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  1. #1
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard Angst, die Kontrolle zu verlieren

    Eigentlich würde das Thema prima mit bei der "Vermenschlichung" reinpassen, aber irgendwie ist es doch ein eigenes Thema. :grübl:

    Ich habe da einen schönen Artikel gefunden, wobei es um Vertrauen zwischen Mensch und Hund geht.

    Viele Menschen glauben, die Basis einer guten Beziehung zwischen ihnen und ihrem Hund wäre, dass der Hund ihnen blind vertaue. Das stimmt aber nicht. Die Basis ist, sich gegenseitig zu vertrauen. Außer man hat Angst die Kontrolle zu verlieren...

    Gegenseitiges Vertrauen erfordert zunächst, dem Hund eine eigene Persönlichkeit zuzugestehen. Das ist für Menschen sehr schwierig. Hunde sollen artig sein, das tun, was wir ihnen sagen, und auf keinen Fall etwas tun, das wir unartig, peinlich, widerlich oder sonst irgenwie nicht gut finden. Er soll sich nicht in Kuhfladen wälzen, nicht das Kaminholz auf dem Teppich zerkleinern, nicht in den Wald rennen und jagen - aber diese Dinge sind es, die ein Hund toll findet.

    Gut, einiges können und sollten wir dem Hund nicht erlauben. Es kann zu ernsthaften Problemen führen, wenn er Rehe durch den Wald hetzt oder Nachbars Meerschweinchen erlegt. Wir brauchen also einen gewisse Kontrolle über den Hund. Aber warum ist es uns so wichtig, den Hund ständig zu kontrollieren? Ganze Trainingssysteme sind darauf aufgebaut, den Hund unter Kontrolle zu haben. Er darf nur auf zugewiesenen Plätzen liegen, soll nicht zuerst durch die Tür gehen, darf nur auf Komando fressen. Es reicht nicht, wenn er irgendwie vor einem Sitzt, nein, es muss in einem bestimmten Winkel sein. Wenn wir es sagen, muss er sich sofort hinlegen - auch wenn der Boden matschig und kalt ist oder ihm das Ablegen auf Grund gesundheitlicher Probleme schwer fällt. Dort hat er dann zu liegen, bis wir ihm erlauben, wieder aufzustehen. Sonst wird er bestraft, denn schließlich muss er unter Kontrolle gehalten werden. Geht man so mit einem Freund um?

    Was wollen wir kontrollieren? Was ist das Ziel dieser Kontrolle? In der regel kontrollieren wir das, was uns Angst macht. Der, der uns Angst macht, soll genau das tun, was wir sagen - damit wir das Gefühl haben, ihn steuern zu können. Es wurde oft beobachtet, das vor allem die Trainer und Hundehalter ihren Hund besonders streng und pedantisch führen, die ihn eigentlich fürchten, oftmals eine tief sitzende generelle Angst vor Hunden haben.

    Wenn wir unsere Hunde verstehen und ihnen vertrauen, dann brauchen wir sie nicht zu fürchten. Und wenn wir sie als Persönlichkeiten ernst nehmen, versteht sich von selbst, dass wir ihnen eine Gefühls - und Gedankenwelt zugestehn, die der unseren in vielen Punkten ähnlich ist...


    So, nu kannst los gehn! Was haltet ihr davon?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #2
    jasmina
    Gast

    Standard Re: Angst, die Kontrolle zu verlieren

    Die letzten Themen überschneiden sich denke ich sowieso alle.
    Aber das ist auch nicht schlimm, denn es ist nicht immer nur ein Faktor, der bei dem Zusammenleben mit Hunden wichtig ist.

    Den Artikel finde ich ganz gut. Viele Dinge sind dort drin, die ich genauso sehe.
    Original von Dana


    Viele Menschen glauben, die Basis einer guten Beziehung zwischen ihnen und ihrem Hund wäre, dass der Hund ihnen blind vertaue. Das stimmt aber nicht. Die Basis ist, sich gegenseitig zu vertrauen.
    Sehe ich genauso.

    Original von Dana

    Gegenseitiges Vertrauen erfordert zunächst, dem Hund eine eigene Persönlichkeit zuzugestehen. Das ist für Menschen sehr schwierig.
    Jaaa. Wo wir z.B. auch wieder bei den ängstlichen Hunden sind. Aus einem sehr ängstlichen Hund werde ich NIE einen, in allen Situationen, selbstbewußten Hund machen können. NIE! Er wird immer irgendwann mal Angst haben. Aber er kann lernen, damit umzugehen (also dass er z.B. nicht beißt aus Angst, sondern sich lieber aus der Situation zurückzieht und zu mir kommt) und sich an uns zu orientieren.

    Original von Dana

    Aber warum ist es uns so wichtig, den Hund ständig zu kontrollieren? Ganze Trainingssysteme sind darauf aufgebaut, den Hund unter Kontrolle zu haben. Er darf nur auf zugewiesenen Plätzen liegen, soll nicht zuerst durch die Tür gehen, darf nur auf Komando fressen. Es reicht nicht, wenn er irgendwie vor einem Sitzt, nein, es muss in einem bestimmten Winkel sein. Wenn wir es sagen, muss er sich sofort hinlegen - auch wenn der Boden matschig und kalt ist oder ihm das Ablegen auf Grund gesundheitlicher Probleme schwer fällt. Dort hat er dann zu liegen, bis wir ihm erlauben, wieder aufzustehen. Sonst wird er bestraft, denn schließlich muss er unter Kontrolle gehalten werden. Geht man so mit einem Freund um?
    Tja... das ist ein schwieriges Thema, aber auch leider so wahr.
    Wir Menschen sind absolute "Kontrolleure". Wir fühlen uns nur sicher, wenn wir die Kontrolle darüber haben. Wird etwas unkontrollierbar, haben wir ein Problem, fühlen uns unsicher usw.
    Genau das stört mich eigentlich an manchen Mensch-Hunde-"Teams". Diese absolute Kontrolle (deshalb habe ich auch diesen Unterschied machen wollen, zwischen Führung und Kontrolle). Der Hund MUSS das machen, wenn ICH das will. Klar muss auch mein Hund im Platz bleiben, wenn ich ihn im Restaurant beim Essen ablege. ABER ich schreibe ihm nicht vor, wo und wie er zu liegen hat. Wenn sie sich, wegen ihrer Hüfte dann ab und zu mal hinsetzen muss, mecker ich auch nicht gleich rum. Weil ich WEIß, dass sie eh nicht aufsteht und sich gleich wieder hinlegt.
    Wenn mir ein Hund begegnet und ich meinen Hund im Fuß an der Leine habe, brauche ich ihn nicht zusätzlich noch ganz kurzer gestraffter an die Leine nehmen, dass ihr halb die Luft wegbleibt, denn ich WEIß, dass sie auch im Fuß bleibt.

    Das ist es eigentlich, was ich in dem ersten Thema, meinte. DAS ist Kontrolle, der Hund darf dies, der Hund darf das nicht, muss es so und so machen usw.
    Und was ich mit Führung meinte hat absolut GAR nichts damit zutun. Führung hat nicht in dem Sinne was mit Kommandos, Grundgehorsam und befehlen zutun. Meine Defintion von Führung ist, dass ICH Entscheidungen treffe, die für meinen Hund und mich richtig und WICHTIG sind. (welche Sachen wichtig sind, hatte ich in dem anderen Thema schon beschrieben) Der Hund wird diese akzeptieren und wird sich dann nur noch an mich orientieren.

    Dieses gegenseitige Vertrauen ist absolut wichtig. Das sehen wir Menschen aber oft nicht. Wir "nehmen" und "nehmen" von dem Hund, aber geben ihm kaum etwas zurück. Wenn ich kein Vertrauen zu meinem Hund habe, werden wir nie ein gutes Team. Der Hund "riecht" das. In der Hinsicht müssen wir Menschen viel "cooler" werden.
    Kriege ich schon schwitzige Hände (Beispiel), wenn uns ein Hund entgegenkommt, weil ich denke "Oh Gott... da kommt ein Hund. Hoffentlich macht mein Hund nichts. Hoffentlich bleibt er ruhig. Was mache ich, wenn meiner anfängt zu bellen? Er fängt bestimmt an zu bellen! Ich weiß das. Das hat er schon immer gemacht. Oh Gott..." Was wird dann wohl passieren?
    Und was passiert wohl, wenn ich dort langgehe und NICHTS denke? Und meinem Hund einfach vertraue?

    Original von Dana

    Es wurde oft beobachtet, das vor allem die Trainer und Hundehalter ihren Hund besonders streng und pedantisch führen, die ihn eigentlich fürchten, oftmals eine tief sitzende generelle Angst vor Hunden haben.
    Das sehe ich eigentlich nicht so (vor allem das mit der Angst). Ich denke, dass viele Hundehalter es einfach nicht besser wissen, dass es eben auch anders geht. Und da kann man ihnen nicht mal einen Vorwurf machen. Manche haben es halt so vor 20 Jahren gelernt (bei älteren Leuten oft, die schon iiiiimmer Hunde hatten). Oder "ich bin jetzt schon 30 Jahre Hundetrainer... das wurde früher immer so gemacht und es hat funktioniert.". Ja, da war der Hund denen auch hörig. Er "funktionierte". Aber von einem Mensch-Hund-Team kann da wohl nicht die rede sein.
    Andere Hundehalter haben vielleicht schon 25 Bücher gelesen. Und da stand es eben auch so drin.
    Wie gesagt, die meisten Menschen können nichts dafür. Sie wissen es einfach nicht. Aber da ist es die Aufgabe der Hundeschulen heute, ihnen zu zeigen, dass es eben auch anders geht.
    Die Leute, die schon so eingefahren sind und nach der "alten Schule" erziehen (wo dieses kontrollierte, strenge, pedantische eben gelehrt wird), sind für neue Sachen aber meist nicht offen. Und das ist sehr traurig.
    Die sagen eben: "Das ging schon immer so, es funktioniert, mein Hund hört doch." Ja... und diese Hunde sind es dann, die mit eingeklemmten Schwanz nebenher"kriechen", nicht mit anderen Hunden spielen dürfen, bei nicht-schnell-genug-ausführen eins mit dem Knüppel bekommen... usw. Ist das ein glücklicher Hund? Ich möchte keinen Roboter.. ich möchte ein Lebewesen, was sich individuell entfalten kann. Klar gibt es Regeln... aber KEINE ständige Kontrolle.

    Original von Dana

    Und wenn wir sie als Persönlichkeiten ernst nehmen, versteht sich von selbst, dass wir ihnen eine Gefühls - und Gedankenwelt zugestehn, die der unseren in vielen Punkten ähnlich ist...
    Jaaaaaaaaaaa!


    Eine Sache zur Anregung/zum Überlegen möchte noch geben:
    Habt ihr mal die ganzen Punks in den Städten mit ihren Hunden beobachtet? Ist euch da mal was aufgefallen, wenn ihr sie mit uns vergleicht? Wie sie mit ihren Hunden umgehen? Und wie ihre Hunde so sind?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Jack
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    Standard

    na ja da müsste manVerse schreiben, was nun gar nicht mein Ding ist!

    Zitat aus einem andern Thread:
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es in einem Mensch-Hunde-Zusammenleben keinen Rudelführer gibt, in dem Sinne, wie ihr es mit einem Hunderudel vergleicht.
    ja dann nimm dir mal drei Hündinnen und einen Rüden und verfahre nach deinen Vorstellungen!
    Wenn du dann das erste Mal deine Wunden verarztet hast, kannst du wieder erzählen, dass es in der Beziehung Mensch-Hund keinen "Rudelführer" gibt.
    Das hat aber mit Kontrolle und maschineller Erziehung rein gar nichts zu tun.
    Deine Hunde akzeptieren dich und sie werden ihrem Rang entsprechend von uns akzeptiert, dabei kann die Rangordnung sehr gut einmal unter den Hündinnen wechseln, weil da soo viele Aspekte mitspielen, wie Alter Läufigkeit, Wurf etc.
    Wenn du das dann nicht im Griff hast und deinen Hunden nicht einmal die Grundregeln in deinem "Rudel" erklärt hast, wirst du scheitern!
    Dazu braucht es keine Hellseher aus dem Mittelalter und keine HuPla-Idioten, die auf eine Prüfung büffeln und das bis zur Perfektion.
    Dazu braucht es Teams die funktionieren, der Hund seine Freude hat und du mit gutem Gewissen diese Tiere betreust, immer mit der nötigen Vor- und Weitsicht.
    Leider ist das in der heutigen Zeit nicht oft zu sehen, da die Vorurteile der Nichthundehalter schon ausreichen, um aus einem friedlich-freudigen Zeitgenossen einen Kampfhund zu machen!
    Wenn dann auch noch die Hundehalter untereinander sich fast an die Gurgel gehen, weil irgend etwas nicht passt dann werden wir wohl nie wieder Ruhe haben.

    Was die Punks betrifft, gebe ich dir völlig recht, sie leben 24 Stunden mit ihrem Vierbeiner was ein Ottonormalverbraucher leider nie bieten können wird! Die Sozialisierung in diesen Kreisejn ist vorzüglich aber eins sei dir gewiss, wenn der Punk seinem Hund etwas sagt, dann macht er das ohne zu "fragen"!

    LG Jack
    lg Jack

  4. #4
    jasmina
    Gast

    Standard

    Wenn ich ein Hunderudel zu Hause HÄTTE, dann klären die die Rangordnung unter sich. Wenn es ausarten sollte (echte Verletzungen) greife ich natürlich ein.

    Richtig ist, dass die Rangordnung wechseln kann. Richtig ist auch, dass es unter den Hunden (nicht nur Hündinnen) auch mal ernst wird. Aber dann bin ICH da, um einzugreifen. Das hat aber nichts mit "Rudelführer" zutun. Ich habe dafür zu sorgen, dass ich die Hunde in dem Rudel dementsprechend behandel, d.h. der Rudelführer (des Hunderudels!) bekommt als erstes Fressen, vor den anderes usw. Und ich habe dafür zu sorgen, Veränderung zu beobachten und wieder dementsprechend handel. (neue Rudelführer bekommt als erstes)

    Wenn es so sein sollte, dass die Hunde GAR NICHT mehr miteinander klar kommen sollten, dann kannst du auch mit Gehorsam oder als sog. "Rudelchef" nix mehr machen. Was auch??? Was tust du, wenn es ausartet? Außer die Hunde zu trennen wüßte ich nichts, was funktionieren würde. Auch wenn du die ersten Reibereien unterbinden würdest... irgendwann wird es krachen. Und umso länger du es "versuchst" zu unterbinden, umso döller kracht es!

    Was tust DU wenn sowas passiert, wie du es als Beispiel genannt hast?

    Wenn du das dann nicht im Griff hast und deinen Hunden nicht einmal die Grundregeln in deinem "Rudel" erklärt hast, wirst du scheitern!
    Was heißt bei dir Grundregeln? Natürlich gibt es bei mir Regeln.
    Aber sicher regel ICH nicht, wer in dem Hunderudel der Rudelführer ist oder wer sich mögen MUSS oder das sie Rangordnungsverschiebungen "leise" und vernünftig zu klären haben etc. Ich dulde kein Mobbing o.ä. Aber die Hunde können sich nicht an einen Tisch setzen und diskutieren, wie wir Menschen.

    Die Sozialisierung in diesen Kreisejn ist vorzüglich aber eins sei dir gewiss, wenn der Punk seinem Hund etwas sagt, dann macht er das ohne zu "fragen"!
    Die brauchen so gut wie gar nichts zu ihren Hunden sagen. Die Hunde orientieren sich an ihnen. Diese Hunde kennen keine Kommandos wie Fuß etc. weil sie es nicht brauchen.
    Dem Hund würde NIE einfallen, einfach abzuhauen, andere Hunde anzumachen o.ä. Die Punks kontrollieren ihre Hunde auch nicht. Und darauf wollte ich hinaus.
    Hast du mal nen Punk gesehen, der ständig schaut, wo sein Hund ist, sich umdreht, ob er auch ja dicht hinter ihm läuft etc.? Hast du mal einen Punk gesehen, der auf der Straße an der Ampel zu seinem Hund sagt: "Sitz!"?
    Die machen das mit einer Selbstverständlichkeit und Coolheit... Das finde ich faszinierend. Und da kann ich mir und sicher noch viele andere z.B. auch eine Scheibe abschneiden. Da ist NICHTS mit Kontrolle... das ist Bindung,Führung und Vertrauen, wie es "im Buche steht". ;)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Jack
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    Standard

    Wenn ich ein Hunderudel zu Hause HÄTTE, dann klären die die Rangordnung unter sich. Wenn es ausarten sollte (echte Verletzungen) greife ich natürlich ein.

    Schön, dass die Hunde das alles alleine machen, ich hoffe nicht, dass du jemals ein Rudel haben wirst, denn das überfordert so manchen guten HF, der auf Beziehung und Vertrauen arbeitet, denn da kommen ganz ander Aspekte hinzu.
    Du kaufst ja auch nicht einfach 4 Hunde sondern da kommen vielleicht laufend neue hinzu und manchmal nicht nur Welpis!
    Sollten mal zwei Hündinnen wirklich ausrasten, gibt es fast keine Möglichkeiten mehr, denn auch die andern Hunde, sofern in der Nähe, werden da munter mitmischen und immer auf die Schwachen.
    Da kannst du lange zerren und dich dazwischen werfen, das einzige was du davon hast sind Bisse, blutige Arme und Beine!
    Also das mit dem Eingreifen wird wohl nicht so einfach gehen. Oftmals hört man dann einfach am Schwanz ziehen oder hochheben, und das alleine??? Oder mit Wasser vielleicht???
    Nichts von all dem wird dir helfen, ausser du kannst den Streithennen klar ansagen, dass du hier der Einzige bist der etwas zu sagen hat!
    Dies aber so rasch als möglich. Im besten Fall stellst du dich einfach neben sie oder versuchst sogar etwas dazwischen zu treten, aber immer aufgepasst, die Signale erkennend sonst gehts an die Beine!
    Als Alleinhundehalter sind deine Ansichten sicher nicht schlecht, nur eben mit EINEM Hund!
    Übrigens fügt man einem kleinen Rudel nie einen neuen Hund zu Hause hinzu. Das geschieht auf dem Feld oder auf ner Wiese wo sie sich kennen lernen können also auf neutralem Boden.

    Richtig ist, dass die Rangordnung wechseln kann. Richtig ist auch, dass es unter den Hunden (nicht nur Hündinnen) auch mal ernst wird. Aber dann bin ICH da, um einzugreifen.

    Ja die Rangordnung kann einmal wechseln, vor allem des Alters wegen, aber im allgemeinen sind dann die Hunde schon so lange zusammen und die Chefin wird trotz ihrer Schwächen stets respektiert und das kann man fördern.

    Was tust DU wenn sowas passiert, wie du es als Beispiel genannt hast?

    Ausarten darf es eigentlich nie, dafür muss ich mir kein Rudel halten. Ausnahmen bestätigen aber immer die Regel und dann erwarte ICH den Respekt meiner Hunde mir gegenüber den ich mir in der ganzen "Erziehung" erarbeitet habe!

    Das mit dem Fressen geben, erinnert mich doch stark an deine Worte von den ollen Kamellen von wegen zuerst zur Tür hinaus etc.?????

    Was heißt bei dir Grundregeln? Natürlich gibt es bei mir Regeln.


    Aber sicher regel ICH nicht, wer in dem Hunderudel der Rudelführer ist oder wer sich mögen MUSS oder das sie Rangordnungsverschiebungen "leise" und vernünftig zu klären haben etc.

    Na wer soll denn das wohl übernehmen?? Der Stärkere gewinnt oder 10 Runden im Ring?

    Ich dulde kein Mobbing o.ä. Aber die Hunde können sich nicht an einen Tisch setzen und diskutieren, wie wir Menschen.

    Ja aber es liegt ganz alleine bei dir wie das Rudel funzt oder nicht! Mobbing unterbinden: Wie bitte machst du das?
    Verbal, oder mit Einwirkung, oder sonst eine Idee?


    Über die Punks habe ich schon geschrieben und da ist die Bindung meist 24 Stunden pro Tag und der Hund orientiert sich vollständig an seinem "Herr/Frauchen" das wär wirklich erstrebenswert, leider aber nur auf der Strasse möglich!

    Da wir aber hier nicht nur von Rudeln sprechen wollen (Hunde) gleich noch ein paar Anmerkungen. Auch Kinder und andere Familienmitglieder sind Angehörige deines "Rudels" auch da trägst du irgendwann die Verantwortung, aber wie schon gesagt Mensch-Hund sollen ein Team sein, aber DU bist der Teamleiter und das wird dein Hund egal in welcher Situation NIE vergessen dürfen!

    LG Jack

    P.S. gut, dass du auch mal etwas richtig findest! Ich lese keine Bücher und halte auch nicht viel von Gurus und Tiernannys, aber solche Typen machen damit auch noch Kohle, weil die Hälfte der Hundehalter weder Gefahr noch klare Signale erkennen können!
    lg Jack

  6. #6
    jasmina
    Gast

    Standard

    Also langsam habe ich das Gefühl, dass ich hier immer mißverstanden werde. :grübl: Egal...
    Es geht aber auch nicht darum, dass ich mal etwas gut finde. Das hier ist ein Forum und ich denke wir sind hier zum Meinungsaustausch. Ich sage nicht, dass das was ich sage, das Ultimum ist... es ist meine Meinung aus meinen Erfahrungen.

    ich hoffe nicht, dass du jemals ein Rudel haben wirst
    Wieso? Kennst du mich so gut und hast mich schon mit Hunden zusammen gesehen, dass du das hoffst? Wie schon geschrieben, ich denke wir missverstehen und hier ziemlich oft.
    Außerdem kann man nicht von einem auf den anderen Hund schließen. Auch ich handel unterschiedlich, je nachdem, wie es der Hund und die Lage erlaubt. Aber wie soll man das so explizit hier schriftlich rüberbringen?
    Ich bin weder ein "Wattebäuschchenwerfer" (auch wenn das manchmal vielleicht so rüberkommt), noch einer von "der alten Schule".

    Was das Hunderudel angeht. Richtig. Man kauft normalerweise nicht gleich 4 Hunde auf einmal. D.h. auch das Rudel wächst langsam, genauso wie die Rudelordnung. Warum du immer auf Hündinnen anspielst... Hm. Ich kenne genug Hündinnen, die jahrelang friedlich zusammenleben und auch Rüden können völlig austicken untereinander. Aber egal...

    Wenn Hunde so dermaßen aneinandergeraten, passiert das nicht von jetzt auf gleich. Anzeichen dafür gibt es vorher mit Sicherheit genug. Wenn sowas doch passiert, habe mal wieder ich als Hundehalter versagt, denn ich habe das nicht beobachtet.
    Dazwischengehen... Gut, das ist jetzt wieder ein anderes Thema. Aber bei sowas hat man, wie du schon sagtest, eh kaum eine Chance und ich werde sicher auch nicht kreischend da stehen, den Hund am Schwanz ziehen oder sonstwas. Damit macht man es nur noch schlimmer.
    Mit dem "Eingreifen" in meinem letzten Beitrag meinte ich eben das VORHERIGE Eingreifen (s.o.) und nicht erst wenn es wirklich passiert. Sorry, wenn ich mich blöd ausdrücke.
    Aber ich werde sicher nicht ständig dazwischenrennen, bloß weil es mal laut wird. Wenn man die Hunde beobachtet, sieht man mit ein bißchen Erfahrung schon, ob sich da was anbahnt oder nicht. Hunde machen oft mehr Krach als alles andere.

    Nichts von all dem wird dir helfen, ausser du kannst den Streithennen klar ansagen, dass du hier der Einzige bist der etwas zu sagen hat!
    Was bzw. wie sagst du das denn klar an, wenn sie sich wirklich "streiten"?
    Ich denke in dem Fall kannst du dich auf den Kopf stellen und ein noch so guter "Rudelführer" sein, dann ist es zu spät. Aber vielleicht meinst auch du eine "Ansage" BEVOR es passiert... :grübl:

    Im besten Fall stellst du dich einfach neben sie oder versuchst sogar etwas dazwischen zu treten, aber immer aufgepasst, die Signale erkennend sonst gehts an die Beine!
    Hast du das schon einmal gemacht, während sich Hunde richtig ins Kloppen bekamen? Ist das eine KLARE Ansage von dir?
    Sorry... aber wenn Hunde sich wirklich ernsthaft angehen, werden die nicht registrieren, dass du neben denen stehst. Sonst würden die wohl auch kaum, wie du sagst, dir ins Bein beißen.
    Was für Signale sollen das sein? Sowas passiert in Sekunden(!!!) und auch wenn du dort eines dieser sog. "Signale" erkennst, wir Menschen sind viel zu langsam um darauf SO schnell reagieren zu können!

    Übrigens fügt man einem kleinen Rudel nie einen neuen Hund zu Hause hinzu. Das geschieht auf dem Feld oder auf ner Wiese wo sie sich kennen lernen können also auf neutralem Boden.
    Klar. Man läßt auch keinen Hund einfach in ein Rudel, dass man vielleicht unterwegs trifft, reinrennen.

    Das mit dem Fressen geben, erinnert mich doch stark an deine Worte von den ollen Kamellen von wegen zuerst zur Tür hinaus etc.?????
    Sieht vielleicht so aus, hat es aber ganz und gar nicht.
    Würde ich die Rudelordnung nicht akzeptieren und einfach jeden gleich behandeln, provoziere ich Stänkereien erst recht. Dann brauche ich mich nicht wundern, dass es vielleicht mal knallt.
    Was meinst du denkt der Hund, der in meinem Rudel Chef ist, wenn ich einem "untergeordneten" Hund ZUERST das Fressen gebe? Hast du schon mal von einem freilebenden Hunde-/Wolfrudel gehört, wo untergeordnete Hunde VOR dem Rudelführer fressen? Kann ich mir nicht vorstellen.

    Aber gut, dass du diese "ollen Kamellen" ansprichst.
    DAS macht eben den Unterschied in einem Rudel (Hunde-) und Mensch-Hunde-Beziehung aus. Diese Sachen, wie "als erster durch der Tür gehen", "als erster fressen"... sind in einem freilebenden Wolfs- oder Hunderudel völlig NORMAL!
    Der Mensch dachte dann irgendwann: Ok... ICH muss "Rudelführer" werden, also muss ICH als erster durch die Tür gehen oder als erster essen. Und das ist eben falsch.
    Das ist auch genau DAS, was ich immer meine, dass es zwischen Hund und Mensch keinen Rudelführer im Sinne eines Hudnerudels gibt. Denn wir Menschen SIND keine Hunde und der Hund wird uns auch NIE als solcher wahrnehmen.
    Genauso wär es, wenn du eine Katze hättest. Hast du mal erlebt, dass ein Hund und eine Katze eine Rangordnung geklärt haben??? Ich jedenfalls nicht. Und genau aus diesem Grund. Sie sind und werden nie ein Rudel.
    Es ist dem Hund völlig wurst, ob sein Mensch jetzt als erster durch die Tür geht oder nicht. Auch wenns in den Büchern immer anders steht.

    Jeder Mensch hat so seine eigenen Regeln. Jemand, der das eben noch so macht und VOR dem Hund durch die Haustür geht, ok. Wenn er das konsequent durchzieht und das für richtig hält ist da ja auch überhaupt nichts schlimmes daran. Im Gegenteil. Falsch daran wäre nur der Glaube, durch solche Sachen werde ich Rudelführer/verschaffe mir dadurch Respekt beim Hund/bekomme die "Macht" über meinen Hund/bin der Chef. (DAS meinte ich etwas weiter oben mit: dem Hund ist das wurst, wer zuerst geht)
    Wie gesagt... jeder sollte klare Regeln haben und diese konsequent einhalten. Welche das sind hängt einzig und allein vom Hundehalter, deren Hund und den Umständen ab. Jeder muss das für sich selbst entscheiden. Was für den einen gut ist, muss für den anderen noch lange nicht richtig sein.

    Aber sicher regel ICH nicht, wer in dem Hunderudel der Rudelführer ist oder wer sich mögen MUSS oder das sie Rangordnungsverschiebungen "leise" und vernünftig zu klären haben etc.

    Na wer soll denn das wohl übernehmen?? Der Stärkere gewinnt oder 10 Runden im Ring?
    Erklärst du deinem Rudel, wer Rudelführer sein soll oder welchen Hund du gern als Rudelfüher hättest??? :grübl:
    Außerdem heißt das es ja auch nicht, dass jede Rangordnungänderung blutig abläuft. Im Gegenteil. Und solange es alles im "Rahmen" bleibt, warum soll ich dann eingreifen?

    Mobbing unterbinden: Wie bitte machst du das?
    Verbal, oder mit Einwirkung, oder sonst eine Idee?
    Also in einem richtigen Rudel ist mir Mobbing ehrlich gesagt nicht wirklich bekannt. Gibts aber sicherlich auch.
    Oft habe ich sowas beobachtet, bei Hunden, die miteinander auf der Hundewiese oder sonstwas sind. Und zwar, wenn beispielsweise 2 Hunde aus einem Rudel einen fremden Hund mobben. Wenn MEIN Hund mobbt, rufe ich ihn einfach ab. Wenn mein Hund gemobbt wird, erwarte ich das von dem anderen Hundehalter ebenso. Und das würde ich auch in einem Rudel machen. Mobben heißt ja nicht, dass sie sich beißen/ernsthaft zoffen. D.h. ich kann den Hund einfach abrufen, wenn er denn den Gehorsam hat (was ja eigentlich Voraussetzung ist). Hat ein fremder Hund, der meinen Hund mobbt nicht, helfe ich meinem Hund. (stelle mich vor ihn, schicke den anderen weg oder gehe aus der Situation raus)

    Auch Kinder und andere Familienmitglieder sind Angehörige deines "Rudels" auch da trägst du irgendwann die Verantwortung, aber wie schon gesagt Mensch-Hund sollen ein Team sein, aber DU bist der Teamleiter und das wird dein Hund egal in welcher Situation NIE vergessen dürfen!
    Das sehe ich genauso. Deshalb würde ich auch NIE ein Kind mit meinem Hund alleine lassen, auch nicht mein eigenes. Dafür sind Kinder und Hunde einfach zu unberechenbar. Vertrauen ist zwar schön und gut, aber wenn es um Kinder geht, verstehe ich keinen Spaß und würde es nie drauf ankommen lassen. Wenn ich dabei bin würde mein Hund auch nichts machen. Das bedeutet aber auch, dass ich den Hund verstehe, wenn er zeigt (Körpersprache, Calming Signals...), dass er sich vielleicht von einem Kind bedrängt fühlt. Mein Hund muss sich nicht alles gefallen lassen. Er ist auch ein Lebewesen. Er darf NICHT beißen, sondern muss lernen,aus der Situation rauszugehen und wenn nötig zu mir kommen, damit er den "Schutz" bekommt, den er will und bei dem es ihm besser geht. (angenommen, das Kind rennt ihm die ganze Zeit hinterher und tatscht ihn an)

    Ich lese keine Bücher und halte auch nicht viel von Gurus und Tiernannys, aber solche Typen machen damit auch noch Kohle, weil die Hälfte der Hundehalter weder Gefahr noch klare Signale erkennen können!
    Ich lese auch keine Bücher. Und auch ich finde die Hundenanny zum *****. Denn ALLES was da gemacht wird ist wirklich nur Mist und kurbelt lediglich den Verkauf von Haltis/Klapperdosen/Discs etc. an. Und das macht mich absolut wütend, weil die Menschen sich von sowas blenden lassen und alles glauben, was sie im Fernsehen sehen.

  7. #7
    Celine
    Gast

    Standard Angst, die Kontrolle zu verlieren

    Was ist für Euch MOBBING?

    In einem TV-Beitrag über Wölfe, die in einem Gehege lebten, war eine Wölfin bei, die in der Rangordnung ganz unten war und lt. Verhaltensforscher, Betreuer oder wie man die Halter nennen soll, gemobbt wurde. D.h. sie wurde ausgegrentzt, weggebissen ect. - nach einiger Zeit haben die Menschen diese Wölfin da rausgeholt und festgestellt, das sie blind war. Kann man nun davon ausgehen, das ein Tier das gemobbt wird, ein "Leiden" hat was für die Arterhaltung unerwünscht ist und deshalb ausgegrentzt wird?

    Kontrolle, ist für mich, wenn meine Tiere z.B. freilaufen und ich sie sehen kann und notfalls abrufen kann um eine u.U. bedrohliche, gefährliche Situation zu umgehen. Wenn sie sich z.B. in der Nähe eines Waldes meinen Blicken entziehen, so entziehen sie sich auch meiner Kontrolle.
    Sicher hat Kontrolle auch mit Angst zu tun.
    Nur wovor haben wir denn Angst?
    Ich habe Angst davor, meine Hunde zu verlieren. Beispiel: Unsere Felder liegen relativ dicht an einer Bundesstrasse, wenn ich sie jetzt nicht unter Kontrolle habe, könnte es passieren, das sie im Eifer des Gefechts (Spiel) auf die Bundesstrasse geraten. Einen Unfall hervorrufen und Menschen wie Tiere ernsthaft zu Schaden kommen.

    Die damit verbundenen Kosten machen mir auch Angst.
    Ich glaube vieles spielt auch ineinander über so das es schwierig ist hier immer alles klar abzugrenzen.
    Begriffe: Wie Führung, Kontrolle, Schutz, Hilfe

  8. #8
    jasmina
    Gast

    Standard Re: Angst, die Kontrolle zu verlieren

    Original von Celine

    Was ist für Euch MOBBING?
    Mobbing bedeutet für mich, dass der Hund von einem/mehreren Hund/en angepöbelt, angegriffen, geärgert, "schikaniert" etc wird. So, wie wir es eben auch bei Menschen kennen. (außer psychisches Mobbing)

    Man kann das sicher nicht definieren, nach dem Motto: "Wenn der Hund genau das und das macht, dann mobbt er!" Wie immer auch hier: die Situation und das Drumherum sind entscheidend, um Mobbing zu erkennen.

    Das habe ich z.B. oft beobachtet auf einer Hundewiese: Herrchen kommt mit seinen zwei Hunden an. Läßt diese dann auch natürlich frei laufen, wie alle anderen Hunden. Beide Hunde machen Jagd auf einen kleineren Hund (aus Spaß). Sie zwicken ihn in die Hinterläufe, lassen ihn nicht mehr weg und wie gesagt, jagen ihn. Der kleinere Hund fühlt sich sichtlich unwohl, zeigt das offensichtlich an und versucht zu fliehen. Sucht vielleicht sogar noch Schutz bei ihrem Herrchen, der dann aber n Schritt beiseite geht und lieber mit einem anderen Menschen quatscht. Wenn die Halter DANN noch sagen: "OH guck mal, wie schön die Fange spielen!" könnte ich ! Diese Leute haben weder Ahnung von Hunden, noch kennen sie ihren eigenen Hund. Der Halter der mobbenden Hunde hat eigentlich soviel Rücksicht zu nehmen, dieses zu unterbinden.

    Mobbing ist für mich z.B. auch, wenn der gemobbte Hund versucht zu Beschwichtigen usw., weil er sich eben unwohl fühlt (nicht jeder Hund ist mit Spaß beim Spielen mit anderen Hunden dabei) und das den anderen Hund nicht interessiert und er ihn immer weiter "schikaniert".

    Der Unterschied zwischen spielenden Hunden und Mobbing ist nicht ganz so einfach. Wie gesagt, dass muss man sehen um das unterscheiden zu können, natürlich auch ein wenig ein "Auge" dafür haben und Hunde "verstehen" (Körpersprache...).
    Oft sieht man das aber leider, wie gesagt, wenn ein Hunderudel (2 oder mehr Hunde) auf "Einzel"hunde trifft.
    Und nochmal: Nicht jeder Hund, der sich spielend mit einem Hund rauft, mobbt ihn gleich!

    In einem TV-Beitrag über Wölfe, die in einem Gehege lebten
    Wie du schon sagst, Wölfe in einem Gehege. Da gibt es noch einige entscheidende Unterschiede zu freilebenden.
    Ich kann mir aber vorstellen, dass es sowas aber gibt, dass solche Hunde ausgeschlossen werden. Ob das nun auch gleichzustellen mit Mobbing ist... hm. :grübl: Keine Ahnung.
    Es könnte auch sein, dass die Hündin durch ihre Blindheit Sachen machte, die dazu führten, dass sie in die Schranken gewiesen wurde, z.B. zu dicht am Rudelführer vorbeiging während er fraß oder so was. Keine Ahnung. Habe den Bericht leider nicht gesehen.
    Kann man nun davon ausgehen, das ein Tier das gemobbt wird, ein "Leiden" hat was für die Arterhaltung unerwünscht ist und deshalb ausgegrentzt wird?
    Bei unseren Haushunden denke ich eher nein. Häufig beobachtet man das auch bei jungen "pubertierenden" Rüden. Die spielen den dicken Max, denken, sie sind die größten und testen ihre Stärke. Wenn sie dann mal an einen älteren Hund geraten, der sich das nicht gefallen läßt, kriegen sie eins auf die Mütze. Und das brauchen sie auch.
    In der Gruppe natürlich noch besser zu sehen. Das ist wie bei Jugendlichen. In der Gruppe sind sie stark und pöbeln rum, einzeln tun sie keiner Seele was zu Leide.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man auf die Hundewiese geht, die Hunde, die gemobbt werden, alle ein Leiden haben. Denn auch dieser natürliche Arterhaltungstrieb ist bei unseren Hunden nicht mehr so ausgeprägt, wie bei freilebenden, denke ich. Sonst würde es auch nicht so viele kranke Hunde geben, die vererbte Krankheiten haben. Verstehst du, was ich meine? Z.B. würde sich eine Hündin NIE von einem Rüden decken lassen, der HD hat usw.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Jack
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    Warum du immer auf Hündinnen anspielst... Hm. Ich kenne genug Hündinnen, die jahrelang friedlich zusammenleben und auch Rüden können völlig austicken untereinander. Aber egal...

    Vielleichtn weil es bei Hündinnen wirklich ausarten kann und unter Rüden (im Rudel) die Rangordnung sehr schnell erstellt ist. Sollte da mal einer austicken, würde ich mir etwas Sorgen machen! :grübl:

    Was bzw. wie sagst du das denn klar an, wenn sie sich wirklich "streiten"?

    eigentlich reicht es schon, wenn man sehr bestimmt ein NEIN sagt und sich neben den Streithhähnen aufbaut, die reaktion bleibt ganz sicher nicht aus, NUR dazu braucht es eben den Rudelchef, der das Sagen hat!

    Ich denke in dem Fall kannst du dich auf den Kopf stellen und ein noch so guter "Rudelführer" sein, dann ist es zu spät. Aber vielleicht meinst auch du eine "Ansage" BEVOR es passiert...

    Auch bevor es zu solchen Beissereien kommt wird man das deutlich merken und genau da die Rangordnung wieder herstellen, dazu braucht es aber wieder mal den "Chef"!

    Hast du das schon einmal gemacht, während sich Hunde richtig ins Kloppen bekamen? Ist das eine KLARE Ansage von dir?

    Du willst ja gar nichts verstehen, aber bitteschön, so lange es bei mir funzt kann ich mit Rudel gut leben und allfällige Reibereien mit meiner Anwesenheit und meiner Stimme sofort ersticken, dazu braucht es aber auch den Respekt der Hunde gegenüber dem HF!

    Sorry... aber wenn Hunde sich wirklich ernsthaft angehen, werden die nicht registrieren, dass du neben denen stehst. Sonst würden die wohl auch kaum, wie du sagst, dir ins Bein beißen.

    Das würde passieren, wenn ich unsicher wäre, oder wenn ich nicht mehr Herr der Lage werden kann und soweit darf es einfach nicht kommen!
    So könnte es aber leicht geschehen, wenn ich deinen Ausfürungen folgen würde!


    Was für Signale sollen das sein? Sowas passiert in Sekunden(!!!) und auch wenn du dort eines dieser sog. "Signale" erkennst, wir Menschen sind viel zu langsam um darauf SO schnell reagieren zu können!

    Ach man kann sehr wohl ein spielerisches Gerangel unter Hunden von ernsthaften Machtkämpfen unterscheiden und darauf hin arbeiten.
    Wiederum nur als Chef des Rudels! Das hat mit dauernder Kontrolle nichts zu tun, sondern mit Respekt und etwas Gehorsam!


    muss zum Essen gehen :cheers:

    LG Jack
    lg Jack

  10. #10
    jasmina
    Gast

    Standard

    Original von Jack

    Vielleichtn weil es bei Hündinnen wirklich ausarten kann und unter Rüden (im Rudel) die Rangordnung sehr schnell erstellt ist.
    Was die Rüden angeht... naja. Würde ich nicht unbedingt sagen. Kann genauso gut schief gehen oder ausarten.
    Es stimmt schon, dass es, wenn es bei Hündinnen mal richtig kracht, es oft kein "morgen" mehr gibt. Aber eine Pauschalaussage ist genauso wie die "alte Kamellen" von wegen: Hündinnen sind anschmiegsamer als Rüden oder nur unter Hündinnen kracht es richtig, falsch.
    Wenn man nicht VORHER entgegenwirkt können sich Rüden genauso gut an die Gurgel (und das bis zum Tod) gehen wie Hündinnen

    Original von Jack

    eigentlich reicht es schon, wenn man sehr bestimmt ein NEIN sagt und sich neben den Streithhähnen aufbaut, die reaktion bleibt ganz sicher nicht aus, NUR dazu braucht es eben den Rudelchef, der das Sagen hat!
    Wie gesagt. Ich bin der Meinung und habe die Erfahrung gemacht, dass WENN es soweit kommt auch kein "Nein" oder "aufbauen" funktioniert. Dann ist es einfach zu spät.

    Original von Jack

    Auch bevor es zu solchen Beissereien kommt wird man das deutlich merken und genau da die Rangordnung wieder herstellen, dazu braucht es aber wieder mal den "Chef"!
    Was meinst du mit wieder herstellen? Hälst DU die Rudelordnung, so wie DU sie für richtig hältst ein? Wenn dein Rudelchef (Hund), sagen wir mal, alt und krank ist und nicht mehr als Rudelchef "taugt"/akzeptiert wird, kannst du noch so viel bestimmen! Ein Hunderudel macht das "normal" unter sich aus. Und da haben wir Menschen, nicht viel zu melden, weil wir eben keine Hunde sind. (dabei gehe ich davon aus, dass Rangordnungsverschiebungen NICHT blutig ablaufen!)
    Wir Menschen haben lediglich dafür zu sorgen, Rudelordnungsverschiebungen zu erkennen und zu akzeptiern.
    Wenn es zu Zwischenfällen kommt... tja dann habe ich wohl versagt.
    Wie du merkst... Fehler suche ich meistens bei mir. Weil sie eben fast immer vom Menschen ausgehen! Hunde handeln absolut hündisch, immer. Die kennen nur schwarz und weiß. Ein grau kenne sie nicht, so wie wir Menschen.

    Original von Jack

    Du willst ja gar nichts verstehen, aber bitteschön, so lange es bei mir funzt kann ich mit Rudel gut leben und allfällige Reibereien mit meiner Anwesenheit und meiner Stimme sofort ersticken, dazu braucht es aber auch den Respekt der Hunde gegenüber dem HF!
    Das stimmt gar nicht. Natürlich versuche ich dich zu verstehen. Ich fragte dich, ob du das selber schon einmal gemacht hast!
    Wenn du mir sagst, dass es bei dir funktioniert, ist doch alles okay!
    Ich habe die Erfahrung leider noch nicht machen können, so wie du sie schilderst.
    Du sagst selber, dass Reibereien in deiner Anwesenheit sofort erstickt werden. Das ist auch nichts anderes als ich sagte. Ich sagte, man kann entgegenwirken, wenn man die Anzeichen RECHTZEITIG erkennt. Und nicht, wenn es schon zu spät ist und sie sich "kloppen". Ist also im Prinzip das selbe. Oder?
    Eine Frage dazu habe ich aber trotzdem noch: Was machst du, wenn du eben nicht da bist? Trennst du die Hunde, wenn es schon Spannungen (Anzeichen) zwischen ihnen gibt? (bitte nicht wieder ironisch auffassen, ist eine ganz normale Frage!)

    Original von Jack

    Das würde passieren, wenn ich unsicher wäre, oder wenn ich nicht mehr Herr der Lage werden kann und soweit darf es einfach nicht kommen!
    Wenn sich Hunde richtig ins "Kloppen" kriegen, bin ICH nicht mehr Herr der Lage, dann habe ich versagt. Dann ist es zu spät. Ansonsten würden Wasser, Schwanz ziehen etc. auch helfen, genau wie daneben stellen und vielleicht noch dazwischen treten oder? Das hat nichts mit Unsicherem Auftreten oder sonstwas zutun.
    Wenn du bis dato damit Erfolg hattest, wirst du sicherlich noch im richtigen Moment reagiert haben und nicht, wenn sie sich schon verbissen haben!
    "... und soweit darf es nicht kommen" -> Ja sag ich doch!

    Original von Jack

    So könnte es aber leicht geschehen, wenn ich deinen Ausfürungen folgen würde!
    Was genau meinst du? Ich habe gesagt, dass ich VORHER handel, bevor es überhaupt zu so etwas kommt. :grübl:

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