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  1. #51
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Problemhund - was ist das eigentlich?

    Ich hab bei Chandor am Anfang auch Fehler gemacht , andere würden sagen, er ist ein Problemhund. Ich seh das anders. Er hat ein paar Macken und wir haben entweder daran gearbeitet oder uns damit arrangiert. Er ist ein absolut toller Hund geworden, was einige auch anders sehen, weil er in einigen Situation anders reagiert als man es erwarten würde. Ich weiss das und es ist für mich völlig normal.

    Es gibt auch Situationen, wo Neela durchgeht - voll den Affen macht - und er eine LMAA Stimmung zeigt.

    Und auf deine Frage zurück zu kommen. Leute die mir von Anfang an unsympathisch sind, mit denen rede ich gar nicht erst.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #52
    Erfahrener Benutzer Avatar von Morgane
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    Da muss ich Dana zustimmen bei der Frage, was ist ein Problemhund?

    Ein bisschen muss ich an den Hund denken den meine Eltern hatten als ich noch jünger war. Pascha kam Anfang 89 im Alter von 4-5 Monaten zu uns, lt. Impfpass ein Husky-Schäferhund-Mix. Er war ein einziges Häufchen Angst. So haben wir uns erstmal darauf konzentriert ihm die Angst zu nehmen. Ich habe mehrere Nachmittage auf einem Kissen in unserem Hof gesessen und gelesen, den Hund quasi nicht beachtet, damit er merkt das ich ihm nix böses will und ihn kommen lassen. Irgendwann kam er dann gucken und zeigte Interesse an mir. Naja, seine Ängste haben wir ganz gut in den Griff bekommen.
    Aber das ist nicht der Punkt auf den ich hinaus will. Es war ein paar Jahre später, Pascha war etwa 4 oder 5 Jahre alt. Ich war mit ihm Spazieren und habe an einer Eisdiele halt gemacht. Ich sass auf einer Bank und Pascha neben mir (auf dem Boden versteht sich), die Leine lag quer über meinen Beinen. Da kam noch eine Familie zu der Eisdiele, der Junge war etwa 10 Jahre alt und spielte mit einem Stock. Dieser Junge stand ca. 1,5 Meter vor uns, hielt den Stock quer vor sich mit beiden Händen als ihm der stock aus der einen Hand fiel. Ich möchte dem Jungen keine Absicht unterstellen, da ich es nicht weiß ob er dies wirklich vorhatte. Naja, Pascha nahm ihm das übel und preschte knurrend und zähnefletschend nach vorne, ich griff nurnoch auf seinen Rücken und rief seinen Namen. Er legte sich direkt ab und war wieder ruhig. Die Eltern des Jungen fingen direkt an zu meckern, dass sei ein Beißer, er müßte einen Maulkorb tragen etc., kurz und gut, er sei ein gefährlicher Hund. Das Ganze passierte so 92/93, ich war 14/15 und konnte mich gar nicht wirklich gegen diese Eltern wehren. Die Eisdielenbesitzerin kam mir zu Hilfe, sie kannte unseren Pascha auch von kleinauf. Sie sprach sogar gegen diese Familie ein Hausverbot aus.

    So, war mein Pascha denn nun ein gefährlicher Hund oder ein Problemhund? Oder wollte er mich beschützen oder nur sich selbst?

    Als ich später meine Lehre angefangen habe und Pascha mal zur Untersuchung mitgenommen habe, konnten wir den Grund finden warum er an der Rutenspitze immer empfindlich reagierte. Mein Chef vermutete, aufgrund meiner Beschreibung über das Verhalten und dem Ergebnis der Röntgenaufnahme der Rute, das Pascha als Welpe geschlagen wurde. Dies würde seine Angst als Welpe erklären. Diesen einen "Ausfall" stuften mein Chef und meine Kollegen als Verteidigungsverhalten ein.

    Und damit bin ich auch wieder bei dem Thema "Beißer". Wenn ein Hund ein Kind oder eine andere Person angreift, wird immer gleich dem Hund die Schuld gegeben. Keiner interessiert sich aber für den Hintergrund der Attacke. Vielleicht hat die Person etwas gemacht, was den Hund veranlasste sich und sein Herrchen zu verteidigen. Vielleicht war es auch nicht in dem Moment der Attacke sondern ein früherer Vorfall. Auch Hunde merken sich, wer ihnen mal wehgetan hat.

    Wie gesagt, bin ich der Meinung das mit dem Wort "Problemhund" viel zu gerne und leichtfertig umgegangen wird.

    Ich finde es interessant das z.b. vor 10 Jahren (oder auch länger) es weniger "Problemhunde" gab und das alles ohne Welpen- und Hundeschulen. Dies würde die angesprochene Statistik ja bestätigen, das da mehr Mist gebaut wird als vermutet.

    Gruß Morgane
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  3. #53
    Moderator Avatar von Tico
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    Standard

    Original von Morgane

    Ich finde es interessant das z.b. vor 10 Jahren (oder auch länger) es weniger "Problemhunde" gab und das alles ohne Welpen- und Hundeschulen. Dies würde die angesprochene Statistik ja bestätigen, das da mehr Mist gebaut wird als vermutet.

    Gruß Morgane
    ich denke,das vor 10 Jahren der Hund einfach Hund war...kein Familienmitglied.Er hatt die Aufgabe das Haus zu bewachen,oder sonst eine "Funktion" die er erfüllte.Er wurde gebraucht und seine Dtellung war klar.
    Heute werden Hunde nicht mehr gehalten,weil sie Arbeit oder einen zweck erfüllen sollen.Sie werden als Familienmitglied gekauft,als Beschäftigung für die Kinder und auch dementsprechend behandelt,entweder wird zuviel gemacht oder gar nichts...die eigentliche Aufgabe des Hundes fehlt...
    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden.
    Katzen nehmen die Mitteilungen zur Kenntnis - und kommen gelegentlich darauf zurück
    ...und wenn die Schlacht geschlagen, dann zieh den Helm fester die nächste wird furchtbarer sein!

  4. #54
    Erfahrener Benutzer Avatar von Morgane
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    Hallo Tico,
    damit magst du Recht haben, aber vielleicht liegt es auch daran das sich ein Hund angeschafft wird ohne das sich die Besitzer darüber im Klaren sind welche Bedürfnisse der Hund hat.

    Ich weiß jetzt nicht mehr, von wem der Beitrag war, aber hier hatte doch ein User gepostet, das seine Nachbarn sich einen Hundewelpen angeschafft haben und keiner hat Zeit für ihn. Der User kümmert sich jetzt tagsüber um den Welpen und die Besitzer sind nicht da.

    Ich habe auch jemanden in meinem Bekanntenkreis, sie wollte unbedingt einen Border Collie haben. Sind ja auch schöne Tiere. Nur leider wurde, wenn überhaupt, mit dem Hund nur unregelmäßig spazieren gegangen und gearbeitet schon mal gar nicht. Nun ist die Border Hündin ca. 9-10 Jahre alt und knabbert sich selbst das Fell weg (schon seit Jahren). Der TA sagt das liegt am Stress den der Hund hat. Gottseidank ist diese Hündin nicht aggressiv geworden, aber in Endeffekt ist sie ein "Problemhund".

    Gruß Morgane
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  5. #55
    Moderator Avatar von Tico
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    Original von Morgane
    Hallo Tico,
    damit magst du Recht haben, aber vielleicht liegt es auch daran das sich ein Hund angeschafft wird ohne das sich die Besitzer darüber im Klaren sind welche Bedürfnisse der Hund hat.

    Das mag auch stimmen.Und sowas sind eben die "Geschenke" oder die Beschäftigungen die für Kinder angeschafft werden,oder manchmal auch als Kind-Ersatz.
    Früher denke ich,wählte man den Hund eher danach aus,für was er gebraucht wurde...eben für seine Aufgabe.Einen Hütehund sah man eben beim Schäfer,z.B....jetzt ist es so,das der Hund nach Aussehen und "Gefallen" angeschafft wird-weil er viell grad in ist- und nicht,weil er für einen bestimmten Zweck gebraucht und eingesetzt werden soll.
    Da konnte man noch nicht im Internet die vielen Hunderassen sehen,ließ sich nicht von süssen Bildern beeinflussen...da nahm man die Rasse,die aus Erfahrung geeignet war,die sich bewährt hatte.
    Dieses Fellabknabbern denke ich,ist Langeweile und Unterforderung...eben weil man sich nicht nach den Bedürfnissen des Hundes erkundigt hat,sondern vielleicht nur nach dem Aussehen gegangen ist....oder weil diese Hunderasse gerade "in" ist....doch er wird eben nicht "gebraucht"...
    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden.
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  6. #56
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Ob ein Hund ein Problemhund ist, liegt im Auge des Betrachters. Ob selbst verursacht oder nicht, lassen wir einfach mal dahin gestellt.

    Ein Mensch, der mit den Macken eines/seines Hundes nicht klar kommt, wird sagen, dass es ein Problemhund ist. Ein Anderer würde mit diesen Macken vll sehr gut klar kommen, weil er es akzeptiert hat, dass der Hund eben so ist.

    Für mich wäre es ein Problem, wenn der Hund ständig agressiv gegen Mensch und Tier wäre. Wenn man sich dadurch nirgends mehr hin trauen würde, aus Angst das was passiert.
    LG Dana

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  7. #57
    CAT4DOGS
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    Der Begriff "Problemhund" ist nicht nur irreführend, sondern in den meisten Fällen unzutreffend. Der Hund hat mit seinem Verhalten kein Problem. Für ihn ist das völlig normal und artgerecht. Er tut nur, was wir ihm überlassen, bzw. beigebracht haben. Wenn das Tier also ein natürliches Verhalten zeigt, das für den Menschen im täglichen Miteinander ein Problem darstellt, hat man einen "Problemhund"... Es macht doch keinen Unterschied, wer daran Schuld hat... Fakt ist, eine Veränderung kann niemals durch den Hund allein erfolgen, sondern nur über den Menschen. Der Mensch muß dem "Hund/Mensch"-Rudel eine Chance bieten in Zukunft miteinander zu leben...
    Nennt es wie ihr wollt. Was ein Problem darstellt, ist ja auch schon wieder eine Frage der Schmerzgrenze...

  8. #58
    CAT4DOGS
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    P.S. es wird SEHR viel mehr Mist gebaut als man vermutet....!

  9. #59
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Original von CAT4DOGS
    Der Begriff "Problemhund" ist nicht nur irreführend, sondern in den meisten Fällen unzutreffend. Der Hund hat mit seinem Verhalten kein Problem. ...
    Dann nennen wir das doch Problemhalter.

    Irgendwo hatte ich schon mal geschrieben, dass der Hund mit seinem Verhalten seinem Halter nur einen Spiegel vorhält. Finde ich sehr zutreffend, gerade bei diesem Thema.
    LG Dana

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  10. #60
    CAT4DOGS
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    Frage

    Gar nicht mit den unsympathischen reden, is in meinem Fall schwierig....
    Der Herr war später ja auch total klasse, man vertut sich ja auch hin und wieder auf den ersten Blick... einen Versuch starte ich eigentlich immer, habe aber das Gefühl, dann nicht so fair zu arbeiten, wie ich es gerne hätte... Habe schonmal über so ne Schulung für XY (wie es auch immer heißen mag personal blabla) nachgedacht, aber der Seminarleiter war unsympathischer als alle Horrorkunden auf einmal..... bin ja nicht bekloppt... hihi

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