Wie oft brauchen Pferde eine Entwurmung? Pferde werden ihr Leben lang von Parasiten bedroht. Besonders Würmer können den Vierbeinern zu schaffen machen. Wenn diese nicht bekämpft werden, kann das Pferd erkranken. Außerdem ist es nicht in der Lage, die geforderte Leistung zu erbringen. Ein Wurmbefall äußert sich dadurch, dass das Pferd abmagert, schlecht frisst, keine Kondition hat und ein stumpfes Fell. Dies können natürlich auch Symptome von anderen Krankheiten sein, deshalb kann nur durch eine Kotprobe eine endgültige Diagnose gestellt werden. Mit dem Kot scheidet das Pferd Wurmeier und Larven aus.

Auf der Weide lauern die Plagegeister
Natürlich sollen Pferde möglichst viel Zeit auf der Weide verbringen. Allerdings ist die Pflege der Weide unbedingt notwendig, um eine Vermehrung der Würmer zu vermeiden. Ungepflegte Weiden erkennt man an den „Pferdeäpfelhaufen“, um die herum hohes Gras wächst. Die meisten Vierbeiner meiden diese Stellen. Dennoch lässt sich nicht ausschließen, dass dadurch Wurmeier und Larven in den Magen der Pferde gelangen. Die Weiden sollten deshalb zwei Mal in der Woche abgeäppelt werden. Regelmäßiges Mähen trägt ebenso dazu bei, dass die Parasiten keine Chance haben.

Entwurmung
Beim Tierarzt sind verschiedene Pasten erhältlich, die den Pferden ohne Probleme ins Maul gegeben werden können. Normalerweise erhalten Pferde und Ponys vier bis fünf Behandlungen im Jahr. Die Vierbeiner sollten auf jeden Fall zu Beginn und am Ende der Weidesaison also Anfang Mai und Ende/Anfang November eine Wurmkur erhalten.Dazwischen werden – je nach Dauer der Weidezeit – zwei bis drei weitere Kuren (Juni/Juli und August/September und Januar) verabreicht. Dabei werden die bei Pferden häufigen Rundwürmer (Palisadenwürmer) und die eher selten vorkommenden Bandwürmer (diese können bis zu 25 Zentimeter lang werden) und im Januar die Magendasseln bekämpft.
Die jetzt im November anstehende Entwurmung sollte vor allem gegen Magendasseln wirksam sein.

Hier der Überblick:
April/Mai
: Rundwürmer

Juni/Juli: Rundwürmer und Bandwürmer

August/September: Rundwürmer

Oktober/November: Rundwürmer, Bandwürmer, Magendasseln

Im Januar eventuell noch eine Zweitbehandlung gegen Magendasseln.

Das unreife Immunsystem junger Pferde und Fohlen ist besonders empfänglich für Parasiten. Diese Tiergruppen leiden daher noch stärker als erwachsene Pferde unter einer hohen Wurmbürde. Werden sie zu selten entwurmt, sind die Schäden besonders schwer. Daher gelten für diese Tiergruppen auch kürzere Behandlungsintervalle. Es sollten immer alle Pferde eines Bestandes entwurmt werden.

Tipp: Manche Pferde vertragen Wurmkuren nicht sehr gut und bekommen z.B. Durchfall. Hefe hilft, die gereizte Damflora wieder aufzubauen. Einfach einen halben Würfel frische Hefe unter das Futter mischen. Dann ist die Entwurmung von Pferden kein Problem.
quelle: www.pferde.de