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  1. #1
    laelia1831
    Gast

    Standard ich brauche euren Rat

    Im August waren mein Freund und ich mit unserer Emma und dem Hund meiner Eltern (der auch mein Hund war bevor ich vor 2 Jahren ausgezogen bin) auf dem Feld, auf dem wir seit emma 8 Wochen alt ist mit einer Gruppe von ca. 10 Hunden gassi gehen. Emma ist die kleinste und der Rest sind Goldis, Labrador, Huskys, ein Westi, eine Mischlingshündin und ein Cane Corso (Italienische Dogge) die alle so ein bis 3 Jahre waren. Struppi (der Hund meiner Eltern) war ein schwarz-grauer Cairn-Terrier Rüde der 5,5 Jahre alt war. Ihn hatten wir bei uns, da meine Eltern im Urlaub waren. Da wir wussten, dass er bei uns sein würde gingen wir zwei wochen zuvor schonmal hin um zu sehen, ob die hunde sich überhaupt vertragen würden, um sicher zu gehen, ob wir dann auch kommen könnten. Es lief alles super.
    An dem Abend aber nicht :(. Struppi bekam sich ganz kurz mit einem der Goldis in die Haare, da dieser ihn besteigen wollte (er wollte zu der Zeit sogar mich besteigen). Nach kurzer Ansage hörten beide auf und gingen wieder auseinander und ließen sich dann in Ruhe. Da alle Hunde ohne Leine waren hatten wir Struppi auch abgeleint als der Goldi das erste Mal versuchte ihn zu besteigen, damit er sich rauswinden konnte. Zeus (der Cane Corso der 70cm größer war als Struppi und gerade ein jahr alt war) lief in seinem normalen Schrittempo an mir vorbei, nachdem Struppi und der Goldi wieder friedlich waren. Struppi knurrte nicht und machte auch sonst keine Anstalten der Provokation oder so. Zeus gab keien Vorwarnung, guckte Struppi nur kurz an. Dann packte er ihn im Genick und schüttelte ihn und biss ihn tot...ab da dauerte es ca. 30 Minuten bis er ihn mal wieder losließ. Emma stand genau daneben, als Struppi am Boden in Zeus Maul war und schrie, da nahm ich Emma da weg (aus Angst Zeus würde noch einmal zur Seite schnappen und sie auch noch erwischen) und behielt sie auf dem Arm.

    Ich hab Emma noch nie auf den Arm genommen, wenn etwas war... NOCH NIE! Aber in dem Moment war ich voller Panik und das war der Fehler. Emma auf meinem Arm sieht das Szenario und kriegt meien Panik dazu mit. Nicht nur ich bin jetzt traumatisiert, sondern auch Emma. Und nur wegen mir. Aber in dem Moment kann man nicht so handeln wie es für den Hund richtig wäre und seine Panik ausblenden. Immerhin war das auch mein Hund der da tot gebissen wurde.

    Ich lasse Emma seit dem immernoch mit anderen Hunden zusammen, auch großen. Wir gehen ja auch in die Hundeschule zum Dogdancing, deshalb geht es auch gar nicht anders. Wir haben uns inzwichen eine Andere Stelle zum Gassi gehen gesucht (diesen Ort ertrage ich nicht mehr).
    Mein Problem mit Emma ist jetzt, dass sie (meist größere) Hunde anbellt und knurrt. Dies tut sie aus Angst, wie ich feststellen konnte, denn sie beginnt zu zittern und klemmt den Schwanz ein. Sie unterwirft sich aber auch nicht mehr, sondern rennt zu mir und stellt sich ganz dicht an mein Bein. Ich gehe ganz normal dabei mit ihr um und gehe mit ihr zusammen an dem Entsprechenden Hund vorbei, wenn er vor uns steht (die Hunde machen ja nicht mal was die stehen da einfach nur mit ihren Besitzern). Wenn Emma auf der anderen Straßenseite einen größeren Hund sieht knurrt und Bellt sie, aber dann ist sie "stark". Da unterbreche ich ihr verhalten mit einem strengen "Nein" und drehe sie weg. Wir sind ja jetzt immer auf einem Abgezäunten Feld spazieren (auch ohne Leine). Ich nehme Emma immer an die Leine, wenn ein anderer Hund kommt, bei dem sie sich so verhält. Einfach, weil sie sich nicht anders vorbei traut. Das Problem ist, Emma spürt einen Erfolg mit ihrem gebell und geknurre in dem Moment, wo ein Hund weiter vorne ist und in eine Andere Richtung geht. Emma rennt bellend ind ie selbe Richtung und sieht dabei, dass der Besitzer und der Hund "flüchten" also in die selbe Richtung weiter gehen. Sie fühlt sich ja dann bestätigt, als hätte sie die beiden erfolgreich verjagt.

    Emma war immer soooooo sozial. zu jedem Hund wollte sie hin und hat sich gefreut, bei Hunden die dominanter wirkten hat sie sich auf den Rücken geworfen, beschnuppern lassen und wollte dann spielen. Jetzt intererssiert sie sich für kleinere Hunde eigentlich gar nicht mehr. lschnuppert kurz und geht weiter. und bei großen halt dieses geschilderte Verhalten.

    Ich kenne ja die Ursache und weis, dass ich Schuld bin daran. Aber weis jemand einen Rat für ich? Ich will sie nicht in ihrem Verhalten bestätigen aber ich will auch nicht, dass sie sich von mir verlassen fühlt oder so (ich weis, dass war jetzt eine vermenschlichung ;) ).

    Danke
    LG Steffie

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von lucky
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    Standard

    hm, eine sehr traurige geschichte, was ist denn der zeus für ein hund??
    ich denke mal das wird sich geben, wenn du viel unter hunden bist, aber du bekommst bestimmt noch ratschläge von den usern hier
    ich wünsche dir aber trotzdem dass du es mit der kleinen schaffst

    lg
    llucky
    LG
    lucky

  3. #3
    laelia1831
    Gast

    Standard

    Zeus ist ein Cane Corso (wohl eine italienische Dogge), ca. 70 Schulterhöhe.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von ginger
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    Standard

    Cane Corso ist ein Treuer Begleiter der niemand und nichts Fuerchtet,wenn er nicht angegriffen oder er oder sein Herrchen in eine Bedrohliche Situazion kommen.Der Hund wird als gutmuetig und Sozial Beschrieben.Ein Klasse Familien und Wachhund der fuer seine Familie durchs Feuer springt und auch bereit ist sein Leben zu lassen.

    Tut mir Leid das mit Deinem Hund,sowas kann immer passieren,nicht nur durch einen grossen da wuerde schon ein agressiever Cocker reichen um einen kleinen Hund zu toeten.
    Ich persoehnlich halte von so einem Massentreffen auf der Hundewiese gar nichts.Man weiss ja nie ob die Besitzer ihre Tiere im Griff haben auch wenn sie in UO gut ausgebildet sind.Meiner Meinung nach sollten solche Molosse in Parks oder wo viel Hund und Leute sind an der Leine gehalten werden damit sich zum Zoffen auch wenns nur ums Spielen geht keine Gelegenheit bietet.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wyllow
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    Standard

    Hier sind die Hundeler gefragt.

    Aber ich könnte dich mit Bachblüten und evtl. HOmöopathie unterstützen
    aber nur wenn Du willst. Schreib mir eine PN, ich lese mir die Geschichte noch ein paar mal durch.

    Es tut mir sehr leid um den Kleinen.
    LG
    Ute

    " Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen
    nur gegen Dummheit nicht"

    Die von mir gegebenen Tips und Ratschläge stellt
    keine Diagnose dar. Homöopatische Mittel und
    Beschreibungen sind keine Verordnungen.
    Zur Sicherug einer Diagnose ist immer ein TA oder
    Tierheilpraktiker hinzuzuziehen.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von ginger
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    Standard


  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wyllow
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    Standard

    Irene meinst Du mich mit ???


    Mit Bachblüten und Homöopathie könnte man das Trauma von Emma
    unter Kontrolle bringeen.

    Ach Steffie, gib Dir keine Schuld und mach Dir keine Vorwürfe, man kann
    nicht alles Voraussehen und schon gar nicht ein Verhalten von HUnden,
    einschätzen ja, abe nie Voraussehen. Und manchmal läuft auch die Einschätzung schief. Ich denke das können alle Hundeler hier drin bejahen
    und bestätigen.
    LG
    Ute

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  8. #8
    Aik
    Aik ist offline
    Erfahrener Benutzer Avatar von Aik
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    1

    Standard

    @Steffie ...ich hätte in dem Augenblick wohl auch so reagiert. Auch wenn man nachher denkt ....man war ich bekloppt warum habe ich das gemacht. Aber in dem mom denkt man daran nicht. Ich handel in manchen situationen auch falsch . Und schüttel dann auch mit dem Kopf warum ich gerade das getan habe. Aber Vorwürfe oder Schuld gebe dir bitte nicht.Denn so wie Wyllow schon schreibt,kann man nicht alles vorraus sehen.
    LG Tina
    Keine Straße ist lang mit einem Freund an der Seite .


  9. #9
    dog49
    Gast

    Standard

    Also das mit "deiner Schuld" vergiss mal ganz schnell. Du hast in einer Extremsituation Panik bekommen und entsprechend reagiert. Vielleicht hast du damit Emma in ihrer Panik auch bestätigt aber du weißt auch nicht, was passiert wäre, wenn du sie nicht hochgehoben hättest....außerdem hilft es dir nicht, wenn du dir darüber noch den Kopf zerbrichst, weil du das nicht mehr ändern kannst.

    Arbeiten musst du vielmehr am Begegnungsverkehr mit anderen, vor allem großen Hunden. Und das solltest du suchen, nicht meiden. Allerdings würde ich dir empfehlen, einen Trainer mitzunehmen, der auf diesem Gebiet Erfahrung hat.

    Aufgrund deiner Schilderung vermute ich (aber das ist wirklich nur eine Vermutung, eine Ferndiagnose soll das nicht sein) dass du deinen Hund in seinem Verhalten unbewusst sogar bestärkst. Ein scharfes oder strenges Nein bringt m. E. bei Angst nichts, im Gegenteil, du machst die sowieso schon angespannte Situation für Ema noch schlimmer.

    Natürlich darfst du das Anbellen usw. nicht dulden, aber wichtig ist, dass du das souverän und in aller Ruhe abstellst. Wenn andere Hund ein der nähe sind, könntest du es mit Ablenkung versuchen (Futter oder auch Spielzeug). Bei Spielzeug den Hund aufmerksam machen, aber nicht spielen. Die Begegnung in größeren Abständen durchführen, sobald der andere Hund vorbei ist, Spiel anfangen. Dann den Abstand veringern. Dazu brauchst du allerdings "Trainingspartner" die das mit dir üben.

    Wie gesagt, ich würde da jemanden zu Rate ziehen, der euch beobachtet und dann weiterhilft.

  10. #10
    laelia1831
    Gast

    Standard

    ich danke schonmal für die vielen Antworten. Cana Corso mögen liebe Hunde sein vom Wesen die nicht einfach so auf andere losgehen. Aber hier war eindeutig NICHTS bevor er zu Struppi ging, ausser die Auseinandersetzung mit dem Goldi, aber es ist nicht sicher, ob das der Auslöser gewesen sein kann. Denn seit je her reagiert dieser Hund auf alle Westis und Weisti-ähnlichen Rassen (z.B: Cairnterrier, Norfolk oder Norwichterrier) total aggressiv. Und sein Frauchen bekommt ihn nciht gebändigt. in Brandenburg, Bayern udn in der Schweiz ist er schon auf der Liste. ich kann nur hoffen, dass er den Wesenstest nicht besteht und auflagen bekommt.

    Zu Emma, sicher hab ich unbewusst ihre Angst bzw. Anspannung unterstützt. Aber ich habe eine Methode gefunden die gut funktioniert. Emma wird jetzt immer wenn wir ohne Leine auf dem Abgezäunten Feld sind und ein andere Hund kommt an die Leine genommen und neben mir sitzen lassen auf der rechten oder linken seite, damit ich zwischen ihr und dem Hund bin. Wenn sie interesse zeigt hingehen zu wollen lass ich sie hingehen (egal ob groß oder klein, denn ich habe seit dem Vorfall eigentlich keine der beiden Möglichkeiten gemieden). Und das hab ich vorhin gemacht, was gut geklappt hat. Als Emma zunächst geknurrt hat hab ich "danke" gesagt und bin vorraus gegangen. Emma hat irretiert geguckt, aber durch dieses "Danke" ist meine Stimme und Stimmung gelassener gewesen :D. Ich wollte damit zum ausdruck bringen (auch wenn unsicher ist, ob sie dies so verstanden hat, aber sie hat sich damit auch beruhigen lassen) "Schön, dass du bescheid gesagt hast jetzt bin ich da und passe auf". Als er fast bei uns war hab ich sie dann neben mir sitzen lassen und hab gar nichts gesagt, sie war ganz ruhig und hat mich angeguckt und als sie hin wollte hab ich das bleiben aufgelöst und sie schnuppern lassen.

    Ich werde es jetzt so weiter versuchen... ich habe gestern in meinem Nachtdienst das buch "mit Hunden sprechen" gelesen und war sehr beeindruckt. Das brachte mich auf diese Idee.
    Emma hat sicherlich angst, aber hat sie Angst um sich oder um mich??? vielleicht sollte man das von einer anderen Perspektive betrachten. Emma hat in einer schlimmen Situation meine Panik und meinen Kontrollverlust miterlebt. Vielleicht fühlt sie sich dadurch auch nur bestärkt mich schützen zu müssen, obwohl sie durch ihre eigene Angst nicht dazu in der Lage ist. Ich werd erstmal versuchen auf diese Weise zu denken und durch meine Aktion von vorhin (mit dem "Danke") ihr die Last von den Schultern nehmen (laut dem Buch - ist wirklich interessant).

    Was meint ihr?

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