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  1. #1
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    Standard Doping im Pferdesport

    Doping im Pferdesport


    Dopingformen
    Es wird zwischen verschiedenen Formen des Dopins unterschieden. Worin Sie sich unterscheiden, können Sie hier nachlesen.

    1. Doping auf Sieg
    Beim Doping auf Sieg wird die natürliche Leistungsfähigkeit über das durch optimale Haltung und Training erreichbare Maß erhöht.

    Der Leistungsbereich eines Pferdes wird in drei Kategorien eingeteilt:
    - Normale Leistungsbereitschaft
    - Trainingsreserven
    - automom geschützter Bereich

    Der autonom geschützte Leistungsbereich von 40 % bildet die Reserve für den Organismus. Dieser kann in lebensbedrohlichen Situationen kurzzeitig mobilisiert werden. Dabei fällt der Schutz des Kreislaufes und Bewegungsapparates vor Überbelastung weg. Wird die Leistungsgrenze eines Pferdes mit Hilfe von Dopingmitteln übrschritten, kann dies zu seinem Tod führen.

    2. Doping auf Niederlage
    Beim Doping auf Niederlage werden Neuroleptika und Ataraktika angewandt. Bereits geringe Dosen eines Neuroleptikums können die Leistung eines Pferdes stark beeinflussen. Jedoch bleiben auch oftmals die unerwünschten, gut sichtbaren Nebenwirkungen wie Nickhaut- und Penisvorfall nicht aus. Ataraktika bewirken u.a. eine Depression des ZNS und eine Abnahme des Muskeltonus.

    Durch die Anwendung von Neuroleptika und Ataraktika verlieren die Pferde auch ihren Fluchtreflex, welcher bei einem Rennen letztendlich über Sieg oder Niederlage entscheidend mitwirken kann.

    Als ein Beispiel für Doping auf Niederlage kann zum Beispiel das Ausschalten oder Abschwächen eines Konkurrenten genannt werden.

    3.Doping zur Wiederherstellung der normalen Leistungsfähigkeit
    ... ist die medikamentöse Schmerzausschaltung zur Behebung von z.B. geringen, leistungseinschränkender Lahmheiten.

    Oft verwendete, aber im Wettkampf verbotenen Substanzen zur Schmerzausschaltung sind:

    Nichtsteroidale Antiphlogistika
    Es handelt sich um Substanzen mit entzündungshemmender, analgetischer und antipyretischer Wirkung, wie u.a. Paracetamol, Metamizol, Salicylate (zentral analgetisch, gering entzündungshemmend), Phenylbutazon, Indometacin, Diclofenac, Flunixin (peripher entzündungshemmend)

    Lokalanästhetika
    Sie werden zur lokale Schmerzausschaltung z.B. bei Lahmheiten eingesetzt. Wird das Pferd dann im Sport eingesetzt, besteht die Gefahr der Verschlimmerung des Krankheitsprozesses.

    Glucocortikoide
    Sie werden aufgrund ihrer ausgeprägte antiinflammatorische, antiexsudativen, abschwellenden und konsekutiv analgetischen Wirkung eingesetzt. Es tritt aber nur eine rein symptomatische Besserung ein. Zusätzlich werden der Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel beeinflußt, so daß die Energiebereitstellung in Form von Glucose erhöht wird. Die Gabe von ACTH ist mit der Glucocortikoidgabe vergleichbar.

    Dimethylsulfoxid (DMSO)
    DMSO wird als Vehikel für Arzneimittel angewandt, wodurch deren perkutane Resorption erhöht wird. Selber besitzt es aber eine antiinflammatorische Wirkung und ist daher als eigenständige Dopingsubstanz zu bezeichnen.

    4. Doping mit körpereigenen Substanzen
    Blutdoping
    Die FN und der DVR verbieten das sog. Blutdoping.
    Die Menge an zirkulierenden roten Blutzellen bestimmt die Sauerstoffversorgung der Gewebe. Durch Zufuhr von Erythrozyten kann eine verbesserte Sauerstoffversorgung der Muskulatur und somit ein verzögertes Auftreten des Ermüdungsgefühls erreicht werden.

    Nachgewiesen wird das Blutdoping durch Auffinden von Antikoagulantien im Blut, die dem Erythrozytenkonzentrat während der Lagerung zugesetzt worden sind.

    Elektrolyte
    Zum Ausgleich der Schweißverluste dürfen die Pferde kochsalzhaltiges Wasser TRINKEN. Es ist jedoch untersagt, ihnen Elektrolyte mit Hilfe einer Injektion oder Infusion zuzuführen.

    Hydrogencarbonate
    Sie sind die Alkalireserven des Körpers und bewirken eine Pufferung. Dadurch wirken sie der Laktatazidose entgegen.

    Vitamine und Glucose
    Auch diese Stoffe dürfen nur über das Futter verabreicht werden.

    5. Physikalisches Doping
    Zum physikalischen Doping zählen:
    - Neurektomie
    - Tracheotomie
    - elektrische Reize
    - Eispackung
    - Akupunktur
    - Ultraschall
    - UV-Strahlen
    und - Anbringen von spitzen Gegenständen am Sattel, an Peitsche oder Reitstiefel.

    6. Unabsichtliches Doping
    Durch Unkenntnis des gesamten Wirkungsbereiches eines Arzneimittels werden Pferde oft gedopt, ohne das sich der Besitzer oder der zuständige Tierarzt darüber im Klaren sind.
    Dieses passiert oft beim Einsatz von Medikamenten wie:
    - Antihistaminika
    - Anthelminthika (Avermectine)
    - ß-Blocker
    - Lokalanästhetika
    - Kombinationspräparate (Depotpenicilline)
    - Perkutane Resorption nach lokaler Applikation (Kampfer, DMSO, Heparin, Antiphlogistika)

    Doch leider: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
    lg Heike




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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von strubbel
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    Standard RE: Doping im Pferdesport

    positive Dopingprobe - und jetzt?
    Ist das Ergebnis einer Probe positiv, wird der Verband und der Besitzer/Trainer des Pferdes informiert. Letzterer hat folgende Möglichkeiten:

    1) Er akzeptiert das Ergebnis und die Folgen.

    2) Innerhalb einer festgelegten Frist kann er eine Gegenuntersuchung der Probe B anfordern. Dabei kann er und ein von ihm benannter Experte während des gesamten Vorganges anwesend sein. Ist das Ergebnis dann negativ, gilt die Probe als negativ.

    Folgen eine positiven Dopingprobe

    Die Reitsportverbände und das Tierschutzgesetz bewerten eine positive Dopingprobe als Ordnungswidrigkeit des Reiters oder eines anderen Verantwortlichen, unabhängig davon, ob dieser von der Dopingverabreichung wusste oder nicht. Der DVR weist zusätzlich auch auf die Folgen einer positiven Dopingprobe eines im Training befindlichen Pferdes hin. Handlt es sich dabei um ein unerlaubtes Mittel, welches nicht im Medikamentenbuch eingetragen ist oder nicht aus therapeutischen Gründen angewandt worden ist, wird das Pferd für 6 Wochen bis 6 Monate gesperrt. Hier wird der Trainer zur Rechenschaft gezogen. Verstöße gegen die Bestimmungen werden durch Ordnungsmaßnahmen geahndet. Diese beeinhalten je nach Schwere des Falles:

    Verwarnung
    Geldbußen bis 25000?
    Zeitlich begrenzter oder dauernder Ausschluß von Turnieren/Rennen. Dabei werden nachträgliche Besitzerwechsel nicht beachtet.
    Die Regeln der EWU (Erster Westernreiter Union Deutschland e.V.) besagen sogar, dass bei Bestätigung des Verdachtes oder bei Verweigerung der Kontrolle Reiter und Pferd für das laufende Jahr und das darauffolgende Jahr für alle Turniere gesperrt werden (EWU Regelbuch 2001, §274, S. 18).
    lg Heike




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  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von strubbel
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    Standard RE: Doping im Pferdesport

    Verbotene Substanzen im Pferdesport

    Was tun, wenn mein Pferd kurz vor einer Meldung zum Turnier krank wird?

    Es kommt sehr schnell vor, ungewollt und unwissentlich des Dopings angeklagt zu werden- und dann ist es erstmal vorbei mit den Turnieren.

    Oft ist beispielsweise noch ein alter Hustensaft vorhanden; dennoch, bevor dieser kurz vor einem Turnier verabreicht wird, sollten Sie auf die Inhaltsstoffe achten! Vergleichen Sie diese mit unserer Liste und so sehen Sie, ob die Wirkstoffe unter die verbotenen Substanzen im Pferdesport fallen oder nicht.

    Liste verbotener Wirkstoffe im Pferdesport

    Offizielle I.O.C.-Liste, Wirkstoffe in englischer Sprache
    (Alphabetisch geordnet)

    Acebutolol hydrochloride (D)
    Acetylsalycilic acid (Aspirine) (F)
    Alphaprodine hydrochloride (B)
    Alprenolol hydrochloride (D)
    Amfepramone hydrochloride (A)
    Amfetaminil (A)
    Amiloride hydrochloride (E)
    Amiphenazole hydrochloride (A)
    Amphetamine sulphate (A)
    Anileridine hydrochloride (B)
    Atenolol (D)
    Bendroflumethiazide (E)
    Benzphetamine hydrochloride (A)
    Benzthiazide (E)
    Bolasterone (C)
    Boldenone (C)
    Bumetanide (E)
    Burenorphine hydrochloride (B)
    Caffeine (A)
    Camphor (G)
    Canrenone (E)
    Cathine (A)
    Chlormerodrine (E)
    Chlorphentermine hydrochloride (A)
    Chlortalidone (E)
    Clenbuterol (G)
    Clobenzorex (A)
    Clorprenaline hydrochloride (A)
    Clostebol acetate (C)
    Cocaine hydrochloride (A)
    Codeine phosphate (B)
    Cropropamide (a composant of "Micorene") (A)
    Crothetamide (a composant of "Micorene") (A)
    Dehydrochlormethyltestosterone (C)
    Dextromoramide (B)
    Dextropropoxyphene hydrochloride (B)
    Diamorphine (heroine) hydrochloride (B)
    Dichlofenamide (E)
    Diclofenate sodic (Voltaren) (F)
    Dihydrocodeine phosphate (B)
    Dimetamphetamine (A)
    Dipipanone hydrochloride (B)
    Ephedrine hydrochloride (A)
    Etaphedrine hydrochloride (A)
    Ethacrynic acid (E)
    Ethamivan hydrochloride (A)
    Ethoheptazine (B)
    Ethylamphetamine (A)
    Ethylmorphine hydrochloride (B)
    Fencamtamine hydrochloride (A)
    Fenetylline hydrochloride (A)
    Fenproporex hydrochloride (A)
    Fluoxymesterone (C)
    Formebolone (C)
    Furazabol and related substances (C)
    Furfenorex (A)
    Furosemide (E)
    Hydrochlorothiazide (E)
    Labetalol hydrochloride (D)
    Levorphanol tartrate (B)
    Mefenorex hydrochloride (A)
    Mersalyl (E)
    Mesterolone(C)
    Metenolone (C)
    Methadone hydrochloride (B)
    Methamphetamine hydrochloride (A)
    Methandienone (C)
    Methoxyphenamine hydrochloride (A)
    Methylephedrine hydrochloride (A)
    Methylphenidate hydrochloride (A)
    Methyltestosterone (C)
    Metoprolol tartrate (D)
    Morezone hydrochloride (A)
    Morphine hydrochloride (B)
    Nadolol (D)
    Nalbuphine hydrochloride (B)
    Nandrolone phenylproprionate (C)
    Nikethamide (A)
    Norethandrolone (C)
    Oxandrolone (C)
    Oxprenolol hydrochloride (D)
    Oxymesterone (C)
    Oxymetholone (C)
    Pemoline (A)
    Pentazocine hydrochloride (B)
    Pentetrarol (A)
    Pethidine hydrochloride (B)
    Phenazocine hydrobromide (B)
    Phendimetrazine tartrae (A)
    Phenmetrazine hydrochloride (A)
    Phentermine (A)
    Phenylbutazone (Butazolidine) (F)
    Phenylpropanolamine hydrochloride (A)
    Pipradol hydrochloride (A)
    Piroxicam (Feldene) (F)
    Probenecid and related substances (E)
    Prolintane hydrochloride (A)
    Propranolol hydrochloride (D)
    Propylhexedrine hydrochloride (A)
    Pyrovalerone hydrochloride (A)
    Sodium acetazolamide (E)
    Sotalol hydrochloride and related substances (D)
    Spironolactone (E)
    Stanozolol (C)
    Strychnine and related substances (A)
    Testosterone propionate (C)
    Theobromine (G)
    Trenbolone (C)
    Triamterene (E)
    Trimeperidine hydrochloride and related substances (B)

    Liste ohne Gewähr

    (A) Stimulantien
    (B) Analgetika, Narkotika
    (C) Anabolika
    (D) Beta- Blocker
    (E) Diuretika
    (F) Nicht steroidale Antiphlogistika
    (G) Sonstige
    lg Heike




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  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von carisma
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    Standard

    lol na dankschön^^

    lern das mal auswendig und sag es mir so vor :D

    lg eva

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von strubbel
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    Standard

    Verhinderung von Doping im Pferdesport und in der Zucht ? aktueller Stand und was man wissen sollte

    Das Thema ?Doping? ist im Humansport zu einem Dauerbrenner geworden und auch im Pferdesport wird immer wieder von positiven Fällen berichtet - in der letzten Zeit sogar in gehäuftem Masse und nicht nur im Sport, sondern auch in der Zucht!
    Es wird dabei festgestellt, dass viele Fälle auf den mittlerweile wesentlich verfeinerten Labormethoden zur Entdeckung von verbotenen Substanzen beruhen und nicht zwangsläufig ein mutwilliges Verhalten der Reiter zu Grunde liegt. Häufig handelt es sich schlichtweg um Fahrlässigkeiten, Versehen oder gar Nichtwissen, welche eine positive Probe nach sich ziehen können

    Einleitung

    Alle Pferde, welche an Prüfungen in der Schweiz teilnehmen, müssen einen guten Gesundheitszustand aufweisen und ihre Leistungen ohne unerlaubte Hilfsmittel erbringen (siehe Kasten). Die Verwendung von verbotenen Substanzen kann einerseits gesundheitliche Probleme überdecken und das Pferd demzufolge bei der Erbringung seiner Leistung gefährden; andererseits wird die Leistungsfähigkeit des Pferdes positiv oder negativ beeinflusst und somit das Resultat der Prüfung verfälscht. Dies gilt namentlich nicht nur für den Sporteinsatz, sondern auch für Zuchtveranstaltungen.



    Prinzipiell muss zwischen Medikation und Doping unterschieden werden:

    Medikation: Unter Medikation versteht man die Verabreichung von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen (z.B. die Verabreichung von Schmerzmitteln bei Kolik).

    Doping: Unter Doping versteht man die Verabreichung von Wirkstoffen, die die Leistungsfähigkeit des Pferdes positiv oder negativ beeinflussen und deshalb laut Reglement verboten sind. Ferner verbindet man mit dem Begriff die Verwendung von Substanzen, die potentiell die Gesundheit des Pferdes gefährden.


    Liste der verbotene Substanzen:

    Substanzen, die das Nervensystem beeinflussen
    Substanzen, die den Kreislaufapparat beeinflussen
    Substanzen, die den Atmungsapparat beeinflussen
    Substanzen, die den Verdauungstrakt beeinflussen, mit Ausnahme (nur SVPS/ FEI) von den Wirkstoffen Cimetidin, Ranitidin und Omeprazol
    Substanzen, die den Harnapparat beeinflussen
    Substanzen, die den Geschlechtsapparat beeinflussen
    Substanzen, die den Bewegungsapparat beeinflussen
    Substanzen, die die Haut verändern (z.B. irritierende Substanzen)
    Substanzen, die das blutbildende System beeinflussen
    Substanzen, die das Immunsystem beeinflussen, mit Ausnahme der Präparate, die erlaubte Impfungen beinhalten
    Substanzen, die den Hormonhaushalt beeinflussen, endogene sowie synthetische Hormone
    Fiebersenkende, schmerzstillende und entzündungshemmende Substanzen
    Zytotoxische Substanzen


    Liste der Substanzen, für die eine Höchstlimite oder ein bestimmtes Verhältnis festgelegt wurde:

    Azetylsalizylsäure 750 Mikrogramm pro Milliliter Urin oder 6.5 Mikrogramm pro Milliliter Plasma
    Arsen 0.3 Mikrogramm pro Milliliter Urin
    Kohlendioxid 37 Millimol pro Liter im Plasma
    Dimethylsulfoxyd 15 Mikrogramm pro Milliliter Urin oder 1 Mikrogramm pro Milliliter Plasma
    Hydrokortison 1 Mikrogramm pro Milliliter Urin
    Nandrolon Das Verhältnis der freien und konjugierten Form von 5 alpha - oestrane ? 3 béta, 17 alpha - diol zu 5 (10) ? oestrone ? 3 béta, 17, alpha ? diol im Urin muss gleich oder kleiner als 1 sein
    Testosteron (Wallach) 0.02 Mikrogramm pro Milliliter (freie oder konjugierte Form)
    Testosteron (Stuten) Verhältnis der freien und konjugierten Form von Testosteron und Epitestosteron im Urin muss gleich oder kleiner als 1 sein.
    Theobromin 2 Mikrogramm pro Milliliter Urin


    Somit herrscht für die allermeisten Medikamente die sogenannte ?Nulltoleranz?. Werden Spuren von solchen verbotenen Substanzen entdeckt, gilt dies in der Regel als positiver Befund, unabhängig davon, ob die Substanz noch eine Wirkung hat oder nicht. Bei der allfällig notwendigen Behandlung eines Pferdes während der Wettkampfsaison müssen also die Eliminationszeiten der verwendeten Mittel genau berücksichtigt werden. Dies darf nicht verwechselt werden mit der ?Wartezeit?, die auf vielen Produkten vermerkt ist und die benötigte Zeit bis zur allfälligen Fleischverwertung des behandelten Tieres beschreibt. Einige bekannte und häufig gebrauchte Präparate mit einer langen Eliminationszeit, welche dementsprechend sehr vorsichtig eingesetzt werden sollten, sind zum Beispiel:
    Ventipulmin? (mit dem Anabolikum Clenbuterol), Isoxsuprin, intramuskulär zu spritzende Penicillin-Kombinationspräparate (Antibiotika mit Procain-Zusatz), Flunixin (z.B. Finadyne?; Entzündungshemmer und Schmerzmittel).
    Die am häufigsten gefundene Substanz bei positiven Fällen ist nach wie vor Phenylbutazon (Butazolidin) resp. seine Abbauprodukte. Bei diesem Schmerzmittel, welches gespritzt oder aber auch oral in Form von Pasten oder Pulver verabreicht werden kann, ist heutzutage eine Eliminationszeit von mindestens 15 Tagen einzuhalten.
    lg Heike




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