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  1. #1
    CAT4DOGS
    Gast

    Standard Fehl-/Problemverhalten

    Das Fehlverhalten des Hundes besteht rein aus menschlicher Sicht und wird oft erst zum Problem, wenn etwas passiert ist! Das Tier verhält sich IMMER artgerecht und zeigt oft schon sehr lange Zeit, was nicht stimmt und woran es ihm fehlt. Der Mensch hat nur verlernt, den Hund als das zu akzeptieren, was er ist, nämlich ein triebgesteuertes Raubtier! Hunde ersetzen den Partner, den treuen Freund, das Kind, sie leisten uns Gesellschaft und wir packen unsere gesammelten, menschlichen Emotionen auf ihre Schultern. Wir lassen ihn alleine, gehen arbeiten und glauben, das dieses hochsoziale Rudeltier versteht, ja sogar weiß, warum wir es nicht mitnehmen können und das wir ja wiederkommen...! Er weiß es eben NICHT! Ein Hund lebt im Jetzt und alles, was er weiß ist, Sie sind weg! Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Ich spreche dem Hund keine Gefühle ab und all das (bleibt es im Rahmen!), ist okay! Haben Sie jedoch ein Problem mit Ihrem Hund, dann müßen Sie UMDENKEN! Egal ob es Fehlverhalten ist, wie das Dauerbellen am Gartenzaun oder ständiges Leineziehen, oder schon Aggressionen, die sich gegen Artgenossen und/oder Menschen richten! Ob Ihr Hund bereits ein Jagdproblem hat (Beute gerissen hat!) oder nur hinter Objekten herhetzt! Ob er hochgradig verängstigt ist, oder nur sehr schreckhaft! Ob das Tier unter Trennungsangst leidet oder sogar Stereotypien zeigt! In all diesen Fällen kann man dem Tier nur helfen, wenn sein Mensch bereit ist UMZUDENKEN! Erst wenn der Halter aufhört, nach Lösungen zu suchen, kann die Ursache erkannt und therapiert werden!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Jack
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    Standard

    hab dazu mal ein paar Anregungen...............da sind einige Verhaltensweisen aufgeführt die sowohl unter Prägung, Vererbung (Wesensmerkmale), Haltung, etc. fallen........
    nun ist es aber so, dass wir weder alle immer zu hause sind, noch idyllisch auf dem Land wohnen und somit viele Ansprüche die eigentlich einem Hund sehr entgegen kommen würden gar nie erfüllen können.

    dazu kommen Gesetze die es verbieten den Hund "artgerecht" aufwachsen zu lassen, oder wir haben nen Hund aus 2. oder 3. Hand und da sieht es nochmal etwas anders aus...

    natürlich kann man an sich arbeiten und die Signale der Tiere verstehen, und wie man so schön sagt: "die Fehler liegen am anderen Ende der Leine"......

    so und nun wird der Besitzer "therapiert"........und am Hund verstehen wir dann seine Verhaltensweisen, die aber weder gesellschaftstauglich noch tragbar für einem selber sind............

    vll. etwas krass?..............ich denke nicht.............

    was denkst du über diese wenigen Einwände?
    lg Jack

  3. #3
    Moderator Avatar von Arachne
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    Das sich ein Tier immer artgerecht verhält............neeee also wirklich nicht. Artgerecht? ...... dass ein Hund ein Kind anfällt und zerbeißt obwohl er das Kind gut kennt und auch gut gefüttert wurde, so dass er nicht gezwungen ist Beute zu machen?

    Ein Wolf der nicht unter dem Einfluss des Menschen steht, ok. ..... der verhält sich artgerecht. In dem Moment wo das Tier im Einfluss des Menschen steht hat es mit artgerecht nichts mehr zu tun, da kommen dann die Fehler zum Vorschein die der Mensch dem Tier "verpasst" hat.
    LG Arachne-Kerstin













    Frauen sind Engel! Wenn man ihnen die Flügel stutzt, fliegen sie weiter ..... auf ihrem Besen!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wyllow
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    Ein Forenmitglied hat einen Spruch


    Behandle Deinen Hund nicht wie einen Mensch, sonst behandelt er Dich wie ein Hund

    Ich denke dieser Satz sagt alles aus.
    LG
    Ute

    " Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen
    nur gegen Dummheit nicht"

    Die von mir gegebenen Tips und Ratschläge stellt
    keine Diagnose dar. Homöopatische Mittel und
    Beschreibungen sind keine Verordnungen.
    Zur Sicherug einer Diagnose ist immer ein TA oder
    Tierheilpraktiker hinzuzuziehen.

  5. #5
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    "Artgerecht! - dieses Wort ist wahrscheinlich die größte Mogelpackung in der Beziehung zwischen Mensch und Hund überhaupt. Denn keiner von uns, bemüht er sich auch noch so sehr, kann einen Hund artgerecht halten. Was hieße das Denn?

    Der Hund ist ein Rudeltier. Eine Einzelhaltung würde sich also von vorherein verbieten. Wir hätten demnach mehrere Hunde, die selbstverständlich unkastriert sind und sich ihren Sexualpartner frei wählen können. Oder habt ihr schon mal was von artgerechter kastration gehört? Unsere Haustür steht Tag und Nacht offen, und die Hunde können kommen und gehen wann sie wollen. Inklusive des freien Rechtes darauf, nicht wiederzukommen, wenn wir sie nicht so behandeln, dass sie Lust darauf hätten. Sie streifen artgerecht im Rudel durch die Gegend und organisieren sich Nahrung. Sei es auf Mülldeponien oder auch durch jagen und erlegen von Beute. Da würde sich das Wild in den angrenzenden Wäldern oder auch das Meerschweinchen, das im Freigehege in Nachbars Garten befindet , anbieten.

    Nach dieser Beschreibung wird schnell klar, das wir weit davon entfernt sind Hunde artgerecht zu halten. Kein Lebewesen auf der Welt ist derartig fremdbestimmt wie der Hund. Er darf spazieren gehen, wenn wir mitkommen, aber nur in die vorgegebene Richtung.

    Er bekommt zu fressen, wenn wir es hinstellen - und meistens nicht das, was der Hund sich wünschen würde. Ein Hund würde sich nie für krümeliges, trockenes Zeug entscheiden, wenn er frisches Fleisch haben könnte. Abgesehen davon, würde er kaum jeden Tag das selbe fressen wollen.

    Artgenossen darf er nur treffen, wenn wir es erlauben. Und wenn wir es nicht erlauben, zerren wir an der Leine ungeduldig weiter. Seine Sexualität wird verleugnet oder durch unsere Zuchbestimmungen reglementiert.

    Auch die von der Natur angelegten Instinkte werden von uns abtrainiert. Dabei wird auch nicht vor Strafe über Schmerzeinwirkung oder Einsatz von Schreckreizen zurückgeschreckt.

    Und da sprechen wir Menschen von Artgerechter Haltung?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  6. #6
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Original von Arachne
    Das sich ein Tier immer artgerecht verhält............neeee also wirklich nicht. Artgerecht? ...... dass ein Hund ein Kind anfällt und zerbeißt obwohl er das Kind gut kennt und auch gut gefüttert wurde, so dass er nicht gezwungen ist Beute zu machen?

    Ein Wolf der nicht unter dem Einfluss des Menschen steht, ok. ..... der verhält sich artgerecht. In dem Moment wo das Tier im Einfluss des Menschen steht hat es mit artgerecht nichts mehr zu tun, da kommen dann die Fehler zum Vorschein die der Mensch dem Tier "verpasst" hat.
    Als Artgerecht würde ich nicht mal jedes Tun des Hundes bezeichnen, sondern als Verhaltenstypisch. Ein Hund der seinem Besitzer ständig in die Füße beisst, ist typisch für einen Hütehund. Erst wenn wir den Hund umlenken, geben ihm z.B. eine Schafherde wo er Füße beissen darf, ist es artgerecht.

    Jede mensch/Hund/Beziehung ist einmalig. Oft sind Hunde Spiegelbilder ihrer Halter. Hypernervöse Hundehalter besitzen oft nervöse und hektische Hunde, gemächlich wirkende haben oft ruhige Vierbeiner, Unsichere haben nicht selten ängstliche Tiere. Erstaunlich genug, all diese Menschen leben ihrer meinung nach ohne größere Probleme mit ihrem Hund. Solange keine massiven Ausfälle in Form direkter Angriffe gegen den besitzer zu beklagen sind, bezeichnet der Mensch sein Verhältnis zum Hund als Normal. Dies hat sogar Bestand, wenn bereits der Nachbar gebissen, ein Kind massiv verbellt oder der Hund nur an der Leine geführt werden kann.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  7. #7
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Off Topic

    Es wäre nett, wenn sich auch mal andere Hundehalter an Diskusionen beteiligen würden. Es ist ziemlich öde, wenn ständig die selben 5 Leute den Alleinunterhalter spielen und auch nicht Sinn und Zweck eines Forums.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  8. #8
    Moderator Avatar von Arachne
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    Original von Dana
    Original von Arachne
    Das sich ein Tier immer artgerecht verhält............neeee also wirklich nicht. Artgerecht? ...... dass ein Hund ein Kind anfällt und zerbeißt obwohl er das Kind gut kennt und auch gut gefüttert wurde, so dass er nicht gezwungen ist Beute zu machen?

    Ein Wolf der nicht unter dem Einfluss des Menschen steht, ok. ..... der verhält sich artgerecht. In dem Moment wo das Tier im Einfluss des Menschen steht hat es mit artgerecht nichts mehr zu tun, da kommen dann die Fehler zum Vorschein die der Mensch dem Tier "verpasst" hat.

    Das hatte ich jetzt auf einen Hund mit Fehl- bzw. Problemverhalten gemünzt. Also nicht auf einen Hund der durch Unterforderung (Hütehund) irgendwie reagiert.



    @Dana
    Deinem Satz im Off Topic kann ich mich nur voll und ganz anschließen!
    LG Arachne-Kerstin













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  9. #9
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Original von Arachne

    Das hatte ich jetzt auf einen Hund mit Fehl- bzw. Problemverhalten gemünzt. Also nicht auf einen Hund der durch Unterforderung (Hütehund) irgendwie reagiert.


    Fängt es da nicht schon an? Wenn der Hund ein Problemverhalten zeigt, ist schon lange vorher was schief gelaufen und wenn es nur die Unterforderung ist/war. Z.B. Border und Aussis sind sehr agile Tiere. Sie zeigen bei Beschäftigungslosigkeit oft stereotype Verhaltensweisen wie kreisdrehen, Steine werfen oder eben Füße beissen.

    Wenn sich der Mensch trotz aller Mahnung einen Hund zulegt, bleibt die Kombinationsfrage offen: welcher Hund passt zu welchem Umfeld? Man muss davon aus gehen, daß es keine Wunderrasse gibt. Das es keinen gleichermaßen Kinderlieben, pflegeleichten und einfach zu erziehenden Vierbeiner gibt, der auch noch misstrauisch jeden Eindringling stellt.
    LG Dana

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  10. #10
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    Original von Dana
    Original von Arachne

    Das hatte ich jetzt auf einen Hund mit Fehl- bzw. Problemverhalten gemünzt. Also nicht auf einen Hund der durch Unterforderung (Hütehund) irgendwie reagiert.


    Fängt es da nicht schon an? Wenn der Hund ein Problemverhalten zeigt, ist schon lange vorher was schief gelaufen und wenn es nur die Unterforderung ist/war. Z.B. Border und Aussis sind sehr agile Tiere. Sie zeigen bei Beschäftigungslosigkeit oft stereotype Verhaltensweisen wie kreisdrehen, Steine werfen oder eben Füße beissen.

    Wenn sich der Mensch trotz aller Mahnung einen Hund zulegt, bleibt die Kombinationsfrage offen: welcher Hund passt zu welchem Umfeld? Man muss davon aus gehen, daß es keine Wunderrasse gibt. Das es keinen gleichermaßen Kinderlieben, pflegeleichten und einfach zu erziehenden Vierbeiner gibt, der auch noch misstrauisch jeden Eindringling stellt.


    Da hast du vollkommen Recht.

    Ich stoße mich hauptsächlich an dem ersten Satz der Themenstarterin:

    "Das Tier verhält sich IMMER artgerecht und zeigt oft schon sehr lange Zeit, was nicht stimmt und woran es ihm fehlt."

    Das ist nicht immer so. Bei Untersuchungen der Beißattacken der sogenannten Listenhunde haben mehr als die Hälfte der Hunde in dieser Situation keinen Grund gehabt anzugreifen. Ein Angriff wäre in dieser Situation nicht arttypisch. Klar gibt es bei diesen Hunden irgendwelche Umstände die dazu letztendlich geführt haben, doch liegen die meist in der Vergangenheit. Das Tier legt in diesem Fall ein anerzogenes oder durch den Menschen hervorgerufenes Verhalten an den Tag aber sicher kein artgerechtes.
    LG Arachne-Kerstin













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