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  1. #21
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Also Hunde verschiedener Größen und Rassen gibt es hier ohne Ende, aber die wenigsten sind erzogen. Die es sind, kann ich an einer Hand abzählen. Meist ist es so, dass ich mit meinen zur Seite gehe und die Anderen unter Getöse, Gezerre, Gekläffe und ständig Kmdos schreiend an uns vorüber ziehen lasse. Meine sitzen da, sind ruhig und wir schauen uns das Schaupiel an, welches meist auch nach 100 m noch nicht vorbei ist.

    Eigentlich könnte man drüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Die Hunde sind einfach nur Mitläufer, mit denen man Gassie geht, weil sie mal müssen. Von Vertrauen, Bindung oder irgendwas was den Hund beim Halter halten könnte, keine Spur.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #22
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    Ich find das schlimm.
    Gerade das was Du mit der Leine geschrieben hast, erleb ich hier auch ganz oft und könnt dabei die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.

    Wobei mir augefallen ist, das die Haltung eines Hundes wohl eher einem Modekult gleicht, als freude, spass und Herz zu haben, sich mit den Tieren auseinander zusetzen.

    Ganz schlimm, was hier unter den haltern ja der absolute Schlager ist, ist die Frühkastration. Um so früher, um so besser steht der Halter da
    Da werd ich fuchsteufelswild bei.

    Wenn ich Frage warum die das gemacht haben - Antwort kommt grundliegend immer die gleiche "Ja wegen der nervenden Pupertät und damit die nicht zu aufmümpfig wird"

    Heiliger Herr im Himmel - ich habe wirklich noch nie so viel Müll in einem Satz gehört.
    Was will man bitte mit einem Hund, wenn man sein denken und handeln nicht verstehen möchte?

    Mal ganz ehrlich, die Pupertät ist gar nicht soooo schlimm wie viele es denken, es kommt nur drauf an, aus welchem Augenwinkel ich die ganze Geschichte betrachten möchte und wie weit ich bereit bin, damit um zu gehen.

  3. #23
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Pupertät .... mein Großer hatte ne Zeit wo er nicht hören wollte. Es war eh gerade Leinenzwang, also haben wir an der Schlepp geübt. Bei meiner Kleinen hab ich eigentlich gar nix davon mit bekommen. Nur in der Läufigkeit konnte man nix mit ihr anfangen.

    Modekult ja, aber oft ist auch Neid dabei. Der Nachbar hat einen Hund, also muss ich auch einen haben. Dann wird dem Sohn zum 4. Geburtstag eben ein quirliger JRT geschenkt. Interesse verfliegt schnell und Hundi ist den ganzen Tag alleine zu Hause. Gassie gibt es 2 Mal am Tag für 30 min. Sie wurde auch noch vor der 1. Läufigkeit kastriert. JRT ist zum Glück jetzt bei anderen Leuten.
    LG Dana

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  4. #24
    Erfahrener Benutzer Avatar von wolfsgrau
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    Tja, gutes Thema, was ist ein guterzogener Hund?

    Das ist nicht so einfach zu erklären........ also mein Hund kann schon mal ohne Ziehen und Zerren an der Leine gehen, verbellt keine Hunde, Radfahrer, Jogger oder Rollstuhlfahrer (auch nicht aus dem Auto heraus), er läßt sich problemlos anleinen - auch wenn ich ihm die Leine vorher zeige (ist ja schließlich nicht bei jedem Hund so), legt sich neben dem Tisch auf den Boden und guckt ganz lieb, wenn ich was esse, aber bettelt nicht oder wird aufdringlich. Bleibt stehen auf Kommando und bei uns stimmt die Bindung und das Miteinander.

    Schlecht erzogene Hunde sind meistens die Zwerge. Die kläffen meist immer, wenn ein anderer Hund kommt, hören auf nicht ein Kommando, weil sie keins kennen........bettelt und springen andere Menschen an. Öhm, ja das wärs erst einmal..........




    Nur mal ein kurzes Verständigungsproblem zwischen Mann und Pekinese:
    Hund schnüffelt ausgiebig am Grünzeug, pinkelt ran und schnuppert nochmal, leckt vll auch mal und läßt sich Ewigkeiten Zeit dabei. Mann steht daneben und trampelt schon auf der Stelle, leichtes Augenverdrehen und sagt zum Hund: "Nun komm endlich, wir wollen weiter". Und Hund hört natürlich nicht - warum? Er weiß ja nicht, was der Mann von ihm will, wenn man sagt:"es geht weiter" muß man auch dann mit dem Hund weitergehen.........ich lach mich jedes Mal drüber kaputt.......


    Oder wenn ein Westie entgegenkommt und bellt, gehen wir ganz ruhig vorbei, dann sagen die Besitzer immer "guck mal wie lieb und artig der ist" Hund kläfft aber immer noch, dann wird sich gebückt und noch richtig falsches Verhalten bestätigt...... ich frage mich jedes Mal, warum schaffen sich die Leute einen Hund an, wenn sie ihn nicht erziehen wollen. Am meisten freue ich mich dann, wenn der Hund der Hausthyrann wird........
    Behandle deinen Hund nicht wie einen Menschen,
    sonst behandelt er dich wie ein Hund.

    Der Hund ist das Symbol der Treue, aber wir halten ihn an der Leine.

    Madam Tussaud

  5. #25
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    Meine Wuffi`s laufen natürlich frei in Feld-Wald-Wiese, sind unter Kontrolle - Abruftraining von klein auf an, "Versteckspielchen", sie orientieren sich ständig an mir und reagieren auf Zungenschnalzer... Es macht Spaß, sie laufen zu lassen und es ist toll, sie als gut erzogen darzustellen... die Hunde sind stolz, wenn sie gut reagieren und ich sie lobe. Und es gibt ja auch manchmal ein Leckerchen.

    Das Wichtigste ist mir, daß es Leute gibt, die Angst vor Hunden haben könnten. Auch wenn diese Angst nicht berechtigt ist, meine Hunde wollen ja nur spielen oder hallo sagen oder mal schnuppern und sind ganz harmlos... Es ist nicht meine Aufgabe, andere Leute aufzuklären, sondern in der Öffentlichkeit meine Hunde positiv erscheinen zu lassen. Also: begegnen wir irgendwem, hole ich beide her und leine sie an, auch wenn es nicht nötig scheint. Der Andere ist beruhigt, daß nichts passieren kann. Durch das ständige Training kommen beide schon selbständig, ohne gerufen zu werden, wenn z.B. jemand um die Kurve kommt oder von hinten - ich schaue mich ja nicht ständig um, ob ein Radfahrer oder Jogger sich von hinten anschleicht. (Wobei wir immer noch angeleint auf andere Hunde reagieren, wenn es zu eng wird. Wir arbeiten daran - jedenfalls kommen sie sofort auf Sicht fremder Hunde herbei und lassen sich problemlos anleinen.)

    Kein Außenstehender darf sich durch meine Hunde belästigt fühlen!
    Und je besser sie erzogen/ausgebildet sind, umso mehr Freiheiten kann ich ihnen lassen.

    LG Gabi

  6. #26
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    Es gibt wirklich Hunde, wo man die Pupertät gar nicht wirklich mit bekommt.

    Bei meinem Schäferhundrüden hab ich im laufe der Zeit echt gedacht "Bevor die Pupertät anfängt, bin ich ausgezogen" - aber an sich, lief es echt gut.

    6-8 Wochen hät ich ihn diagonal an die Wand tackern können und dann war es das auch.

    Was viele die ihre Hunde Frühkastrieren lassen, gar nicht mit bedenken, das die Pupertät ein absolut ausschlaggebender Punkt für den Hund selbst ist. Die Pupertät entscheidet, wie es für den Hund weiter gehen wird.
    Eine Frühkastration ( ich hab hier sogar eine Halterin die ihre Hündin mit 3-4 Monaten Kastrieren lassen hat ) nimmt genau diesen Ablauf und die Hunde bleiben auf diesem verspielten Stand stehen.Tierärzte heissen das gut und betonen immer wieder, wie leicht die Erziehung angeblich damit wäre.

    Davon seh ich nix.
    Die Hündin die so früh kastriert wurde ist in meinen Augen gar kein Hund mehr. Sie zeigt absolut untypische Verhaltensmuster, ist für ihr alter überhaupt nicht Erzogen und hat oft von anderen Hunden einstecken müssen.Selbst von meinem, obwohl der keiner Seele was tat.

    Eine Freundin ( ne ihre Mutter ) hat einen Jagdhund. Die Hündin wurde auch Frühkastriert, ist jetzt 3 Jahre alt und ich werde gut 5 mal die Woche angerufen, weil dieses und jenes nicht funzt.

    Aber, ich darf ja nicht an den Hund ran.Warum? Weil die Mutter sich in ihrem Stolz fest gefressen hat und genau weiss, wem ich die Schuld zusprechen würde.
    Derzeit wird immer dem Hund die Schuld für sein Verhalten gegeben und das geht gar nicht.
    Obendrein ist der Hund total Unsicher, welches als Sicherheit angesehen wird.Ich habe ihr ganz deutlich gesagt, das ein unsicherer Hund bzw ein Angsthund sehr gefährlich werden kann, da er aus Angst oft nur den ausweg des Schnappens sieht.

    "neeeiiinnn, meine macht das nicht. Die ist gar nicht unsicher"
    Ja was soll man da noch sagen?

  7. #27
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Da kannst du machen nix, da musst du kucken zu. Meist wird erst gehört, wenn es schon zu spät ist.

    Thema Erziehung, da hab ich auch noch was. War mit meinem Großen auf ner Hundewiese. (Das ich keine fremden Hunde anfassen darf, hab ich ihm schnell abgewöhnt. Er verträgt sich mit anderen Hunden - gibt nur sehr wenige wo es knallt und denen gehen wir aus dem Weg.) Also, da war ein Boxer, etwas jünger als meiner, sehr verspielt. Hat auch gut geklappt mit den Beiden. Allerdings hat der Boxer jeden angesprungen, aus dem Stand ins Gesicht. Auch bei mir. Hab mich weg gedreht, ihn weg geschubst, runter gestoßen .... Von Frauchen wurde er nur zu getextet mit hohem Stimmchen - Gino, sowas macht man nicht, Gino hör auf damit, Ginolein ... Irgendwann wurds meinem zu blöd - er hat schon vorher paar Mal gewarnt - und er hat ihm eine verpasst. Runter gedrückt und Schnauzengriff. Danach wurde ganz normal weiter gespielt und ich wurde nie wieder angesprungen.
    LG Dana

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  8. #28
    Erfahrener Benutzer Avatar von wolfsgrau
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    Naja, was der Mensch nicht vermag zu erziehen, wird vom Hund erzogen - auch gut!!! Vor allem, wenn es nachhaltig wirkt..... bei uns gibt es einen Westie, der wird sogar über die Straße getragen..... was das soll, weiß ich leider auch nicht. Ist aber auch ein fast reiner Damenhund (Mutter und Tochter teilen sich den Erziehung etc.), der wird auch wo es geht, nur verhätschelt und vertätschelt wogegen der Freund von der Tochter den Westie auch mal mitnimmt, weil er selbst einen Terrier besitzt, da muß der weiße auch spurten und er merkt, daß Herrchen es ernst meint. Obwohl der Westie so ein süßer Fratz ist, ich mag ihn auch sehr, der hat immernoch sein süßes Babygesichtchen - sein Hund dagegen spurt aber bestens und ist auch ruhiger. Aber man sieht eben ganz deutlich den Unterschied zwischen Erziehung und vermeintlicher "Erziehung". Von den beiden Frauen wird der auch nur zugetextet........da müssen sie die Hundehalter doch nicht wundern, wenn der Hund überhaupt nicht mehr auf irgendwas reagiert..... Aber: selbst Schuld!!!!!





    Und eine Kastration meines Hundes habe ich nie in Erwägung gezogen, es sei denn, es hätte wegen Krankheit hätte sein müssen - als ich ihn geholt habe, wurde er auf ein bis zwei Jahren geschätzt (also Pupertätsalter), aber das gehört eben dazu und es gab nie ernsthafte Probleme. Ich finde es hat alles was mit menschlicher Bindung, Erziehung und Körpersprache zu tun.
    Geändert von wolfsgrau (30.06.2010 um 15:42 Uhr)
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    Madam Tussaud

  9. #29
    Moderator Avatar von kuddelkiki
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    Tierschutzgesetz § 6 - Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.
    So viel zum Thema Kastration!.....nur leider hält sich keiner daran.
    GLG
    Kerstin

    "Sic vis pacem para bellum"-"Wenn du Frieden willst, bereite Dich zum Krieg vor"

  10. #30
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    Zitat Zitat von kuddelkiki Beitrag anzeigen
    So viel zum Thema Kastration!.....nur leider hält sich keiner daran.

    Ne warum denn auch - die Tierärzte haben mit der Kastration von 2 Hunden ja ein komplettes Monatseinkommen drin, wieso sollte man das denn abschlagen


    Warum man den Hund über die Strasse trägt?
    Für Hundehalter, die sowas tun, gibt es dafür eine ganz simple erklärung ...

    Er könnte sich beim Bordstein rauf oder runter hüpfen bei seiner grösse ja den Knöchel verhacksen ...


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