Auf unserer Hundewiese ist ein Junge, vll jetzt 17, der hat einen Kangal. Die Eltern sind geschieden, also hat Papa dem Jungen einen Kangal gekauft, damit er bei ihm bleibt. Habe den Hund kennengelernt, da war er 4 Monate. Hab die Beiden auch öfter dort gesehen, er hat viel mit ihm geübt. Nur wenn der erst mal Erwachsen ist, macht der eh was er will.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gärtner
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    Original von Dana
    Dann waren doch wohl eher die Besitzer Schuld. Das war bestimmt so ein niedlicher kuschliger Hundewelpe, den man haben muss, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Bedürfnisse er hat oder wie er sich als Erwachsener gibt.
    Genauso so ist es, wenn ich mir ein Tier zulege, dann muss ich vorher schlau machen. Aber Hunde werden meist nach dem Aussehen ausgewählt. Und ausbaden wird es zum Schluss der Hund. Weil einfach bei einem neuen Besitzer unterbringen, ist nach meinem Wissen, nicht immer so einfach. Herdenschutzhunde stehen allem Neuen kritisch gegenüber. Also endet so etwas meist im Tierheim oder der Hund wird eingeschläfert.

    Ein Kangal ist genau der richtige Hund für einen Jugendlichen .

    Möchte hierzu gerade ein Zitat von www.kangal.de anhängen:

    "Wenn sein Schutztrieb hervorgerufen wird, ist er allerdings nicht an soziale Kontakte interessiert. Versteht man die Eigenschaften eines Herdenschutzhundes, dann akzeptiert man auch, dass ein Kangal oft seinem Schutztrieb ergeben ist und daher in gewissen Situationen nicht abrufbar ist. Aus diesem und aus mehreren anderen Gründen ist es auch nicht möglich, einen Kangal in der Hundeschule zu einem "Schoßhündchen" mit Stöckchen-werf-Spielen und Rolle-machen umzuerziehen. D. h. er ist kein Freund von aktropatischen Hundetrainingseinheiten. Geht man mit einem Kangal spazieren, gerade bei Dämmerung, so ist sofort sein Schutzinstinkt geweckt, welcher sich nur sehr schwer durch seine Bezugsperson aufheben lässt."
    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
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    Mark Twain


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  5. #5
    Raya
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    Hallo,
    auch wenn das Thema schon ein bisschen her ist, möchte ich auch noch gerne meinen Senf dazu geben.

    Ich habe seit 10 Jahren selbst einen Herdenschutzhund, ich kann Gärtner in allem was er sagt zustimmen! Der Hund hat nur das gemacht, wofür er jahrelang gezüchtet wurde! Ein fremder hat den Kern seines Territoriums betreten das es zu beschützen gilt. Wenn man einen Herdenschutzhund besitzt muss einen von Anfang an bewusst sein, das dieser Hund sein Territorium auch wirklich beschützt, egal ob fremder Hund, Einbrecher oder Kind. Herdenschutzhunde nehmen diese Aufgabe sehr ernst.

    Es ist immer wieder traurig das sich manche HSH-Halter dieser großen Verantwortung nicht bewusst sind.

    Leider gibt es zu viele Menschen die sich so einen Hund, mit niedlichem Teddybär-Ähnlichen Aussehen, völlig unüberlegt anschaffen.
    Seit dem "Knut-Boom" ist das vor allem bei weißen HSH noch schlimmer geworden. *Kopfschüttel*

    LG

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lady M
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    Original von Gärtner
    Da sind mal wieder ein Haufen Fachleute am Werk. Begonnen beim Hundebesitzer, den Behörden bis zu den Journalisten. Der Hund ist weder krank noch muss er eingeschläfert werden. Er hat sich genau richtig verhalten, nähmlich er wurde für den Schutz von Herden und Menschen gezüchtet.

    Die Bezeichnung russischer Hirtenhund, oder auch russischer Schäferhund ist leider irreführend. Der russische Hirtenhund (Kaukasischer Owtscharka) ist kein Hütehund sondern ein Herdenschutzhund. Er wurde gezüchtet um Viehherden und Menschen vor Bären und Wölfen zu schützen.
    Wenn also ein Fremder ins Gelände eindringt, dann entscheidet der Hund selbstständig ob es sich um etwas gefährliches handelt oder nicht. Ist es aus seiner Sicht eine Gefahr, dann greift er an. Dafür wurde er gezüchtet und deshalb ist so ein Hund als Familienhund völlig ungeeignet. In Händen von Spezialisten, auf entsprechend abgesicherten Anwesen jedoch vertretbar.
    Wir hatten in der Welpenspielgruppe auch einen Owtscharka-Rüden, genauso alt wie unser Falk. Bis ca. zum 8. Monat war der noch ganz gut händelbar, doch mit der Geschlechtsreife war Schluß mit lustig. Er hat jeden Rüden, den er nicht aus der Welpengruppe kannte sofort massiv bedroht. Das Anwesen auf dem er lebt, ist mit einem 1,8 m hohen stabilen Zaun umgeben. Als Nicht-Familienmitglied würde ich das nicht betreten.

    Hier seht ihr die beiden im Alter von 6,5 Monaten:
    bin ganz deiner meinung das kind tut mir aber trotzdem leid...
    LG LADY M

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