Der Belgische Schäferhund wird in 4 Fellvariationen gezüchtet:
* Groenendael, langhaarig, schwarz
* Laekenois, rauhaarig
* Malinois, kurzhaarig
* Tervueren, langhaarig, rotbraun, falb, schwarz gewolkt
Der Belgier hat einen leichten Knochenbau und eine elegante Gesamterscheinung. Dadurch, dass er seinen Kopf recht hoch trägt (eine Winkelung von fast 90 Grad von Hals zu Rückenlinie im Vergleich zu ca. 45 Grad beim heutigen Deutschen Schäferhund), wirkt dieser Hund sehr edel und stolz ohne Übertreibungen. Sein Kopf soll trocken (eng anliegende Haut) und nicht grob sein. Stop (Stirnpartie) und Nasenoberrücken sollten nahezu parallel sein. Im Gegensatz zum Deutschen Schäferhund, der rechteckig, d. h. länger als hoch ist, ist der belgische Schäferhund im Idealfall quadratisch gebaut und wenig gewinkelt. Seine Schulter ist steil abfallend und die Hinterhand sehr wenig gewinkelt, d. h. sie steht eher unter dem Körper. Dadurch ist der Gang des belgischen Schäferhundes weniger ?raumgreifend?. Die steile Hinterhandwinkelung erklärt aber auch die Geschwindigkeit und Wendigkeit sowie das herausragende Springvermögen dieses Hundes und zeigt die Zweckmäßigkeit seines Gebäudes für die vorgesehenen Einsatzzwecke. Am besten sieht man diese Unterschiede zum allseits bekannten DSH beim Malinois.
Gesundheit
Der belgische Schäferhund bleibt durch sein gesundes, zweckmäßiges Gebäude von den meisten typischen Krankheiten mittelgroßer und großer Hunde, wie HD und ED, Spondylose oder Herzbeschwerden größtenteils verschont. In den meisten Rasseratgebern wird man unter dem Punkt rassetypischer Krankheiten beim Belgier einen Strich finden. Lediglich Epilepsie tritt ab und zu auf. Außerdem bleiben die meisten Belgier bis ins hohe Alter (14 Jahre und mehr sind keine Seltenheit) fit und agil.
FCI - Standard Nr. 15
Patronat Belgien
Klassifikation FCI
Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde;
Sektion 1: Schäferhunde
Rassenamen Chien de Berger Belge (15) (Belgischer Schäferhund)
Varianten anhand des Fells.
Groenendael, Laekenois Malinois, Tervueren
Widerristhöhe Rüden 62 cm,
Hündinnen 58 cm jeweils minus 2 cm und plus 4 cm
Gewicht Rüden etwa 25?35 kg,
Hündinnen 20-25 kg
Der Malinois ist ein begehrter und ausgezeichneter Arbeits- und Sporthund; der Laeken ist in Deutschland sehr selten, es gibt nur einen einzigen Züchter, und selbst in seinem Ursprungsland, Belgien, gibt es nur sehr wenige Hunde dieser Varietät. Einig namhafte Züchter sind aber auch in Holland, Dänemark und Norwegen zu finden.
Die ?Belgier? sind allesamt äußerst lebhaft, wachsam, sehr kinderlieb und müssen unbedingt in eine Familie integriert werden, der sie dann auch bedingungslos vertrauen können. Sie sind intelligent aber auch sehr sensibel; sie sind verspielt, meist bis ins hohe Alter, und lieben das Wasser und Schwimmen über alles.
Der Laeken ist der ruhigste Vertreter der Rasse. Er hat zwar auch das typische unbändige Temprament der übrigen Belgier, ist aber insgesamt etwas gelassener. Das rauhe Haar des Laeken soll zerzaust wirken und ist das, was den Laeken charakterisiert. Durch diese Haarart ist er einfach ein ?Exot? unter den Belgiern und auch unter allen übrigen Hunderassen, aber das macht ihn auch besonders interessant.
Auch die langhaarigen Groenendael Varietäten sind sehr pflegeleicht: es gibt nur einen Fellwechsel (Unterwolle komplett) pro Jahr, ansonsten haaren sie so gut wie gar nicht; Schmutz fällt beim Trocknen ab.
- Wichtig: Es ist die einzige Hunderasse ohne EIGENGERUCH !
- Ausbildung: für alle Ausbildungen geeignet; insbesondere zu sportlichen wie
Agility und Breitensport.
Der Groenendael ist ein "Langsam- und Spätentwickler", aber dadurch bekanntermaßen extrem arbeits-/lernfähig und -willig.
ER BEVORZUGT SPORTLICHE FAMILIEN.
Für seine Haltung ist nicht unbedingt ein Garten erforderlich (wenn auch
erwünscht), wenn man ihm genügend Beschäftigung und Auslauf (2-3 Std. täglich)
gewährt.
Am wohlsten fühlt sich der Groenendael als typisches Rudeltier bei seiner Familie.
Sein Hütetrieb läßt ihn Familie und Haus immer aufmerksam bewachen.
Wesen, Haltung:
Es fällt generell schwer, die vier belgischen Schäferhunde ihrem Wesen nach zu unterscheiden, doch der Tervueren bringt sicherlich besonders viel Eigeninitiative und Unternehmungsgeist mit sich. Er ist ein erstklassiger Wächter, egal ob in Wohnung, Garten, Ferienhaus, Werkstatt, Café oder Hof. Bei ihm ist alles in sicheren Pfoten. Wer dennoch unbefugt auf sein Grundstück will, der wird sein blaues Wunder erleben. Denn der Tervueren fackelt nicht lange, und wird schnell böse. Auch Armee und Polizei machen sich seine Qualitäten zu nutzen. Interessant ist jedoch sein unterschiedliches Verhalten bei Tag und Nacht. Hat das Café geöffnet, so bewegt er sich freundlich unter den Gästen. Kaum wird jedoch abgeschlossen, ist es vorbei mit dem Vertrauen. Selbst Bekannte läßt er dann kaum noch an sich heran.
Der Tervueren ist ein sehr umgänglicher Hund. Wenn sein Herrchen, und damit auch der Hund, in einer Wohnung wohnt, und der Hund gut erzogen ist, weiß er sich dort auch zu benehmen und den Teppich und sämtliche Möbel an ihrem Platz lassen. Aber das ist kein Leben für ihn. Ideal wäre ein Haus mit Garten. Und wenn mal wieder Haarwechsel angesagt ist, dann nimmt er auch Vorlieb mit der Hundehütte im Garten. Hier wird er sich wohlfühlen und immer auf Beobachtungsposten sein. Wenn er Stroh in seiner Hütte hat, dann hält der Tervueren dort die Stellung - auch bei -10 Grad!
Ernährung, Pflege:
Pro Tag braucht er etwa 450 g Fleisch, 220 g Gemüse und 220 g Reis oder Nudeln. Die Vitaminzusätze sollten auch nicht fehlen. Wem das zu teuer erscheint, kann dem Hund auch Fertigfutter geben.
Farbe:
"Fauve charbonné", heißt rötlich braun mit rußigem Anflug.
Das Fell verlangt nach regelmäßigem Bürsten. Die Haarknoten sollte man vorsichtig rausschneiden. Die Augen, Ohren und die Zähne werden auch regelmäßig gereinigt. Wenn er öfter auf Rasen als auf Asphalt spazieren geht, sollte man seine Krallen ab und zu kürzen



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