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  1. #1
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard Ziel-Objekt-Suche

    ZOS lautet das neue Zauberwort der Hundeszene. Ausgeschrieben „Zielobjektsuche“. Auf die Idee dazu kam Thomas Baumann, weil er bei immer mehr Problemhunden einen Auslöser entdeckte: mangelnde oder falsche Auslastung. „Gerade durch Ball-, Zerr- und Beutespiele, die nicht fachmännisch gemacht werden, bekommt man immer ballverrücktere Hunde, die man kaum in den Griff bekommt“, erklärt der erfahrene Trainer.
    Da er in seiner jahrelangen internationalen polizeilichen Arbeit mit Sprengstoff-, Rauschgift- und anderen Spürhunden die Erfahrung gemacht hatte, dass die Polizeihunde nach fünf bis zehn Minuten konzentrierter Suche zwar völlig erschöpft, aber glücklich waren, überlegten er und seine Frau Ina, wie sich diese Ausbildung für Familienhunde adaptieren ließe. Das Ergebnis ist ZOS, eine Verschmelzung der schon bekannten Gegenstandssuche mit feinen Spezifikationen im Diensthundewesen.
    „Bei der Zielobjektsuche wird der Hund mithilfe des Clickers auf drei bis fünf kleine Gegenstände konditioniert, z.B. Stift, Feuerzeug, Münze. Im Fortgeschrittenen-Stadium werden alle Gegenstände gleichzeitig versteckt, und der Hund soll auf Kommando nur einen davon suchen. Dabei kommt er natürlich an den anderen Dingen vorbei, darf sie aber nicht anzeigen“, führt er aus.

    So funktioniert die Grundübung

    Der Hundehalter beginnt das Training mit einem Gegenstand, z.B. einem Kugelschreiber. In einer Hand hat er den Clicker und von drei Fingern umschlossen etwas Futter, in der anderen den Stift. Beide Hände sind oben. Nun sagt er ganz betont „Stiiift!“ und dann „Go!“. Mit dem „Go!“ gehen beide Hände nach unten. Schnüffelt der Hund an der Futterhand, wird dies ignoriert. Jeder Hund prüft irgendwann die andere Hand mit dem Stift.
    Berührt er den Stift mit der Nase, wird geclickt und sofort am Stift gefüttert. „Die meisten Hunde lernen sehr schnell, dass das Berühren des Gegenstandes Futter bedeutet, und werden ihn dann auch in weiterer Entfernung anstupsen“, erklärt der Experte. Hat der Hund das Prinzip verstanden, wird ein zweiter und dann ein dritter Gegenstand eingeführt. Jede Übung wird mit „Stiiift!“ und „Go!“, „Müünze!“ und „Go!“ etc. begonnen. Je häufiger man das macht, desto mehr wird ihm klar, was mit dem jeweiligen Begriff gemeint ist.

    Gesucht wird die Geruchskomposition

    Danach lernt er, sich davor abzulegen. „Dazu legt man den Stift etc. auf den Boden. Stupst der Hund mit der Nase daran, geht man mit der Futterhand nach unten und sagt motivierend ohne emotionalen Druck „Platz!“, „Platz!“, „Platz!“. Dann clickt man und öffnet die Hand. Dadurch bringt man ihn zum Hinlegen und bereitet ihn vor, dass später nicht mehr das Berühren beclickt wird, sondern das Platz unmittelbar vor dem gefundenen Gegenstand.
    Mit der Zeit wird das Suchobjekt immer weiter weggelegt oder -geworfen und schließlich versteckt. Damit der Hund am gefundenen Ding bleibt, gibt’s nur eine Belohnung, wenn er liegen bleibt. Man geht hin und öffnet die Hand in unmittelbarer Nähe des Gegenstandes. Geht er weg, bleibt man stehen, bis er die gewünschte Reaktion zeigt.
    Besonders spannend ist, wenn ein Fremder das Verstecken übernimmt und der Halter nicht weiß, wo das gesuchte Objekt ist. „Die Hunde suchen dabei im Grunde genommen die Geruchskomposition aus dem Eigengeruch des Besitzers, dem spezifischen Geruch des Gegenstandes und dem des Futters, der sich darauf ablagert“, erklärt Thomas Baumann. „Da die Mixtur einmalig ist, muss man stets den gleichen Stift, die gleiche Münze und das gleiche Feuerzeug verwenden und in separaten Behältnissen aufbewahren, um Geruchsüberlagerungen zu verhindern.“
    Bei Fortgeschrittenen werden neben bekannten Gegenständen auch andere persönliche Dinge versteckt, z.B. eine Haarspange oder ein Schlüssel. So wird der Individualgeruch des Halters als Leitgeruch ausgeschlossen.


    Schnüffeln bedeutet Höchstleistung

    Den meisten Hunden macht ZOS unheimlich viel Spaß. Sogar nordische Rassen und Herdenschutzhunde, taube, blinde und durch andere körperliche Gebrechen gehandicapte Hunde haben hier Kurse mit großem Eifer absolviert. Da diese konzentrierte Form der Suche aber sehr anstrengend ist, muss man darauf achten, den vierbeinigen Partner nicht zu überfordern. Sehr viele Hunde fangen schon nach drei oder vier Minuten zu hecheln an, nach fünf Minuten haben die meisten genug und brauchen eine Pause. Nur ganz wenige Schnüffelnasen halten zehn Minuten Sucharbeit durch.



    So wird die Motivation erhöht

    Auch mit der Anzahl der Gegenstände dürfen sie nicht überfordert werden. „Wir haben festgestellt, dass Hunde eine Höchstkapazität von bis zu zehn Gegenständen haben. Manche Hunde scheitern bereits an drei, vier oder fünf und verwechseln sie in der Suche“, berichtet der Hundetrainer.
    Wichtig ist, dass der Hund zu Beginn des Trainings Erfolgserlebnisse hat, man diese aber später auch mal weglässt. Da der sporadische Erfolg die Motivation mehr erhöht als ein genereller, sollte man immer dann eine Pause machen, wenn er noch Lust hat. „Das Abbrechen vor Erschöpfung ist die Zauberformel schlechthin, um die Motivationslaune zu erhalten“, erklärt er. „Überläuft ein Hund aus Schlampigkeit ein Objekt, ist es für ihn die größte Strafe, ohne Kommentar abgerufen zu werden und für einige Minuten liegen bleiben zu müssen. Das erhöht seine Motivation, beim nächsten Suchdurchgang erfolgreich zu sein.“
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #2
    Herzenshunde
    Gast

    Standard

    Huhu

    ich bin schon sehr gespannt, ab Sommer wird das auch von unserem Hundeverein angeboten und Satch und ich wollten da mitmachen.
    Mal schauen wie wir es finden.

    LG JUlia

  3. #3
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Meine TÄ macht das auch mit ihrem Labbi. Sie meinte, er lernt etwas langsam.

    Kennt Satch denn schon den Clicker?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  4. #4
    Herzenshunde
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Dana Beitrag anzeigen
    Meine TÄ macht das auch mit ihrem Labbi. Sie meinte, er lernt etwas langsam.

    Kennt Satch denn schon den Clicker?
    Huhu

    also Nasenarbeit liebt Satch, und da hat er dann auch Pfeffer im Hintern.
    Deswegen hoffe ich, dass ihm das Spaß macht.
    Ich habe seine Sportart noch nicht gefunden.
    Dummyarbeit macht er zwar, aber wenn ich das öfter als 2x die Woche mache...findet er es schnell langweilig.

    Ja, ich baue alles mit Clicker auf und habe auch mit meinen Hunden Clickerkurse besucht :)

    Liebe GRüße
    Julia

  5. #5
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Wenn er Nasenarbeit mag, dann kuck doch mal beim Mantrailing ( http://www.clever-pets.de/faehrte/59...-trailing.html ) rein. Vll ist das was für euch. Chandor fand es sehr spannend und hat es sehr schnell kapiert.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  6. #6
    Herzenshunde
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Dana Beitrag anzeigen
    Wenn er Nasenarbeit mag, dann kuck doch mal beim Mantrailing rein. Vll ist das was für euch. Chandor fand es sehr spannend und hat es sehr schnell kapiert.
    Huhu
    Ja, dass wäre auch noch was für uns.
    Da startet sogar gerade ein Kurs bei uns im Verein,
    aber dann wäre ich 5x in der Woche aufn PLatz gewesen und das war mir dann doch zuviel bzw. zu viel für mein Studium.
    Im Moment hat bei uns die Basis vorrang, aber danach werd ich mir das auch nochmal anschauen.

    Danke für den Tip

    LG Julia

  7. #7
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Was studierst du denn?

    Und wie alt sind deine Hunde?

    Bin mal kurz weg, muss mal eben gassie gehen, die werden schon unruhig.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  8. #8
    Herzenshunde
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    huhu

    ich studiere Geschichte und Germanistik auf gymnasiales Lehramt.

    Satchmo ist drei und soll im Herbst die BH laufen,
    Marley ist eins.


    LG Julia

  9. #9
    Moderator Avatar von Arachne
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    Hat das eigentlich schon einer veon euch ausprobiert? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
    LG Arachne-Kerstin













    Frauen sind Engel! Wenn man ihnen die Flügel stutzt, fliegen sie weiter ..... auf ihrem Besen!

  10. #10
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    Zitat Zitat von Arachne Beitrag anzeigen
    Hat das eigentlich schon einer veon euch ausprobiert? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
    Ja,...das interessiert mich auch...;-)


    Die Beschreibung dieser Ziel-Objekt-Suche klingt für mich sehr interessant, diesen Begriff Ziel-Objekt-Suche, bzw. ZOS habe ich vorher noch nie gehört.

    Versteckte Dinge suchen lassen,...ja ok,....das hat wahrscheinlich jeder schon mit seinem Hund gemacht,....
    was mir bei diesem ZOS jetzt so gut gefällt ist die Beschreibung, wie man anfängt, aufbaut und welche Möglichkeiten zur Steigerung da dann möglich sind.
    Also ich denke, ich werde das mit Bonny auf jeden Fall auch ausprobieren.

    PetraJ

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