Grönlandhund

Typ - Wolfsartig

Herkunft - Skandinavien

Grösse ? Mittel

Wiederristhöhe ? Rüden : 60 cm
Hündin : 55 cm und mehr.

Idealgewicht - 30 kg

Verwendung - Schlitten ? und Begleithund

Herkunft und Geschichte

Der Grönlandhund ist ein typischer Schlittenhund, der seinen Ursprüngen treu geblieben ist. Dieses außergewöhnlich robuste und ausdauernde Tier hat sich über lange Zeit sein ausgeprägtes Rudelverhalten, seinen kräftigen Jagdinstinkt sowie seine Freude an der Zugarbeit erhalten.
Der Grönlandhund gehört zu den ältesten Hunderassen. Für die Inuit war er überlebenswichtig und wurde schon immer als Transport- und Jagdhund, aber auch als Fleischreserve für schlechte Zeiten verwendet. Die Zuchtwahl erfolgte aus diesem Grunde hauptsächlich aufgrund von Eigenschaften wie Kraft, Robustheit, Zähigkeit und Ausdauer. Auch wurde ein attraktives äußeres Erscheinungsbild angestrebt.
Einige Fachleuten zufolgen stammt der Grönlandhund vom Polarwolf ab, mit der er einige körperlichen Merkmale wie etwa die schrägen Augen und den kräftigen Hals oder den Meuteinstinkt gemeinsam hat.
In Europa erlangte diese Rasse im 19 Jahrhundert eine gewisse Berühmtheit, als sie maßgeblich zur ersten erfolgreichen Polarexpedition beitrug.

Körperbau

Diese Rasse besitzt einen kräftigen und muskulösen Körper mit einem breiten Kopf und ausgeprägten, aber nicht markanten Stop. Die Schnauze ist kräftig , keilförmig und endet in einem schwarzen Nasenspiegel ,der im Sommer fleischfarben werden kann.Die vorzugsweise dunklen Augen stehen leicht schräg und sind weder hervorquellend noch tief liegend. Die kleinen, dreieckigen Ohren mit abgerundeter Spitze werden aufrecht getragen. Das Fell kann sämtliche Farben aufweisen und ein- oder mehrfarbig sein. Es besteht aus eher langen, geraden , rauen Deckhaaren, die weder gewellt noch gekräuselt sind, und einer dichten, weichen Unterwolle. Die kräftige, eher kurze Ringelrute ist hoch angesetzt.

Temperament

Der Grönlandhund ist vor allem ein Gemeinschaftstier , das sich in der Gruppe wohl fühlt und eine feste Autorität spüren muss. Dieser treue und anhängliche Hund hängt nicht nur an einer Person, sondern kann sich bei einem Besitzerwechsel sogar an einen neuen Herrn gewöhnen .Diese Rasse eignet sich nicht als Wach- oder Schutzhund, die Tiere streben nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Pflege

Das Fell des Grönlandhundes muss regelmäßig gebürstet werden, besonders während des Haarwechsels.

Lebensbereich

Der Grönlandhund ist zwar das raue Klima des hohen Nordens gewöhnt, verträgt aber auch milde Temperaturen problemlos. Er ist für das Leben in einer Wohnung nicht geeignet.