aus Wuff 03/07

Für das Erschlagen eines Adlers aus Angst um seinen Dackel muss ein deutscher Jäger nun mit einer höheren Strafe rechnen. Nach Ansicht der Richter trifft den 70-jährigen eine höhere Schuld als vom Heilbronner Landgericht angenommen. Er soll einen vorgeschlagenen Vergleich nach nun 15.000 statt 6.628 ? Schadenersatz an die Deutsche Greifwarte bezahlen, aus der der Adler entflohen war. Der Mann wolle dem Vergleich nur zustimmen, wenn seine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommt.

Der Pensionär hat im Oktober 05 den Greifvogel getötet, weil dieser seinen Hund angriff. Das Landesgericht hatte im vergangenen Jahr entschieden, die Greifwarte habe fahrlässig gehandelt, weil der Vogel keinen Peilsender besessen habe. Beide Parteien hatten vor dem Gericht Berufung wegen zu geringen bzw. zu hohen Schadensersatz eingelegt.