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  1. #31
    Simone
    Gast

    Standard

    Oh mann Leute, das war so ein scheiß Tag gestern. Wir hatten ja den Verhaltenstest mit Sammy!

    Also, zuerst haben wir gar nicht den Übungsplatz gefunden, wo das hätte statfinden sollen. Nach gut 10 Minuten haben wir es schließlich gefunden (nachdem wir zweimal dran vorbei gefahren sind ).

    Wir waren drei Prüflinge. Sammy war mit seiner Dackelgröße der kleinste. Wie hätte es auch anders sein sollen. Die anderen beiden waren irgendein Setter und der andere Schäferhund-Colli-Mischling.
    Zuerst mussten wir Angaben zu dem Hund machen: Name, Rasse, Alter, Grund der Prüfung. Dann haben mich die Prüfer nach Tätoo- oder Chipnummer gefragt. Naja, Sammy ist überhaupt nicht gechipt oder tätowiert. Die meinten dann, dass das in NRW so sein müsste. Wussten wir auch nicht. Wenn wir mit Sammy beim TA waren, wurde immer nur gesagt, das müsste nur sein, wenn der Hund ins Ausland fährt (in Kombinatin mit EU-Heimtierpass).

    Zumindst meinte dann der Prüfer (es waren insgesamt 4 Prüfer), dass man doch trotzdem als 1. Test machen kann, dem Hund den Chip mit einem Chip-Lesegerät ablesen. Hui, das gefiel Sammy überhaupt nicht. Er hat den Prüfer total angebellt.
    Sammy mag keine anderen Menschen, er lässt sich nicht von ihnen streicheln und nimmt noch nicht einmal ein Leckerchen von dem. Und der Prüfer war ein Mann, relativ groß und hatte einen Hut mit großer Krempe auf, weil es regnete. Was erwartet man denn dann von Sammy.

    Naja, es ging dann damit weiter. Wir gingen dann zu dritt auf einen großen Platz und mussten uns in einem Dreieck aufstellen. Dann musste jeder eine Acht um die beiden anderen Hunde laufen.
    Dann mussten wir um den Platz herum laufen, während sich Helfer ans Gebüsch stellen und z.B. auf einmal einen Regenschrim aufspannten, mit einem ausgebreitetem Mantel auf mich und den Hund zu kommen und dabei laut in einen Trillerpfeife pusteten, ein Mann kam auf mich zu und schüttelte mir die Hand und umarmte mich. Und Sammy hatte so einen Angst, er war total verängstigt. Echt, so erlebe ich ihn allerhöchstens an Silvester.

    Dann mussten wir den Hund an einen Baum binden und uns hinter einem Häuschen verstecken, sodass mich Sammy nicht mehr sehen konnte. Eine Frau ging auf Sammy daruf zu und wollte ihn streicheln. Ich konnte es nicht sehen, aber deutlich habe ich gehört, wie Sammy die Frau anbellte. Ich sags ja, er mag einfach keine Menschen. Die anderen beiden Hunde waren total friedlich und ließen sich und Probleme anfassen. Aber Sammy wollte es partout nicht.

    Dann mussten wir einmal um das Gelände gerum gehen und uns kamen dann Radfahrer, Jogger und ein Cityroller laut klingelnd vorbei. Normalerweise hat Sammy damit überhaupt keine Probleme, aber da er schon so total verängstigt war, hat er sich umgedreht und an der Leine gezogen. Er hat nicht gebellt, geschweige denn gelnurrt. Ich glaube, er wollte einfach nur noch weg!

    Dann, am Ende war dann jeder einzelnd bei den Prüfern. Ich musste jetzt den Hund vorne und hinten hochheben, ihm ins Maul und in die Ohren schauem, ihm das Maul zuhalten. Dann musste ich so tun, als wenn ich ihm die Pfoten untersuchen würde, z.B. wenn er sich einen Dorn reingetreten hat. Das wollte Sammy aber vorne nicht. Ist auch ganz klar, weil Sammy in seinen Vordergelenken eine Athrose hat und es ihm dementsprechen auch weh tat. Hab ich dem Prüfer auch gesagt, ich glaube, er hat es auch so akzeptiert.
    Dann sollte ich mit ihm spielen. Da ich das nicht wustte, und es auch keienr voher gesagt hatte, hatte ich natürlich keinen Ball dabei.
    Dann habe ich einfach einen krätigen Schritt auf ihn zugemacht. Normalerweise animier ich Sammy damit immer zu spielen und er kommt dann auch immer, weil er dann spielen will. Jetzt aber, in dieser Situation, habe ich ihn nur noch mehr verängstigt. Was muss der Prüfer von mir gedacht haben!

    Dann, schließlich, bekam ich das Ergebnis. Also, Sammy ist nicht gefährlich, aber Sammy und ich würden nicht richtig mit einander kommunizieren. Wenn sie es meinen, bitte schön.
    Es wird uns jetzt zur Auflage gemacht, mit Sammy einen Hundekurs zu besuchen. Mal schauen, was da jetzt noch alles kommt. Zum Glück haben wir den Verhaltenstest jetzt schon einmal hinter uns!

  2. #32
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    So lange du nur den Hundekurs machen musst, ist es doch gut. Da wird es nicht so schlimm für ihn wie bei dem Test.

    Hieß das jetzt das ihr den Test bestanden habt?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  3. #33
    Moderator Avatar von Arachne
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    Nun wenn du aber jetzt die "Macken" deines Hundes kennst, kannst du doch daran arbeiten. Ein Hund der ein Problem mit fremden Menschen hat, muss halt daran gewöhnt werden, zumindest wenn er immer wieder mit fremden Menschen in Kontakt kommt. Das macht man am besten indem man sich einfach mal eine weile in eine gut besuchte Fußgäüngerzone setzt und bei diesem Aufenthalt sich besonders lieb um den Hund kümmert, damit er den Aufenthalt und die Menschen mit etwas positiven verbindet. Auch kannst du mit dem Hund in ein Caffee gehen und dort nach einer Weile Leute bitten an deinen Tisch zu kommen und vielleicht mit dem Hund zu reden. Auch in dieser Situation Mega-Supa-Dupa-Leckerlies oder Extrastreicheneinhzeiten, je nachdem wie dein Hund gestrickt ist. Du solltest auf jeden Fall etwas tun, dieses Verhalten wird mit zunehmenden Alter nicht besser! Hundeschule ist übrigens nie schlecht.
    LG Arachne-Kerstin













    Frauen sind Engel! Wenn man ihnen die Flügel stutzt, fliegen sie weiter ..... auf ihrem Besen!

  4. #34
    Simone
    Gast

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    Original von Arachne
    Nun wenn du aber jetzt die "Macken" deines Hundes kennst, kannst du doch daran arbeiten.
    Ganz ehrlich: Ich seh da kein großes Problem drin, wenn er keine anderen Menschen mag.
    Wie viele andere Hunde würden von Fremden Leckerchen nehmen, sich von Fremden anfassen lassen und sogar mit Fremden mitgehen.

    Ich kann doch ehrlich gesagt froh sein, dass er soetwas nicht machen würde.

  5. #35
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gärtner
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    Hund nicht gefährlich In einer guten Huschu kann man immer was lernen. Und am Problem mit fremden Menschen würde ich auch gezielt arbeiten, so wie es Arachne geschrieben hat.
    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
    Mark Twain


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  6. #36
    Moderator Avatar von Arachne
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    Original von Simone

    Ganz ehrlich: Ich seh da kein großes Problem drin, wenn er keine anderen Menschen mag.
    Ich schon!

    Zumindest wenn man in einer Gegend wohnt wo man immer mit fremden Menschen in Berührung kommt. Denn dann kann das Problem, dass jemand ne Anzeige macht, immer wieder vorkommen. Klar ist es schön wenn der Hund von niemanden etwas nimmt, das ist ja auch nicht das Problem,....das Problem ist, dass er knurrt wenn jemand fremdes auf ihn zukommt. Wenn z.B. ein fremdes Kind auf ihn zuläuft, der Hund knurrt, er braucht gar nichts machen,....aber wenn Mama das sieht und Angst hat um ihr Kind (und das wird sie!) braucht man auf den nächsten Ärger sicher nicht lange warten. Wenn der Hund dann ein paar mal aufgefallen ist, geben die sich sicher nicht mit Hundeschule zufrieden. Was hindert denn daran mit dem Hund in diese Richtung zu arbeiten??
    LG Arachne-Kerstin













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  7. #37
    Erfahrener Benutzer Avatar von Gärtner
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    Standard

    Original von Arachne
    Ich schon!

    Zumindest wenn man in einer Gegend wohnt wo man immer mit fremden Menschen in Berührung kommt. Denn dann kann das Problem, dass jemand ne Anzeige macht, immer wieder vorkommen. Klar ist es schön wenn der Hund von niemanden etwas nimmt, das ist ja auch nicht das Problem,....das Problem ist, dass er knurrt wenn jemand fremdes auf ihn zukommt. Wenn z.B. ein fremdes Kind auf ihn zuläuft, der Hund knurrt, er braucht gar nichts machen,....aber wenn Mama das sieht und Angst hat um ihr Kind (und das wird sie!) braucht man auf den nächsten Ärger sicher nicht lange warten. Wenn der Hund dann ein paar mal aufgefallen ist, geben die sich sicher nicht mit Hundeschule zufrieden. Was hindert denn daran mit dem Hund in diese Richtung zu arbeiten??


    Für mich ist es ganz wichtig, dass meine Hunde keine Probleme mit fremden Menschen haben. In der Erziehung arbeite ich bewusst daraufhin und habe auch mit beiden den Wesenstest beim LCD gemacht. Mein Falk ist mittlerweile so "cool", dass ich ihn in der Straßenbahn ablegen kann und andere Fahrgäste können ohne Probleme an ihm vorbei oder sogar über ihn hinwegsteigen.
    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
    Mark Twain


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