Bei vielen Hunden kommt ein zielgerichtetes Jagdverhalten (packen, totschütteln nach dem Jagen) relativ selten vor. Trotz Unterordnung haben viele Menschen ein Hauptproblem: Der Besitzer hält den jagenden Hund für schwer einschätzbar. "Er rennt einfach ohne Grund los und alles Rufen hiflt nichts mehr." Nun der "Fachmann" weis natürlich Rat, mit Hilfe eines TAckers bekommt man jedes unerwünschte Verhalten in den Griff. Nicht selten führt eine unsachgemäße HAndhabung zur Problemverschlimmerung.
Zunächst muss dem HF eine Beschreibung der Jagdverhaltenssequenzen gegeben werden, damit er die dazu gezeigte Gestik seines Hundes besser einschätzen kann.
Orientierungshaltung - Blickkontakt - anpirschen - jagen - packen - töten/totschütteln - zerlegen und fressen
Es wird selten erklärt, dass angeborenen Instinkthandlungen innerlich motiviert sind und die Ausführungen der Handlungsketten somit Selbstbelohnend sind.
Sogar geübte Hundetrainer begehen oft den Fehler die Sequenz Jagen beeinflussen zu wollen, statt schon bei den Sequenzen Orientierung/Blickkontakt, spätestens der Anpirschhaltung Beachtung zu schenken. Es ist dabei wirklich wichtig den Hund lesen zu können, da sie unterschiedlich kombinierte Sequenzelemente zeigen. Vorstehhunde winkeln den Vorderlauf an, Schweißhunde setzen die Nase auf die Spur, Sichtjäger stellen sich in Positur und recken die NAse in die Luft.
1. genaue Beobachtung des Ausdruckverhaltens
2. hervorziehen einer knisternden Tüte, Ball, Stock, Futter - spätestens nach feststellen der 2. Sequenz oder Jagdverhalten abbrechen durch knallerbsen, Wasserpistole, Wurfkette, Discscheiben
3. nach hundlicher Beachtung Aufbau eines Alternativverhaltens - herkommen, sitzen, schneller Gangart des Menschen
4. positive verstärkung des erwünschten verhaltens (Lob, streicheln, Futter, Ball , Stock)
Eine andere Art der Ablenkung besteht darin, den Hund visuell und/oder geruchlich auf Hilfsmittel zu konzentrieren. Runde Futterbrocken über die Erde rollen oder sie in Futterbälle füllen.
Dann haben wir noch die vermeidungstaktik. Die Jagdmotivation ist natürlich dann am Höchsten, wenn Reh, Hasen und Katzen morgens oder in der Dämmerung unterwegs sind. Da sollte man sich fragen, zu welcher Tageszeit man Gassie geht.
Hunde bleiben Jäger, aber ein aufmerksamer HF kann ihr Verhalten beeinflussen.



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Normal wird gesagt, den Hund loben, wenn er zurück kommt. Nur kommt er wirklich auf rufen oder nur weil er das Tier nicht erwischt hat?
Als er kam, hab ich ihn im Nacken geschnappt, zu Boden gedrückt und geschimpft wie ein Rohrspatz. 2 Tage später sind wir wieder da Gassie gewesen. 10 m vor uns sahs ein Hase auf dem Feldweg. Er schaute den Hasen an, er schaute mich an, ich sagte nur "wag es nicht!" und er ging brav bei Fuß weiter.
Seit dem hat sich das eigentlich erledigt. Falls er sich dann doch mal von der Kleinen mitreissen lässt, ist er auf jeden Fall abrufbar.
Der Hund ist das Symbol der Treue, aber wir halten ihn an der Leine.
