29. März 2010:
Ein bisher unbekannter Sadist hackt nacheinander innerhalb von mehreren Wochen alle vier Beine der fünfjährigen Hündin Mima ab. Nach Aussage des Betreuers und gleichzeitigen Retters (sie war ein Straßenhund) besteht keine Lebensgefahr. Die Tat scheint Folge eines andauernden Nachbarschaftsstreits zu sein aber bis jetzt fehlen leider die konkreten Beweise.
Die erste Vorsitzende eines mit uns befreundeten Tierschutzvereins (die Rechtsanwältin ist) hat in einem gestern geführten Telefonat ihre Absicht bekundet, die Hündin sofort abzuholen und zu versuchen zu helfen, wenn dies möglich sei.
Unser Verein hat ihr angeboten, dass unsere Tierärztin und Leiterin unseres Tierheimes in Rousse mit unserem Fahrzeug nach Drjanovo zu fahren und sich vor Ort überzeugen zu lassen, wie der gesundheitliche Zustand der Hündin ist und wie eventuell geholfen werden kann.
Wir können uns ungesehen leider keine Meinung bilden und warten den heutigen Tag ab. Dann folgen natürlich weitere Informationen über die Entwicklung.
29. März - 19:50 h
Die erste Vorsitzende des Tierschutzvereins "Fürsorge und Unterkunft", die heute Mima zusammen mit unserer Tierärztin abholen wollte, schreibt folgendes im bulgarischen Forum forum.dog.bg:
"Wir waren bereit, wie verabredet um 15 Uhr loszufahren, um aus Tarnovo den derzeitigen Besitzer und Betreuer namens Vostok nach seinem Arbeitsschluß mitzunehmen und weiter nach Drjanovo die Fahrt fortzusetzen.
Zu unserem Bedauern musste die Fahrt verschoben werden.
Mima wird uns am Mittwoch, den 31.03.10 um 10 Uhr übergeben. Wir müssen die Wünsche und Bedingungen des Herrn Pencho Rashkov - Vertreter des sogenannten Nationalen Koordinationsnetzes - "Gerechtigkeit für Tiere" erfüllen, und zwar:
1. ihm muss garantiert werden, dass Mima nicht eingeschläfert wird
2. die Übergabe muss von ihm persönlich erfolgen
3. die Übergabe muss in Anwesenheit von Medien erfolgen.
"Um das zu organisieren brauche er Zeit bis Mittwoch den 31.03."
4. Ich muss meine Bereitschaft schriftlich bekunden, dass Medien zu jeder Zeit Zutritt zu meiner Wohnung haben, um feststellen zu können, ob Mima tatsächlich artgerecht gehalten wird.
5. Mima soll einer Organisation seiner Wahl übergeben werden, oder aber der ersten die sich gemeldet hat"
Nun unsere Meinung dazu:
Um eine medienwirksame Übergabe zu organisieren, wird Mima leider noch ohne Fürsorge (sie liegt in ihren eigenen Exkrementen) gehalten. Der Bedingungssteller ist weder Eigentümer des Hundes noch hat er bis jetzt etwas getan für dieses arme Geschöpf aber er will versuchen sich medienwirksam als der große Retter aufzuschwingen.
Mehrere heute durchgeführte Telefonate blieben ohne Ergebnis und Einsicht seitens dieser Organisation (s.o.), die nur auf Kosten der Gesundheit und des Lebens eines Tieres Kapital schlagen möchte.