Wenn wir Bilder von Rassehunden anschauen und mit ihrem heutigen Aussehen vergleichen, sind manche Rassen nicht wieder zu erkennen.
Die Hunde hätten sich eben weiterentwickelt, aber der Rassestandard - wofür Hunde eigentlich gezüchtet wurden - ändert sich nicht.
Bei nahezu jeder Rasse hat sich das Aussehen geändert. Es handelt sich um eine teilweise übermässige Betonung einzelner Körpermerkmale. Immer kleiner, immer größer, immer kürzer, immer länger.
Zum Beispiel gibt es immer mehr Käufer von eng. Bulldoggen, die lieber einen Hund hätten mit einer normalen Nase, damit nicht jeder Atemzug sich wie ein erbarmungswürdiges Röcheln anhört. Setzen sich diese positiven Nachfragen durch, wird es auch bald Züchter geben, die auf solche Nachfragen reagieren.
Jahrhunderte lang wurden Hunde fast ausschliesslich im Hinblick auf ihre Verwendbarkeit gezüchtet - auch Zwerghunde, die den feinen Damen die Flöhe aus dem Bett fangen mussten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trat der Gebrauchszweck in den Hintergrund und die Schönheit wurde von großer Bedeutung.
Zwar sagte Rittmeister von Stephanitz: " ein guter Hund kann keine schlechte Farbe haben", aber das hinderte ihn nicht auch zu sagen, der weise Schäferhund sähe "blöde" aus. Das war mit ein Grund, warum die weise Farbe aus dem Standard gestrichen wurde.
Die Hunde wurden genau beschrieben, wobei ein einzelner Hund als Prototyp betrachtet wurde. Wenn man sich die Hunde von Heute betrachtet, haben die meist nichts mehr mit den beschriebenen Prototypen zu tun. Dabei komme ich mal auf die Frage, wie kann ein Hund eine Ausstellung gewinnen, der überhaupt nicht so aussieht, wie es einst im Rassestandard festgehalten wurde?
So, nu schreibt mal was! Ich finde das Thema nämlich gar nicht so schlecht!![]()



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