Huhu Dana,
Hab mich hier grad durchgekämpft, mir fehlt jetzt der theoretische Hintergrund, warum ist es schwierig mit Chandor zum Doc zu gehen, schiebt er da Panik?
Ich würde Dir ebenfalls raten, den Bewegungsapparat des Hundes mal tierärztlich kontrollieren zu lassen; nicht nur, weil da jetzt was war, sondern auch, um für die Zukunft Klarheit zu haben. Ich habe meinen Leo zu Weihnachten kastrieren lassen und in diesem Atemzug in den finanziell sauren Apfel gebissen, seine Hüften und seine Ellbogen röntgen zu lassen - Gott sei Dank ist da alles so gesund wie es nur sein kann. Die Wirbelsäule hinsichtlich CES zu röntgen steht nun noch aus, ich habs aber wegen der Finanzen vertagt, und ein Röntgenbild in Seitlage geht auch mal bei Bewußtsein.
Aufgrund Leos beachtlicher Körpermasse, meiner derzeitigen Wohnsituation und insbesondere um Klarheit zu haben, wie intensiv ich ihn zukünftig körperlich (auch hinsichtlich des Hundesports) belasten darf, war es mir sehr wichtig zu wissen, ob er eine Tendenz zu einer Skeletterkrankung zeigt oder nicht. Ich habe in den zweieinhalb Jahren, die Leo jetzt bei mir lebt, die unterschiedlichsten Einschätzungen zu seiner Gesundheit zu hören bekommen; teils von kompetenten, teils von laienhaften Meinungen. Äußerlich ist er ja ein schöner Ossi, hat nen geraden Rücken, ist gut bemuskelt, hat beim Traben guten Vortrieb aus der Hinterhand, pendelt für meinen Blick nicht. Vorn ein wenig ausgestellt, hinten etwas eng, aber alles so, daß ich mir dachte, hm, wird schon passen. Aber sicher war ich eben nie. Du glaubst aber nicht, was es für ein wirklich gutes Gefühl ist, wenn jemand zu Dir sagt, "Du, bei dem würd ich aber aufpassen, sieht aus wie HD/ED/CES/..." und Du kannst antworten "Nö, der ist kerngesund, habe ich röntgen lassen". Mach es, Du schläfst um Welten besser, kannst den Hund dann gezielt und realistisch einstufen und bewegen, und sparst Dir schlaflose Nächte sowie Rätselpostings im Forum.
Leo ist ein aggressiver, imposanter Angstbeißer vorm Herrn, vom äußeren Format sind sich unsere Jungs ja sehr ähnlich, das weißte ja. Da kenne ich aber nichts und mein Tierarzt glücklicherweise auch nicht, da kommen eben alle ran und die 47-Kilo-Killerplautze wird zu sechst behandelt, zwei zum Knuddeln, zwei zum Halten, einer zum Assistieren und ein Arzt und dann gehts los. Im schlimmsten Fall muß der Hund etwas sediert werden, um besser behandelbar zu sein, es ist ein geringer Preis für die Gewißheit, daß alles in Ordnung ist - oder eben nicht, aber dann weißt Du, wie weiter zu verfahren ist.



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Man kann auch ohne Hund leben , nur lohnt es sich nicht
LG Heike
