Nachdem was ich bisher gelesen habe machst du sehr viel richtig, es ist z.B. richtig dem Hund nicht hinterher zu rufen wenn er durchgegangen ist, wenn man zu spät dran ist, dann ist es besser gar nichts zu machen, als ein Kommando zu verschleisen.
Auch nicht ungewöhnliches, Hunde sind Opportunisten die nutzen es aus wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Nach meiner Einschätzung hast du einen selbstbewussten / selbstständigen Hund, der auf der einen Seite Kommandos sehr gut ausführt aber ab einem gewissen Grad bei anderen Hunden dir gegenüber nicht genug Aufmerksamkeit zeigt bzw. dich ignoriert und sich Verselbstständigt.
Warum macht er das ? Der Hund hat das Bedürfnis von seinem Menschen Aufmerksamkeit zu erhalten. Ist sein Bedürfnis gedeckt, sucht er auch keinen Kontakt und geht anderen Dingen nach. Daraus Schlussfolgert sich: Bekommt er zu Hause zu viel Aufmerksamkeit, achtet er Außerhalb nicht genug nach dir und geht anderen Dingen nach. Daraus ist auch zu erklären warum der Hund mal ein Kommando sehr gut ausführt und ein anderes mal nicht. Hat er noch nicht genug Aufmerksamkeit gehabt, dann arbeitet er für dich, ansonsten .............
Ich würde das Problem wie folgt angehen:
1. Bei mir:
An meinem Selbstbewusstsein arbeiten. D.h. keine Hektik, sich selbst dazu zwingen Ruhe zu bewahren, nicht daran denken "macht sie es oder macht sie es nicht" wenn ich ein Kommando gebe. Der Gedanke muss sein: "Dass wird jetzt gemacht". Ist der durchgegangen, dann ruhig zu ihm hin kommentarlos anleinen und einfach weitergehen.
2. Beim Hund
Variante A) Ignorieren:
Den Hund zu Hause viel mehr ignorieren, keine Spielaufforderungen von ihm annehmen (d.h. nur zu spielen wenn ich es beginne und auch beende), ihm einen Liegeplatz zuweisen auf dem ich ihn immer wieder für eine bestimmte Zeit ablege.
3. Abhilfetraining:
Um die Bindung zu verbessern würde ich Apportieren/Suchen mit einem Futterbeutel (Preydummy) trainieren, Literatur hierzu: Jan Nijboer / Natural Dogmanship. Das Training bringt den weiteren Vorteil, dass, wenn ich den Hund abrufe und gleichzeitig den Futterbeutel werfe, für ihn die Motivation seine jetzige Handlung abzubrechen sehr viel höher ist.
Mit dem Futterbeutel kann ich den Hund, im Falle eine Hundebegegnung an der Leine, auch entsprechend ablenken, auf mich konzentrieren und somit durch die Situation führen.
4. Beim Hund
Sollte "Variante A) Ignorieren" nicht greifen, dann:
Variante B) Außenfütterung:
Der Hund bekommt zu Hause kein Stück Futter mehr. Seine Mahlzeiten/Tagesration erhält er auf den Spaziergängen und zwar dann, wenn er noch erfolgreichem Abrufen zu mir gekommen ist. Kommt er nicht, dann gibt es auch nichts. Hierbei ist es hilfreich wenn der Hund das Apportieren vom Futterbeutel beherrscht.



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Sie hat schnell begriffen das ich nun am Ende der Leine das sagen habe und nicht die, die da vor uns laufen und wenn es 20 Hunde sind. Sie korrigierte sich teilweise selber und teilweise spielte ich Baum mit einem scharfen NEIN. Mal sehen wie es heute wird, ich bleibe einfach am Ball und lasse mich NIE WIEDER von ihr ziehen, ich denke ich werde ihr das Kommando "zieh" bei bringen, sie soll ja auch mal die Kinder etwas mit dem Schlitten ziehen helfen
. Mein Problem ist meine große Inkosequenz wenn andere dabei sind, ich mache mir zu viele Gedanken darüber, was andere Denken, wenn ich mit meinem Hund konsequent bin, meine Nachbarn (keinen Plan von Hundeerziehung, haben auch nur 2 Teppichporsche die beim Essen am Tisch sitzen und von der Gabel gefüttert werden
) haben sich schon bei meiner Freundin ausgekotzt wie schlimm ich doch mit meinem Hund umgehe, wie streng ich bin und und und, meine Freundin weiß es ja besser, sie erzählte mir das natürlich promt und das die ihre Hunde von der Gabel am Tisch füttern




