Hallo!
Hier nun der versprochene Beitrag zum Thema KÖRPERSPRACHE...
Wie wichtig die körpersprachliche Kommunikation unter Hunden ist, wissen ja die meisten Menschen. Das dies aber auch zwischen Mensch & Hund funktionieren kann, erkennen nur wenige. Deshalb möchte ich hier gern einige Beispiele anführen.
Wenn der Hund etwas macht, was uns Menschen nicht gefällt, verfallen wir schnell in eine Art "ritualisiertes Trauma". Wir rufen, was in vielen Fällen vom Hund ignoriert wird. Wir gestikulieren wild und menschentypisch, was der Hund nicht verstehen kann. In vielen Fällen kann eine eindeutige und unmissverständliche Körperhaltung dem Hund viel mehr sagen als all unsere Worte, die für ihn ja nichts anderes sind als "sinnloses Geblubber".
Das IGNORIEREN lasse ich bewußt aus, weil ich davon ausgehe, daß wir alle wissen, was gemeint ist.
Hund ignoriert unser Kommando KOMM und geht lieber mit einem Artgenossen spielen:
Nicht rufen, nicht entfernen oder verstecken (sofern das alles schon erfolglos versucht wurde). Sich dem Hund schnell nähern (nicht laufen), sich zwischen die Hunde schieben - frontal zum eigenen Hund - den Oberkörper leicht nach vorn beugen, sich breit machen und ihm jede Chance zur Kontaktaufnahme (zum anderen Hund natürlich) durch dazwischendrängen nehmen. Tiefe Knurrlaute können die Körpersprache durchaus hilfreich unterstützen.
Hund ist aufdringlich gegenüber anderen Hunden:
Wortlos dazwischengehen, mit geradem Oberkörper, so als würde man einfach nur seines Weges gehen. Evtl. den Drängler bedrängen. Nach einigen Versuchen lassen die meisten Hunde ihre "Opfer" in Ruhe.
Zwei Hunde toben ausgelassen aber sehr wild auf einem Weg und es besteht die Gefahr, daß Menschen (wir) umgerannt werden:
Genau auf die Hunde achten, aber nicht direkt ansehen/beobachten. Kurz bevor sie uns erreichen, schnell umdrehen, Oberkörper stark nach von beugen, Arme weit ausstrecken, Handflächen nach außen und deutlich so etwas wie PAH!, NA!, PUH!, DU! o.ä. rufen.
Hund hat Angst vor Menschen:
Hund nicht zur Kontaktaufnahme zwingen, sich klein machen und vom Hund abwenden. Eine Hand seitlich locker auf den Boden legen, Handfläche nach außen. Abwarten, bis der Hund von sich aus den Kontakt sucht und evtl. mit Leckerchen bestätigen.
So, das fiel mir auf die Schnelle ein. Wichtig wäre noch, daß man sicherlich nicht JEDEN Hund durch seine Körpersprache "bedrohen" sollte. Wenn man es mit einem wirklich aggressiven und hemmungslosen Hund zu tun hat... besser: umdrehen, klein beigeben und sich fix verkrümeln.
Viele Grüße
Manu



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