Auf einem Abbruchgelände in Menden hat eine Rettungshundestaffel am Wochenende die Suche nach Verletzten trainiert. auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Kümpel bot sich dem Roten Kreuz die Möglichkeit den Ernstfall zu proben.
Bis zu 15 Minuten kann ein Hund hochkonzentriert schnüffeln. Dann braucht er eine Pause. Zur Belohnung gibt es zwischendurch immer wieder kurze Spiele, um die Spürnase zu motivieren. (Bild: Julia Hohenadel)
![]()
Bis zu 15 Minuten kann ein Hund hochkonzentriert schnüffeln. Dann braucht er eine Pause. Zur Belohnung gibt es zwischendurch immer wieder kurze Spiele, um die Spürnase zu motivieren. (Bild: Julia Hohenadel)
![]()
Mit Feuereifer sind die Hunde bei der Sache.
Sankt Augustin - 335 Einsatzstunden lang waren die Retter auf den Beinen - und den Pfoten. Als das historische Stadtarchiv in Köln einstürzte, waren auch Rettungshundeteams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus dem Rhein-Sieg-Kreis zur Stelle. Doch obwohl der Großeinsatz in Köln gerade mal eine Woche zurückliegt, proben die Retter schon wieder den Ernstfall: Am Wochenende übten zehn Teams auf dem Abbruchgelände des ehemaligen Autohauses Kümpel in Menden.
Jeweils ein Team, das stets aus einem Hund und einem Menschen besteht, durfte zwischen abgerissenen Wänden, Bauschutt und Unrat nach Spuren zuvor versteckter „Mitspieler“ suchen. Die Trümmerberge sind für die Freiwilligen kostbare Trainingsmöglichkeiten.
Diesmal stammte das Angebot von der Abbruchfirma Eska. Sie führt die Regie beim Abriss des ehemaligen Autohauses Kümpel an der Siegstraße. „Wir sind froh über jede Möglichkeit, die wir zum Trainieren haben“, erklärt Rudolf Mrosek vom DRK. Denn: Trümmer finden sich in der Umgebung nicht allzu häufig. Zudem müssen sich die Übungsorte immer wieder ändern, um für Hund und Mensch wirklich eine Herausforderung zu sein.
Für die Border Collies, Riesenschnauzer und Schäferhunde bedeutet die Suche dabei Spaß und Spiel, aber auch höchste Konzentration und anstrengende Nasenarbeit. Selbst extra platzierte Ablenkungen wie getragene Kleidung oder sogar Katzenfutter dürfen die Spürnasen nicht aus dem Konzept bringen. Denn das höchste Ziel der Helfer ist, Verschüttete lebend zu finden. Die Ausbildung der tierischen Spezialisten dauert deshalb nicht umsonst zwei volle Jahre. Danach werden sie regelmäßig alle 18 Monate geprüft.
Quelle
http://www.ksta.de/html/artikel/1233584137888.shtml



LinkBack URL
About LinkBacks

Zitieren