Bäume und Pfosten sind als Träger der Urinnachrichten beliebt, weil Rüden bevorzugt vertikale Oberflächen markieren. Duftstoffe, die über dem Erdboden platziert werden, werden durch den Wind weiter verbreitet. Der vielleicht wichtigste Grund, eine senkrechte Oberfläche zu markieren ist jedoch, dass andere Hunde etwas über die Größe des markierenden Hundes erfahren. Denken sie daran, wie wichtig die Körpergröße bei der Bestimmung der Rangordnung ist. Da das Dominanzverhalten bei Rüden einen hohen Stellenwert besitzt, heben sie das Hinterbein, um höher urinieren zu können. Je höher die Botschaft angebracht wird, desto schwerer haben es andere Hunde, sie durch den eigenen Urin abzudecken. Manche Hunde versuchen so heftig, ihre Urinmarkierungen in der Höhe zu platzieren, dass sie dabei fast umfallen.
Wölfe und Hunde markieren ihr Revier und dessen wichtige Stellen aber nicht nur mit Urin, sondern auch mit Kot. Die Analdrüsen der Hundeartigen verleiht dem Kot einen spezifischen Geruch. Damit wird nicht nur das Individuum gekennzeichnet, das den Kot absetzt, sondern auch die Stelle, wo dies geschieht. Hunde sind sehr heikel mit diesen markierten Stellen. Dies erklärt vielleicht das - für viele Menschen - scheinbar sinnlose und komplexe Ritual, das Hunde veranstalten, bevor sie koten. Die meisten Hunde schnuppern zunächst die Umgebung sorgfältig ab; vielleicht suchen sie nach Grenzlinien zwischen ihrem und den Revieren anderer Hunde. Oftmals nutzen sie kleine Erhebungen, einen Felsen, einen abgefallenen Ast oder die unteren Zweige eines Strauches, um dort ihren Kot abzugeben. Auch hier dient die erhöhte Position dazu, den Duft über eine größere Umgebung zu verbreiten.
Die Urin- und Kotmarken werden als Kennzeichnungen des Reviers so wichtig genommen, dass Hunde und Wölfe oft sogar zusätzliche Duft- oder sichtbare Markierungen hinterlassen, damit Fremde sie besser finden. Die meisten männlichen und viele weibliche Hunde kratzen und scharren die Erde mit den Hinterpfoten auf, nachdem sie sich erleichtert haben. Da sie dabei die Erde hinter sich werfen und einige Brocken durchaus auf den Kothaufen fallen können, wurde vermutet, sie könnten versuchen, den Kot und dessen Geruch abzudecken. Aus diesem Grund verscharren zwar Katzen ihren Kot, Hunde jedoch nicht.
Eine andere Hypothese geht davon aus, dass Hunde ihren Kot möglichst weit verteilen wollen. Wenn das stimmte, hätten Generationen von Hunden nicht zielen gelernt, denn ihr Scharren verbreitet den Kot nur selten.
Inzwischen wissen wir, dass Hunde den Boden auf scharren, um ein sichtbares Zeichen zu hinterlassen, das auf ihre Duftmarke hinweist. Andere Hunde werden dieses enthusiastisch eingekratzte Zeichen lesen und wissen, dass hier ein Hund seine Markierung hinterlassen hat. Sie kommen herbei und schnuppern ausgiebig. Nun sind sie wieder über die letzten Neuigkeiten und die Verhältnisse im Revier informiert.



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Ich dachte er macht Pipi, weil er das Bein gehoben hat.
und nicht nur das, er versucht auch seinen Kot so hoch wie möglich zu setzten, also auch in Büsche, Erdhügel oder auch auf Bänke
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