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Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Celine
    Gast

    Standard Der Mensch aus der Sicht des Hundes

    Der Mensch aus der Sicht des Hundes

    Der Hund ist ein ausgesprochen soziales Tier und die Beziehungen, die er aufbaut, bilden das Gerüst seines Verhaltens. Eine soziale Hunde-Gruppe wird Meute genannt; bildet der Hund eine soziale Gruppe zusammen mit Menschen, spricht man sinngemäss von einer Familienmeute. Die Fachleute sind sich mehrheitlich darin einig, dass die Familienmeute aus der Sicht des Hundes im grossen und ganzen wie eine Hundemeute funktioniert : als hierarchisches System. So gehört der Begriff "Gleichberechtigung" nicht zum Vokabular der Hunde, eher schon Begriffe wie "dominant, dominiert, Unterwerfung, unterworfen, Privilegien, Alpha, ..."

    So bietet sich, immer noch aus der Sicht des Hundes, in alltäglichen Situationen die Gelegenheit, einen sozialen Status zu verteidigen, oder einen höheren Status, denjenigen des Domonierenden, zu erwerben. Für den dominanten Hund spielt Geld keine Rolle, auch nicht das Geschirr, aus dem er frisst; einzig das Überleben und die Erhaltung seiner Art zählen. Der Dominante einer Meute hat als erster Zugang zu Nahrung, mit Vorliebe vor aufmerksamem Publikum, zudem hat er das Recht sich fortzupflanzen und seine Geschlechtlichkeit auszuleben; er vertreibt Herausforderer (inklusive Menschen) und reserviert sich Plätze, von denen aus er seine soziale Gruppe und sein Territorium kontrollieren kann.

    Jede Familienmeute hat einen Chef; ist es nicht ein Mensch, dann ist es der Hund. Wie in allen Hierarchien, weist der Chef unfolgsame Untergeordnete zurecht; ist der Hund der Chef und das Kind rangniedriger, können die Folgen dramatisch sein.

    Überleben heisst auch, nicht "gefressen" zu werden; fühlt sich ein Hund bedroht, wird er grundsätzlich, je nach Situation (Fluchtweg offen oder verwehrt), entweder mit Flucht, Hemmung oder Aggression reagieren.

    SORRY MUSS ICH AN DIESER STELLE LOSWERDEN

  2. #2
    Blade
    Gast

    Standard

    warum sorry???

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Beiträge
    5.579

    Standard

    eben ist alles o.k.

  4. #4
    Celine
    Gast

    Standard

    Hallo Blade

    Aufgrund einer "anregenden" Diskussion - siehe

    Gute Bindung - Guter Hund

    und mit den daraus u.U. resultierenden Folgen für Anfänger.

  5. #5
    Blade
    Gast

    Standard

    aaaachsoooo! habs mir gerade durch gelesen...!

  6. #6
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard

    Dazu hab ich auch noch was. Steht zwar auch im Knowlege Base, aber da das Thema schon mal angesprochen wurde...

    Was eigentlich ein "Alpha" im Haushunderudel unter der wirklichen Führung eines oder mehrere Menschen ist, habe ich schon im Absatz der Rangordnungen erklärt. Vor allem das Missverständnis, dass ein Haushund niemals "Alpha" sein darf.

    Kategorisch: Die Alpha-Position hat immer der Menschliche Rudelführer zu behalten. Ein oberster Hund unter menschlicher Führung, wie eben alle unsere Haushunde (Ausnahme eben: Wildcaniden), ist daher immer nur ein Beta.

    Und noch mal, für die, die dies immer noch falsch predigen: Keine Rangfolge ist festgeschrieben, sie kann sich verändern, der Unterste kann sich nach oben kämpfen, der Höchste kann seine Rang verlieren. Es ist immer nur ein Prozess, nie ein Dauerzustand.

    Hier will ich aber als Alpha wissen, welche: Rangfolge innerhalb des Rudels herrscht, wer quasi mein Assistent ist und Führungseigenschaften übernimmt. Das heisst noch nicht, dass er der einzige Alpha (der Erste im Rudel) innerhalb des Rudels ist. Es kann sein, dass ein oder zwei Hunde diese Frage eben passiv so lange unbeantwortet lassen, bis sie sich durch Herausforderung stellen müssen.

    Ein Leittier managt das Rudel geschickt, ordnet innerbetrieblich, führt an gute Plätze, zeigt dem Rudel Nahrungsquellen. Das sind meist die klügsten Hündinnen. Sie übernehmen auch die Erziehung von Jungtieren, sie ordnen auch das Rudel, wenn jemand zu aufdringlich wird.

    Ein Alpha darf das Rudel vor unerwünschten Eindringlingen verteidigen und die Leithündin decken. Er, nicht immer der äusserlich körperlich stärkste, aber der erfahrenste und klügste Rüde, muss sich auch gegen Herausforderer-Rüden stellen.
    Nicht zwangsläufig ist der Hund, der mir als Alpha (für die anderen, nicht unbedingt für den, der dies noch nicht akzeptiert) nicht sofort oder zögerlich folgt, der Omega (der letzte im Rudel). Es kann ein Ranghoher im Rudel sein, der meine Rolle nur schwerlich abgeben will, dies aber nicht in einen Rangordnungskampf austragen will, weil er weiss, er wäre unterlegen.

    Dies könnten meist sehr selbstsichere, nicht auf Futtertrieb erpichte oder gar konditionierte Hunde sein, vermutlich oft Herdenschutzhunde.

    Es sind hauptsächlich die körpersprachlichen, weniger die lautsprachlichen Abläufe, die zu beobachten sind im inneren Verhältnis.

    Die Sicherheit der "Ausstrahlung", bekräftigt durch die Körperhaltung gegenüber Herausforderungen und bestätigt durch Rangniedrigere, die lassen eine Beurteilung zu. Und nicht eine von Menschen manipulierte Situation.

    Einigermassen sozial aufgewachsene und aufgeweckte Hunde kann man nicht täuschen. Sie lesen die ungeschickten Körpersprache des Menschen sehr gut. Sie passen sich an, aus Überzeugung oder Angst.

    Wer sich jedoch nicht durchsetzen kann, und damit meine ich nun Menschen, die Rudeltiere halten, wird nie Alpha. Er hat ein Rangordnungsproblem, das er an sich selber lösen muss.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  7. #7
    jasmina
    Gast

    Standard

    Irgendwie habe ich das noch nicht ganz verstanden, was ihr hier zu sagen versucht.

    Einen Hund und einen Mensch kann man nicht vergleichen.
    Es gibt in der Familie, wo Hund und Mensch zusammenlebt keinen Rudelführer/Alphatier, denn es ist kein Rudel (Meute!?!).
    Rudel gibt es NUR unter Hunden.
    Ein Hund wird uns NIE als Hund wahrnehmen und somit kann er uns nicht als Rudelführer ansehen, somit kann es auch kein hierarchisches System geben (im Sinne eines Alphatiers etc).

    Ein Rudel ist auch keine Hundegruppe, die sich 3x die Woche zum Gassigehen trifft. Sondern nur Hunde, die zusammen LEBEN. Und nur die machen unter sich irgendwelche Rangordnungen aus.

    Ich als Mensch kann bzw sollte als wichtigster Ansprechpartner für den Hund werden. Und da kommen wir auf den selben Nenner... Bin ich es nicht, macht der Hund, was er will und das darf nicht sein.
    Und das müssen wir uns eben erarbeiten... ;)

  8. #8
    Celine
    Gast

    Standard

    Hallo Jasmina

    Es ist doch völlig Wurscht wie du es nennst. Nenn es Ansprechpartner - wobei dein Hund dich mit Sicherheit nicht ansprechen wird.

    Nenn es Chef, Oberguru, Rudelführer wie auch immer - es ist klar, das du nicht mit der Rute wedeln wirst und wahrscheinlich auch nicht vor Freude jaulen (oder doch ???) ;) wenn?s raus geht oder ähnliche tolle Aktionen auf dem Programm stehen.

    Tatsache ist, DU sagst wann, was, wo und wie zu geschehen hat und das ist der Kernpunkt auf den es ankommt.

    Und genau aus dem Grund ist es wichtig eine Bindung zu seinem Hund herzustellen, denn wenn DU (nicht jedermann, denn dann hätten wir viel weniger negativ-Schlagzeilen usw.) ernsthaft was auf dem Hupla machen willst, wird dein Hund sich nur für Dich interressieren, wenn eine Bindung da ist.

    Deshalb an dieser Stelle die o.g. Einträge

  9. #9
    jasmina
    Gast

    Standard

    Ohhhh doch, mein Hund spricht mit mir. Und ganz sicher spricht auch dein Hund mit dir. Das hat auch nichts mit Wörtern oder Sprache zutun. Dann nenn es meinetwegen kommunizieren. Ein Hund der mir Blickkontakt anbietet, ein Hund, der bellt... ALLE kommunizieren. Nur ist eben das Problem, dass wir Menschen das leider viel zu oft nicht verstehen. Wir denken: Der Hund MUSS das... oder der Hund darf das nicht. (z.B. Bellen). Aber jeder Hund der bellt kommuniziert. Das tut er nicht um uns zu ärgern oder sonstwas.

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es in einem Mensch-Hunde-Zusammenleben keinen Rudelführer gibt, in dem Sinne, wie ihr es mit einem Hunderudel vergleicht.

    Bindung ist auch nicht nur dazu da, um mit dem Hund auf dem Hupla ernsthaft zu arbeiten. Sie ist Grundvorraussetzung für ein gutes Verhältnis und Zusammenleben mit dem Hund.
    Und mein Hund braucht auch keine BH, damit er eine Bindung zu mir hat oder hört.

    Außerdem verstehe ich immer noch nicht, warum ich meinen Hund vermenschliche...

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