... in Bergheim
20.08.2010
Tierheim auf der Suche nach Ernies Peiniger
Am vergangenen Mittwoch (18.08.10) wurde in Quadrath-Ichendorf von Spaziergängern gegen 12:00 Uhr ein an einen Baum angebundener Yorkshire-Terrier-Mischlingsrüde gefunden und ins Tierheim nach Niederaußem gebracht.
Bereits nach kurzer Zeit fiel der „Ernie“ getaufte und etwa vierjährige kleine Hund aufgrund starker Verletzungen ins Koma. Der sofort zur Hilfe gezogene Tierarzt stellte wohl auf brutalste Art zugefügte Verletzungen fest: so fanden sich zahlreiche Blutergüsse und mindestens fünf gebrochene Rippen, davon einige mehrmals, eventuell liegt sogar ein Schädelbruch vor. Ein Stück vom Fußballen wurde weggeschnitten und ein Auge des kleines Tieres ist durch Tritte oder Schläge so stark hervorgequollen, dass er es wohl verlieren wird.
Ernie erhielt am Donnerstag & Freitag mehrere Infusionen und wurde u.a. mit Schmerzmitteln versorgt.
Leider hat es Ernie nicht geschafft und erlag am Freitag nachmittag trotz aller Bemühungen seinen schweren Verletzungen.
Für die Vorsitzende des Tierschutzvereins Silvia Kemmerling ist dies „einer der schlimmsten Fälle von Tierquälerei und Misshandlung im Rhein-Erft-Kreis der letzten Jahre“.
Eine Anzeige bei der Polizei wird noch am heutigen Tage erstattet.
Viele Ehrenamtliche im Tierheim sind geschockt über die Brutalität, mit der Ernie zu Tode geprügelt wurde.
Aus eigener Tasche wurde von den Mitgliedern des Vorstandes eine Belohnung von 200 Euro für einen Hinweis ausgesetzt, der zur Ermittlung des Täters führt.
Alle Bürgerinnen und Bürger aus der Umgebung sind aufgefordert mit zu helfen, diesen Fall aufzuklären. „Wir wollen den Menschen ausfindig machen, der ein wehrloses Tier auf so brutale Art und Weise misshandelt hat, und selbstverständlich auch vor Gericht bringen“, äußert sich der Vorstand des Vereins. „Als besondere Auffälligkeit besitzt der Hund einen pink-gefärbten Irokesenschnitt, dieser könnte vielleicht Spaziergängern oder Nachbarn schon einmal aufgefallen sein“.



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