[GLOW=#4169E1]Thai-Ridgeback[/GLOW] [GLOW=#2E8B57](Thailand Ridgeback Dog o. Phu Quoc Hund)[/GLOW]
Allgemeines
Es existieren Hunde mit Ridge in fünf anderen Ländern auf der Welt, ausser in Afrika, auf der Insel Phu Quoc (ehemaliger Golf von Siam - heutiges Vietnam), in Kambodscha, südliches Thailand wo diese Hunde "Mha Kon Klab" genannt werden, auf der Insel Timor (Golf von Indonesien) wo sie "Riscas" genannt werden und im südlichen Angola/Afrika, auf der "Bucht der Tiger" Insel.
Diese einzigartige Rasse ist außerhalb Ostthailands relativ unbekannt. Thai Ridgeback, der in seiner Heimat einfach Mah Thai (Thai-Hund) genannt wird, hat jahrhundertelang als Hüter von Haus und Hof und als Jagdhelfer im dichten Dschungel gedient. Der Thai Ridgeback ist ein begnadeter Sichtjäger, furchtlos, sehr aufmerksam, schnell und wendig, mit exzellenter Trittsicherheit in schwierigstem Gelände und hervorragendem Sprungvermögen. Sein Körperbau ist typisch für eine Kreuzung zwischen einem spitzartigen Hund und einem Primitivhund.
Asiatische, alte Hunderassen, besitzen immer eine mindestens schwarz-blau gefleckte Zunge, wenn nicht eine ganz dunkelblau bis schwarz gefärbte. Das Zahnfleisch ist rosa bis rot, an der Zahnwurzel schwarz. Der Gaumen und das Zahnfleisch können bis zu einfarbig schwarzblau gefärbt sein. Urhunde besitzen ein schwarz abgehobenes Dreieck, einen Fleck oder Ring ungefähr im Bereich der Rutenmitte, oder eine dunkel auslaufende Rute.
Das Rassemerkmal des Thai Ridgebacks ist der Ridge (Kamm, Grat) auf dem Rücken des Hundes. Er wird durch Haare, welche in einer dem übrigen Haarkleid entgegengesetzten Richtung wachsen, beginnend am Widerrist bis hin zu den Hüfthöckern gebildet. Der Ridge soll möglichst sauber abgesetzt und symmetrisch sein. Der typische und rassebezeichnende Ridge ist bei der Geburt schon angelegt und kann verschiedene Formen haben.
Der Verband FCI hat die Rasse 1993 in ihrem Rassekatalog als eine alte, eigenständige Hunderasse der asiatischen Spitze, ein primitiver Jagdhund vom Urtyp aufgenommen und anerkannt. 1994 folgte die Rasseanerkennung durch den Verband des deutschen Hundewesens VDH, beantragt durch den CER e.V
Charakter
Der Thai Ridgeback ist ein noch sehr ursprünglicher Hund mit intakten kompletten Verhaltensketten und großer Ernsthaftigkeit. Er ist ausgeglichen, nervenfest und ohne Heimtücke - und er reagiert niemals blindlings. Innerhalb seines "Rudels", der Familie, ist er freundlich, anschmiegsam und anhänglich. Er besitzt ausgeprägtes Territorialverhalten, bewacht seine Sippe, Haus und Hof ohne besondere Ausbildung; für "sportliches Beißen" im Schutzdienst ist er jedoch völlig ungeeignet. Seine Jagdleidenschaft liegt ihm im Blut und sollte sinnvoll gelenkt werden.
Der Ridgeback ist hochsensibel und verträgt lautstarke, harte und ungerechte Behandlung nicht. Er ist ein spätreifer Hund und lange lernbereit und -fähig. Für eine Haltung im Zwinger ist er in keinem Fall geeignet. Ebenso taugt er nicht zum Innenstadthund in einem wenig natürlichen Lebensraum, hier wird ein Ridgeback mit seinem unverfälschten Verhaltensrepertoire auf Dauer verkümmern. Die Folgen reichen von Krankheiten und Verhaltensstörungen bis zum sprichwörtlichen "Schattendasein". Eine Neigung zu Erbkrankheiten zeigt die Rasse bisher nicht. Hingewiesen sei allerdings auf die sogenannte Dermoid Sinus, einen selten auftretenden Unterhautdefekt. Auch die Ernährung sollte artgerecht aus Frischkost (Fleisch, Gemüse etc.) bestehen - Fertigfuttermittel werden erfahrungsgemäß schlecht vertragen und führen auf Dauer beim Ridgeback zu gesundheitlichen Schäden.
Es ist eine große Verantwortung aller, die diese Rasse züchten und halten, den heranwachsenden Welpen die persönliche Zuwendung und die natürliche Umgebung zu bieten, die die großartige Veranlagung dieses Hundes entfalten und die er zum Wohlbefinden braucht. Die verfehlte Frühprägung wirkt beim Ridgeback besonders tragisch, ein verkümmerter Junghund bleibt ein Zerrbild dessen, was in ihm steckt und auch später niemals mehr zur Entfaltung kommt. Weder gehören diese Naturburschen in gekachelte Sterilität, in der sie wie wertvolle Puppen behandelt werden, noch gehören sie in Schuppen, Ställe oder Scheunen, abseits des menschlichen Alltags.
Welpen dieser sehr ursprünglichen Rasse nur in geeignete Hände abzugeben, ist eine ebenso bedeutsame Verpflichtung. Sie sind bei aller Gutartigkeit keine Hunde für den Ersthalter, sondern sehr spezielle Persönlichkeiten mit einem ausgeprägten Verhaltensrepertoire und großer Sensibilität, die Erfahrung in Hundeverhalten voraussetzt.
Die meisten Thai Ridgebacks halten nichts von Ballspielen und dergleichen, und sie schwimmen auch nicht gerade gern. Die besten Spielkameraden sind Tiere (Hunde) mit asiatischen Ursprung und hohem Aktivitätsniveau.
Thai Ridgebacks sind eine Liebhaber Rasse und daher nur für Menschen mit Verständniß für die Bedürfnisse dieser Rasse geeignet.
Aussehen
Größe des Thai Ridgeback: 58 - 66 cm
Thai Ridgebacks sind mittelgroße, kurzhaarige Hunde mit weichem, samtigem Fell. Rüden messen am Widerrist 56-61 cm, bei einem Gewicht von ca. 22-32 kg. Hündinnen messen am Widerrist 51-56 cm, bei einem Gewicht von ca.18-23 kg. Das kurze Fell ist von fast nackt bis kurzhaarig mit Unterwolle, glatt (Haarlänge max. 1 cm). Rote Hunde dieser Spezies haben ein Farbspektrum von schwarz, kastanienbraun, rot bis strohfarbig (falbe), wobei eine schwarze Maske, schwarze Nägel, eine mindestens gefleckte Zunge sowie eine dunkel auslaufende Rute zum Markenzeichen eines urtypischen Thai Ridgeback gehören. Die großen, dreieckegen Ohren sind steil aufgerichtet und leicht nach vorn geneigt. Seine Rute wird in leichter Krümmung vertikal aufrecht getragen. Je älter die Hunderasse desto mehr Farben hat sie, die pallete der TRD (Thai Ridgeback Dog) Farben gleicht der pallete der Farben der Shar-Pei hunde.
Bei manchen Hunden verfärbt sich der Pigment auf der Nasenspitze im Winter (besonders wenn es sehr kalt ist und Schnee liegt) rosa, wird aber im Sommer wieder dunkel.
Die meisten Hündinnen werden nur einmal im Jahr läufig.
Der Thai Ridgeback ist neben dem wohlbekannten Rhodesian Ridgeback die zweite Hunderasse mit dem Rige, neben dem Phu Quoc hund der von der FCI nicht annerkannt ist.
Fellfarbe und Beschaffenheit:
Farben Zeichnungen Haartypen
Basisfarben:
* Rot,
* Blau,(manchmal Lilac oder Lavendel, was blau ohne schwarzes Pigment bedeutet)
* Silberblau,(ist eigentlich keine eigene Farbe sondern Hunde mit extrem kurzem haarkleid, haben oft puderrosa anschlag)
* Schwarz,
* Falbe, (Rehfarben, Rehbraun)
verdünnte Farben (?dilute?, ohne schwarzes Pigment):
* alle Basisfarben,
* Rot,
* Hellfalbe
Sonderfarben:
* Isabella (falbe mit blauer Maske),
* Weiss
* einheitlich,
* schwarze maske
* schmetterling zeichnung am widerrist
* kurzhaar
* etwas längere Variante - bis max. 1 cm länge
Verwendung
Der Thai Ridgeback ist ein begnadeter Sichtjäger, furchtlos, sehr aufmerksam, schnell und wendig, mit exzellenter Trittsicherheit in schwierigstem Gelände und hervorragendem Sprungvermögen, dazu noch ein hervorragender Wachhund.
Erziehung
Der Thai Ridgeback ist sehr intelligent und kann viel lernen, ist aber auch eigensinnig und tut daher nicht immer, was man von ihm verlangt. Sein Herr muss deshalb taktisch vorgehen und über ein Maß an Geduld verfügen.
Obwohl sie ihrem Herrn treu ergeben sind, verhalten sie sich keineswegs sklavisch. Er zeigt viel Eigeninitiative und ist auch recht selbstständig.
Machen Sie aber nie den Fehler, diese Rasse zu hart anzupacken: so erreichen Sie nur, dass der Hund sie nicht mehr respektiert und sich entsprechend aufführt.
Gesundheit / häufige Krankheiten
Beim Dermoid Sinus handelt es sich um eine angeborene Erkrankung, welche vor allem beim Hunden der Rasse Thai Ridgeback und Rhodesian Ridgeback beobachtet wird. Die Erkrankung entsteht dadurch, dass in der embryonalen Entwicklung die Zellen, welche später einmal die Haut bilden, nicht ganz vollständig von jenen Zellen getrennt werden, welche später einmal das Nervensystem bilden. Daraus ergeben sich kanalartige Hautstrukturen, welche von der Hautoberfläche bis hinunter in die Wirbelsäule ziehen. Innerhalb dieser Kanäle befindet sich vollständig ausgebildete Haut mit Haaren und in der Haut vorkommenden Drüsen.
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