Das Spielen findet sich bei einer Tierart umso ausgeprägter, je intelligenter ihre Individuen sind. Bei Hunden gibt es ein reiches Repertoir angeborener Spielformen, in ihrer Spiellust bestehen aber große individuelle und rassebedingte Unterschiede.
Solitärspiele
Sie sind immer auf ein Objekt bezogen, das auch der Hund selbst sein kann, z.B. wenn er versucht seinen Schwanz zu fangen. Andere Objekte sind Bälle, Lappen oder Äste. Sie können spielerisch herumgeworfen, geschleudert, geschüttelt, beknabbert und herumgetragen werden. Ein gegenstand kann belauert werden oder es wird um ihn herumgesprungen. Ein Tuch wird meist "totgeschüttelt". Eine weitere Möglichkeit ist das hochwerfen, auch den Mäuselsprung kann man damit üben.
Beutejagdspiele
Dabei übernimmt ein Hund immer die Rolle der Beute und der andere die des Wolfes.
Man kann sich aber auch anschleichen, ihm auflauern und den Partner "überfallen".
Imponiertragen
Der Hund versuch einen Meutegenossen durch herumtragen von Sachen in imponierhaltung zu beeindrucken bzw. herauszufordern. Manchmal wird auch ein Ball vorgeworfen und rasch wieder aufgenommen, bevor der Partner ihn erreichen kann. Spieltragen dient oft als Anlass für ein Verfolgungsspiel.
Beißspiele
Rennspiele ziehlen immer darauf ab, den Verfolgten spielerisch zu beissen. Dabei gibt es auch Ringkämpfe, Wobei die Partner versuchen sich gegenseitig niederzudrücken, oder es wird versucht, dem Gegner in die Beine zu beissen.
spielen mit Welpen
Diese werden mit der Pfote angestupst oder umgeworfen. Mit schiefem Kopf wird immer wieder auf sie zu und wieder zurückgesprungen und dabei öfters mit der Schnauze gestoßen oder leicht und kurz gebissen. Die Welpen reagieren meist mit energischer Abwehr, im Gegensatz zu einer Zurechtweisung.



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