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  1. #1
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard Haben Rassehunde noch Zukunft?

    Wenn wir Bilder von Rassehunden anschauen und mit ihrem heutigen Aussehen vergleichen, sind manche Rassen nicht wieder zu erkennen.

    Die Hunde hätten sich eben weiterentwickelt, aber der Rassestandard - wofür Hunde eigentlich gezüchtet wurden - ändert sich nicht.

    Bei nahezu jeder Rasse hat sich das Aussehen geändert. Es handelt sich um eine teilweise übermässige Betonung einzelner Körpermerkmale. Immer kleiner, immer größer, immer kürzer, immer länger.

    Zum Beispiel gibt es immer mehr Käufer von eng. Bulldoggen, die lieber einen Hund hätten mit einer normalen Nase, damit nicht jeder Atemzug sich wie ein erbarmungswürdiges Röcheln anhört. Setzen sich diese positiven Nachfragen durch, wird es auch bald Züchter geben, die auf solche Nachfragen reagieren.

    Jahrhunderte lang wurden Hunde fast ausschliesslich im Hinblick auf ihre Verwendbarkeit gezüchtet - auch Zwerghunde, die den feinen Damen die Flöhe aus dem Bett fangen mussten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trat der Gebrauchszweck in den Hintergrund und die Schönheit wurde von großer Bedeutung.

    Zwar sagte Rittmeister von Stephanitz: " ein guter Hund kann keine schlechte Farbe haben", aber das hinderte ihn nicht auch zu sagen, der weise Schäferhund sähe "blöde" aus. Das war mit ein Grund, warum die weise Farbe aus dem Standard gestrichen wurde.

    Die Hunde wurden genau beschrieben, wobei ein einzelner Hund als Prototyp betrachtet wurde. Wenn man sich die Hunde von Heute betrachtet, haben die meist nichts mehr mit den beschriebenen Prototypen zu tun. Dabei komme ich mal auf die Frage, wie kann ein Hund eine Ausstellung gewinnen, der überhaupt nicht so aussieht, wie es einst im Rassestandard festgehalten wurde?

    So, nu schreibt mal was! Ich finde das Thema nämlich gar nicht so schlecht!
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #2
    Candy
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    Ich finde Rassehunde die basolut überzüchtet sind schrecklich!

    Fängt bei der Bulldogge und beim Mops an. Wie schon erwähnt bekommmen sie durch diese Qualzüchtungen Probleme mit dem Luftholen.Einige können nicht mal normal fressen weil das ganze Gesicht so flach ist das sie die Futterschüssel nicht mal bis zum Boden erreichen?!?

    Und die Nackthunde..wer brauch nackte Hunde? Man muss sie vor Kälte und Sonne schützen*autsch*

    Der deutsche Schäferhund in seiner Ursprungsform ist ein klasse Hund!Doch was aus ihm gemacht wurde ist einfach nur schrecklich.Stark abfallendes Heck..Karnickelartige Hinterläufe..man nimmt in Kauf das HD vorprogrammiert wurde :sad:
    Aber es gibt auch da Aussnahmen!!!

    Oder die kanzen Riesenzüchtungen.Je größer und schwerer um so besser.Das diese Hunde niemals richtig alt werden können ist klar.Oder die Mini Züchtungen*augenroll*

    Ich habe nix gegen Rassehunde aber ich würde mir nie einen zulegen.Ich denke die Gefahr das dieser Hund Probleme bekommt ist einfach größer als bei einem Mischling.Wobei ein großer Mischling genau so schnell an etwas erkranken kann...

    Wenn man dann noch überlegt was so ein Rassehund kostet und was dann noch alles für Kosten auf einen zukommen können wenn dieser Hund an einer ich nenne es mal Rassekrankheit erkrankt auf einen zukommen dann überleg ich mir doch was ich eigendlich will.

    Ich wollte nur einen großen gesunden Hund mit dem ich und meine Familie Spaßhaben können.Der unser Grundstückb# bewacht und treu ist.

    Wenn ich auf Zuchtausstellungen gehen wollte hätte ich mir einen Rassehund geholt.

    Aber ich kann verstehen wie man einer Rasse mit Haut und Haar verfallen kann.Ich wollte immer einen Molosser haben..tja es kam anders.

    Und wenn wirklich nur die Guten Züchter züchten würden und nicht die ganzen Hobbyvermehrer dann würde es um die Rassehunde vieleicht besser aussehen.Wobei es wird gezüchtet was der Käufer verlangt...

  3. #3
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard

    Toller Beitrag! Ich bitte nun auch die anderen mal um ihre Meinung.

    habe da auch noch 2 Hunde, die nicht mehr dem Rassestandard entsprechen.

    1. der Bedlington Terrier

    er wurde 1905 als ein ziemlich flachrückiger Hund dargestellt. Heute hat er einen Katzenbuckel und einen Schafskopf. Außerdem leidet diese Rasse an der Kupferspeicherkrankheit, was weniger mit dem Aussehen, wohl aber mit falscher Zuchtauslese zu tun hat, in der ein Siegertitel wichtiger war als die Gesundheit.

    2. Berhardiner

    Der war, 1936, mal ein agiler, schlanker Hund mit funktionellem Körperbau. Heute ist er Fett, kann kaum noch aus den Augen sehen, und mit dem laufen ist es auch schwieriger geworden.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

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  4. #4
    Candy
    Gast

    Standard

    Ich glaube der Bernhardiner musste früher auch einfach schlanker sein sonst hätte er bestimmt nicht so viele Menschen retten können :grübl:

    Hab leider noch nie einen etwas schlankeren Bernhardiner gesehen.Wahrscheinlich da bin ich ganz ehrlich würde er mir wahrscheinlich nicht gefallen weil das Bild was ich von einem Hund dieser Rasse einfach schon so fest im Gehirn verankert ist

    Genau so ist es auch beim Dobermann.Ich bin absolut gegen kupieren aber ein Dobermann mit Schlappohren sieht einfach aus wie ein Riesen Rehpinscher

  5. #5
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Ich glaube der Bernhardiner musste früher auch einfach schlanker sein sonst hätte er bestimmt nicht so viele Menschen retten können
    Im Schnee ist ein schlanker wohl besser, der bricht nicht ein. Aber im Wasser ist ein dicker ganz gut, Fett schwimmt immer oben.

    Wustet ihr eigentlich, dass die alten Ägypter auch schon Hundezucht betrieben haben? Sie hatten einen Haushund, den Tesem, die Form des Hundes hat sich bis heute im Mittelmeerraum erhalten. Die sahen aus wie ein Podenco. Neben dem Tesem züchteten die Ägypter auch noch einen kleineren, hängeohrigen Hund vom Typ unserer Bracken.

    Mitgeholfen zur Bildung von Rassen hat auch die Meinung damaliger Jäger (Mittelalter). Sie meinten, dass bestimmte körperliche Merkmale mit bestimmten Leistungen gekoppelt sind. Zum Beispiel, wer Hängeohren hat, hat auch eine besonders gute Nasenleistung. Zu Beginn der Reinzucht des Berner Sennenhundes wurde sogar überlegt, ob die Spaltnase nicht als ein Zeichen besonderer Wachsamkeit in den Standard aufgenommen werden sollte. Den letzten Hund mit Spaltnase gab es 1950 im TH Bern.

    Heute wird über eine solche Ansicht gelächelt, aber der Navarro, spanischer Vorstehhund, wird immer noch mit Spaltnase gezüchtet, weil die Jäger der Meinung sind, ein solcher Hund bringe eine gute Nasenleistung.

    Wenn man diese Ansichten in die heutige Zucht übernimmt, dann frage ich mich, warum der Mops, Bulldogge ... keine Nasen mehr haben. Hängeohren haben sie doch auch, nur riechen können sie nicht mehr. :grübl:
    LG Dana

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  6. #6
    FurryCur
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    Standard

    Zu den gesunden (gesünderen?) Mischlingen fällt mir nur ein, dass Mischlinge oft Mixe von Rassehunden sind. Dazu noch häufig unkontrollierte. Während von guten Züchtern reiner Rassen Wert auf Gesundheit und Vermeidung von Erbkrankheiten geachtet wird (werden sollte), guckt beim Mischling kein Mensch drauf. Ist halt ein Mischling, und "robust noch dazu - ist ja schließlich ein kein reinrassiger"... Durch Hinterhofvermehrer und die Massenproduktion von Modehunden aber tritt die Gesundheit verstärkt in den Hintergrund und die Optik (wenn überhaupt) gewinnt dafür an Wert.
    Ich würde mir in Zukunft nur noch einen Rassehund holen von einem Züchter den ich sorgfältig ausgewählt habe, dafür nehme ich auch den horrenden Preis in Kauf. Denn da kann ich mir wenigstens halbwegs sicher sein, dass bei den Elterntieren und auch in vorangegangen Generationen auf Gesundheit geachtet wurde. Diese Sicherheit habe ich bei praktisch keinem Mischling. Den lebenden Beweis dafür habe ich seit 2 Jahren bei mir, ein ach-so-robuster Mischling...wenn ich mal 3 Wochen nicht beim Tierarzt war, ist das echt verdammt lange!
    Mit den verschrobenen Ideen wie ein Hund einer bestimmten Rasse aussehen soll... nun ja, das findet man leider nicht nur bei Hunden. Katzen, Kaninchen, Tauben, ... alles was man züchten kann, wird vom Menschen über kurz oder lang übertrieben, siehe auch gigantische Schweine, Monstereuter von Milchkühen usw.
    In manchen Ländern lassen sich Frauen mehrfach die Beine brechen um sie dann verlängert wieder zusammenwachsen zu lassen oder stecken ihre Füße von Kindheit an in zu kleines Schuhwerk damit sie "niedlich" bleiben, damit werden sie aber völlig verstümmelt, Lippenaufspritzen, Facelifting,... alles nur um irgendwelchen verschrobenen Ideen von "Ästhetik" zu entsprechen. Da finde ich ja manches Mal einen sabbernden, augentriefenden Monsterbernhadiner noch fast harmlos.
    Ich habe übrigens einmal 2 Exemplare kurfelliger, schlanker Bernhadiner gesehen. Wunderschöne Tiere, aber auch die haben gesabbert wie Wasserfälle...
    LG,
    Verena.

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