Im Frühjahr brach bereits ein Pferd zusammen
Touristen können sich in Berlin mit Pferdekutschen durch die Stadt fahren lassen. Für die Vierbeiner kein leichter Job, gerade jetzt im Sommer. Bereits im Frühjahr war ein Pferd zusammengebrochen. Das berichtet heute Focus online.
Marcel Gäding vom Berliner Tierschutzverein bekommt immer mehr Anfragen von besorgten Tierfreunden. ?Völlig zu Recht?, wie er findet. Berlin-Besucher und Taxifahrer berichten ihm von Pferden, die nicht ausreichend mit Wasser und Futter versorgt werden. Wöchentlich kämen bis zu zehn Hinweise. ?Wir machen uns ernsthaft Sorgen um den Gesundheitszustand der Tiere?, sagt Gäding.
In Berlin wird der Verkehr immer dichter. Gerade in der Innenstadt hätten die Kutschen deshalb nicht zu suchen, so Gäding. "Das ist pure Quälerei."
Kutschen-Unternehmer Ludwig Zachmann sieht das ganz anders. Die Kutschen seien sein Kapital. Er fahre seine Pferde mit dem Anhänger in die Innenstadt. ?Es ist anstrengend für die Tiere. Aber es ist ein Job, und wir sollten die Tiere nicht zu sehr vermenschlichen.? Dies sei immer noch besser, als Pferde 23 Stunden am Tag in eine Box zu sperren. ?Wenn es auf dem Land genug Kundschaft gäbe, würde ich nicht in die Stadt fahren?, sagt Zachmann. ?Aber letztlich dreht sich doch alles immer nur ums Geld.?
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