Original von FurryCur
Warum sollte man auf einem Gestüt einen Border Collie nehmen? Soll der die Pferde hüten?
Vom Border Collie würde ich klar abraten, es gibt viele die mit 5 Stunden Action am Tag, Erlebnis-Spaziergängen, Agi und Dogdance ausgelastet sind, aber es gibt auch immer wieder viele, die ja "als Familienhunde" gezüchtet plötzlich doch einen tierischen Hütetrieb haben und dann unterfordert zu echten Problemhunden mutieren wenn sie etwa 3 Jahre alt sind.
Hovawart hat einen starken - wie der Name schon sagt - (Hof-)Wachtrieb, ob das so ideal ist für ein Gestüt, wo ja sicher auch oft fremde Menschen hinkommen - würde ich auch von abraten.
Husky - nein, passt gar nicht zu deinem Umfeld, meine Meinung. Mag ein anderer anders sehen, aber für mich gehört ein Husky nicht in die von dir beschriebene Lebenssituation.
Tervueren kenne ich keinen persönlich, von dem könnte ich mir aber schon eher vorstellen, dass er für dich in Frage käme. Ideal würde ich ihn allerdings nicht nennen.
Alaskan Malamute - noch mehr nein als Husky.
Labrador Retriever könnte ich mir mit entsprechender Erziehung sehr gut auf einem Gestüt vorstellen. Es sind Arbeitshunde mit reichlich Kondition, richtig sozialisiert sind sie im Allgemeinen sehr kontaktfreudig und kommen so auch mit "viele Fremde auf *meinem* Hof" Situationen zurecht.
Aussie ist ja inzwischen zu einem echten Modehund unter den Reitern mutiert. Besser als wenn er als reiner Stadthund unterfordert vor sich hin verdummt. In Anbetracht der Tatsache, dass hier tagtäglich eine Menge Reiter mit erwachsenen, gut sozialisierten und scheinbar ausgelasteten Aussies unterwegs sind, würde ich sagen, dass auch diese Rasse für dich in Frage käme. Schwierig wird es aber, wenn du ein "Hardcore Exemplar" erwischst, dass dann anfängt überdreht die Pferde wie Rinder zu treiben. Denn auch Aussies haben es wirklich in sich, es sind hochintelligente und sehr arbeitsintensive Hunde, nur weil sie neuerdings angeblich perfekte Familienhunde sind (die sich quasi selbst erziehen

) heißt das ja nicht, dass das auch stimmt. Ich kenne eine Menge Aussies, alle werden vom Halter gefordert und gefördert, aber man kann sagen, dass trotzdem etwa die Hälfte mehr oder weniger stark verhaltensauffällig ist. Es ist eben wirklich ein Arbeitstier.
Eurasier - finde ich persönlich zu lahmar***ig. Ist sicher ein toller Hund, aber es dürfte für dich noch schwieriger und langwieriger sein an einen (guten) Eurasier zu kommen, als auf den Wurf der Hündin von der Freundin zu warten.
Ehrlich: ich würde dir den Labbi empfehlen, mit entsprechender Erziehung muss aus dem Hund ja kein "Labbinator" werden, der alle irre macht mit seinem trampelig-ungezügeltem Verhalten (von solchen Labbis gibt es hier unzählige, leider...).
LG!