Hallo
ich bins nochmal.
Wisst ihr was Hufrolle ist? und ist das schlimm?? ist das heilbar?
lg eva
Hallo
ich bins nochmal.
Wisst ihr was Hufrolle ist? und ist das schlimm?? ist das heilbar?
lg eva
Hufrollenerkrankung/Podotrochlose
Der Begriff beschreibt ein breites Spektrum von Veränderungen an der Hufrolle. Dieses schmerzhafte Erkrankung, die in erster Linie an der Vorhand auftritt, wird häufig übereilt diagnostiziert und oft zu dramatisch ? nicht immer ist zum Beispiel ein Röntgenbefund auch gleichzeitig Ursache einer Lahmheit, weshalb eine umfangreiche diagnostische Arbeit ist unerlässlich. Erbliche Veranlagung, Stellung der Gliedmaße, unsachgemäße Hufbearbeitung, zu frühes Training, unsachgemäße Haltungsbedingungen können eine Entstehung beeinflussen.
Enstehungstheorien:
1. aufgrund der Bewegungen und Erschütterungen entwickelt sich eine Entzündung des Schleimbeutels (Buritis), die zu Veränderungen der Sehnengleitfläche des Strahlbeins führt. Stellungsfehler (lange Zehen/niedrige Trachten) oder hohes Körpergewicht beeinflussen die Entstehung maßgeblich.
2. eine hohe Belastung durch die tiefe Beugesehne führt zu Knochenumbauvorgängen im Bereich der Sehnengleitfläche des Strahlbeins
3. eine weitere Theorie beschreibt einen Arterienverschluss (Thrombose), der eine ischämische Nekrose des Strahlbeins verursacht. Aufgrund dieser Veränderung kommt es zu einer vermehrten Blutgefäßbildung, deren Folge eine Osteoporose an der Spitze der Gefäßlöcher ist (Lollipop lesions).
Zuallererst sei erwähnt, das Hufrolle nicht die Erkrankung beschreibt, sondern den Komplex der aus Strahlbein (os sesamoideum distale) , Hufrollenschleimbeutel und der tiefen Beugesehne. Das Strahlbein ist kleiner, dicht strukturierter, schiffchenförmiger Knochen der zwischen Hufgelenk und tiefer Beugesehne liegt. Gemeinsam mit Hufbein und Kronbein bildet er das Hufgelenk. Seine Aufgabe ist die Verbesserung der Funktion der tiefen Beugesehne. Die beiden konkaven Teile, in der Richtung zum Hufgelenk, sind mit hyalinem Knorpel überzogen. In mittleren Bereich am oberen Rand des Strahlbeins sind kleine Gefäßlöcher zu finden. Am unteren Rand sehen wir eine Reihe mit verschieden großen Gefäßlöchern. Halt gibt das Strahlbein-Hufbeinband (Lig. Sesamoideum distale impar) sowie die paarigen Seitenbänder des Strahlbeins (Fesselbein-Strahlbein-Hufbeinbänder), die sehr elastisch sind und deshalb bei unsachgemäßer Hufbearbeitung (zu niedrige Trachten) großer Belastung ausgesetzt sind. Die palmare Fläche des Strahlbeins ist von Faserknorpel bedeckt, der die Gleitfläche vor Abnutzung schützen soll. Zwischen dieser Schicht und der tiefen Beugesehne liegt ein Schleimbeutel (bursa podotrochlearis). Er polstert die über das Strahlbein gleitende Beugesehne.
Anzeichen:
Betroffene Pferde zeigen eine unregelmäßige, aber fortschreitende Lahmheit (meistens) der Vorderhand, es können beide Füße betroffen sein, müssen aber nicht. Nach schwerer Arbeit bilden sich diese Symptome aus. Eine verkürzte Schrittlänge, schlurfender Gang und leichtes stolpern gehen einher. Die einsetzende Zehenfußung ist ein weiteres Signal, deutlich am Abrieb des Tragrandes im Zehenbereich zu erkennen - das Pferd versucht den Trachtenbereich zu entlasten.
Besteht die Krankheit über längere Zeit, verändert sich die Hufform. Aufgrund der zehenlastigen Fußung bilden sich höhere, engere Trachten.
Diagnose:
Zehenbeugeprobe, Röntgendiagnostik, diagnostische Anästhesie (Leitungsanästhesie der nervi digitales palmares und/oder der bursa podotrochlearis), Feststellen der Fußung und der Bewegung, Abtasten der mittleren Strahldrittels mit der Hufuntersuchungszange. Einschränkungen (ähnliche Anzeichen): Ostitis des Hufbeins, Sohlenquetschungen, tiefe Schale, Zehengelenksrthritis, Arthrose.
Behandlung:
In erster Linie ist festzustellen, dass Knochenveränderungen nicht heilbar sind, also degenerativ. Mit dem Wissen, dass eine Lahmheit nicht zwingend einhergehend ist, ist es umso wichtiger, neben der medizinischen Versorgung durch den Veterinär eine adäquate und orthopädisch sinnvolle Hufbearbeitung einzuleiten. Diese kann schon zur deutlichen Verbesserung führen. Aus unserer Sicht ist ein Beschlag nicht die Lösung., da die Verbesserungen auf eine abrupte Veränderung des Fesselstandes und in zweiter, auf den nicht mehr funktionierenden Tastsinn zurückzuführen sind (Kontakt Strahl/Boden nicht mehr vorhanden), eine dauerhafte Lösung ist also nicht erreicht. Im Gegenteil, durch die Unterdrückung des Schmerzempfindens geht das Pferd unsensibel mit der Gliedmaße um, was die Situation verschlechtern kann. Siehe auch Argumente gegen den Eisenbeschlag. Mittels Huforthopädie sollte eine gleichmäßige Hufform und eine zur Anatomie des Pferdes passende, regelmäßige Fuß-Fessel-Achse hergestellt werden, physiologisch verträglich und ohne negative Einflüsse. Die Reduzierung des Zuges der Beugesehne, eine positive Entwicklung, tritt so automatisch als Folge der huforthopädischen Arbeit ein.
Viel diskutiert ist die Neurektomie (Durchtrennung der Nerven). Wegen der diversen Komplikationen ist sie aus unserer Sicht nicht angeraten. Eine dauerhafte Desensibilisierung ist auch wegen der möglichen Regeneration der Nerven fragwürdig. So können Nervenäste zu weiterem Schmerzempfinden führen, Neurome können entstehen, vernarbtes Gewebe kann die Blutversorgung des Hufes beeinträchtigen (dies kann Veränderungen der Hornbildung bedingen). Mögliche Veränderung der tiefen Beugesehne, die aufgrund der fehlenden Schmerzsensibilität uneingeschränkte Belastung erfährt, können eine Ruptur (Zerreißung) begünstigen.
lg Heike
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Noch was gefunden
Bei der sog. Hufrollen- oder Strahlbeinerkrankung handelt es sich nicht um eine Erbkrankheit! Die Ursache für diese Krankheit ist vielmehr in einer verformten Hufkapsel zu suchen!
Hierfür sind u.a. eine deformierte Hufforn, Bewegungsmangel während der Aufzucht und Hufbeschlag verantwortlich. Durch Quetschungen und Druck des Hufhornes in der Nachbarschaft des Strahlbeinkomplexes (Sehnen, Schleimbeutel, Strahlbein, Gelenk) entzündet sich diese Region.
Wenn der Huf mit Hilfe von Keileisen oder Plastikkeilen steiler, d.h. mehr auf die Spitze gestellt wird, werden die Trachten entlastet und dadurch die Quetschungen verringert. Dies kann zwar zu einer momentanen Besserung führen, Heilung ist durch diese beschlagsorthopädischen Maßnahmen nicht zu erwarten.
Die Ursachen, also die Quetschungen durch das Kapselhorn, müssen beseitigt und der Huf ohne Beschlag allmählich in eine physiologische Form gebracht werden.
Wenn gleichzeitig die Lebensbedingungen für das Pferd günstig sind (24 Stunden freie Bewegungsmöglichkeit), klingt die Entzündung nach einigen Wochen ab und die Leiden verschwinden.
Mittlerweile konnten nach der Methode von Frau Dr. Strasser in Deutschland mehr als 100 Pferde mit der Diagnose Podotrochlose (Hufrollenerkrankung) geheilt werden.
lg Heike
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danke
aber mal eine frag: würdet ihr ein Pferd das angeblich seit 2 jahren keine hufrolle mehr hat kaufen? meine freundin möchte sich ein pferd kaufen, dass seit 2 jahren keine mehr hat... für 400 ? ... ich weiß nicht
ich würde da glaub ich die finger von lassen...
eva
Oh je, das ist eine schwierige Frage.... Wenn sie sich in genau dieses Pferd verliebt hat würde ich folgendes machen:
Sie soll sich einen Tierarzt ihres Vertrauens holen und der soll das Pferd durchchecken. Er wird ihr mehr sagen können als der Vorbesitzer oder andere Leute. Hat der (Vor)besitzer ein reines Gewissen wird er dem kommentarlos zustimmen.
400 ? ist natürlich sehr wenig Geld, riecht eigentlich nach einem faulen Ei im Nest? Wie alt ist das Pferd?
Lieber würde ich vorher noch nen Hunderter für TA ausgeben als hinterher ein krankes Pferd zu haben!!!
Der TA ist eine neutrale Person der ihr ganz sicher sagen kann ob sie das Pferd kaufen kann / soll oder lieber nicht. Spart nicht am falschen Ende!!!
lg Heike
lg Heike
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genau das finde ich auch! ich wäre mir da nicht so sicher! das pferd hat sie irgendwo im www gefunden und möchte es gerne kaufen....Original von cascatell
400 ? ist natürlich sehr wenig Geld, riecht eigentlich nach einem faulen Ei im Nest? Wie alt ist das Pferd?
lg Heike
Alter? keine ahnung... ich glaube 7?? keine ahnung...
ich glaube ich werde sie davon abbringen... weil das ist doch doof wenn sie sich ein pferd kauft, dass krank ist und sie es nicht reiten kann...![]()
lg eva
Ganz wichtig: Man kauft NIE ein Pferd -egal wo es her kommt- ohne tierärztliche Ankaufsuntersuchung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lieber 100-200 ? JETZT für den TA für die Untersuchung zahlen als hinterher für ein liebgewonnenes Tier unmengen von ? für TAe zu zahlen und zum bitteren Schluss es doch erlösen müssen oder im besten Falle auf einen Gnadenbrothof zu bringen.
lg Heike
lg Heike
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Man muss es mal offen sagen: 400 ? ist unter Schlachtpreis, da kann was nicht stimmen !!!!!!!!!! Möchte es nicht mies machen, nur zum vernünftigen Nachdenken anregen
lg Heike
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Finger von weg lassen!!!!
Davon abgesehen hab ich auch schon mal ein Pferd ohne Ankaufsuntersuchung gekauft..ging gut..würd ich jetzt aber nicht noch mal machen...
ok chef :aug35:![]()
ich weiß auch nicht ob sie das pferd jetzt kaufen möchte...
eva