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  1. #1
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard Tierheim als Endstation?

    Was denkt ihr so über Tierheime?

    Ist die tatsächliche Aufgabe von TH die Endstation von unerwünschten Vierbeinern zu sein?

    Sind TH Schandflecken über die man nicht gerne spricht, die man übersehen möchte, die weit abseits von belebten Zonen angesiedelt sind, um unser heiles Weltbild nicht zu zerstören?

    Sind TH ein Symbol dafür, wie wir in unserer konsumorientierten Welt mit nicht erwünschten und unnützen Dingen umgehen?

    Sind sie etwas, das man nicht sehen kann, weil es einem das Herz bricht?

    Sind sie Entsorgungsstätte für Hunde, die keiner mag, ein reiner Aufbewahrungsort, an dem Hunde zwischengelagert werden?

    Oder können sie eine Chance für den Start in eine bessere Zukunft sein?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  2. #2
    Celine
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    Standard

    Für viele Tiere wird das Tierheim wohl die Endstation sein aber ich sehe auch, das es viele Menschen gibt, die sich sehr wohl ein Tier aus dem Tierheim holen.

    Ob es ein reiner Aufbewahrungsort ist, liegt wohl an jedem Tierheimbetreiber und deren Helfer, denn es gibt durchaus Menschen, die kein eigenes Tier halten können (aus welchen Gründen auch immer) diese sind dann bestimmt froh, wenn sie einen Schützling an mehreren Tagen in der Woche oder vlt. auch jeden Tag holen - mit ihm spielen - oder auch einfach nur spazieren gehen.

    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, das in manchen Fällen - Gelder gesammelt werden - um deren schmerzhaftes Leben zu verlängern. Nicht das ich dafür bin jedes Tier das irgendwie krank ist einzuschläfern - das nicht - aber oftmals hab ich mich gefragt.

    Ob der Tot da nicht eine Erlösung wäre ???

    Ich weiss nicht mehr wo ich das gesehen habe. Wenn ich?s finde stell ich?s rein. Da wird z.B. ein SH angeboten, der schwerste HD hat ABER UNTER DER GABE VON SCHMERZMITTELN DURCHAUS NOCH EINIGE JAHRE LEBEN KANN
    So oder so ähnlich lautete der text. Leider kann man den Hund nich fragen, aber ist das für einen Hund dann wirklich LEBEN ?

  3. #3
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard

    Es gibt auch viele Leute, die keinen TH-Hund holen, weil die lieber Welpen haben wollen, ihre Lieblingsrasse nicht da ist. Weil der Hund ein perfektes Wesen haben soll, und da sind wir schon beim Problem. Die Hunde haben eine Vergangenheit. Man weis nicht immer was der Hund alles erlebt hat, wenn er abgeliefert wurde. Davor haben viele Angst, man könnte sich einen Angstbeisser, Heuler, Rüpel, Streuner usw. ins Haus holen. Wenn man Hundeanfänger ist, ist das wohl nicht die Lösung.

    Ich war einmal in einem TH. Da war Tag der offenen Tür mit Vorführung. Als ich die Hunde im Zwinger gesehen habe, hatte ich einen dicken Klos im Hals - ich hätte so los heulen können. So viele Tiere die keiner haben will. Alte Hunde, weil sie krank sind. Junge, weil die Besitzer in der Pupertät nicht mit ihnen klar gekommen sind. Oder einfach nur Hunde, die gestört haben, weil man in den Urlaub fahren will oder es nicht das richtige Weihnachtsgeschenk war. Der Hund passt mir gerade nicht, also hol ich mir nen neuen.
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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  4. #4
    Celine
    Gast

    Standard

    Genau und deshalb ist es gut, wenn die Möglichkeit besteht und man sich ein Tier aus dem Heim nach Hause holen will - nicht sofort das Tier mitzunehmen sondern erstmal mehrere Male hinfährt zum "Gassi gehen".

    Oftmals ist hier schon festzustellen, was mit dem Hund nicht stimmt und ob ich damit klar kommen kann. Nach einigen Malen ist es dann bestimmt auch möglich, das Tier mit nach Hause zu nehmen (stundenweise) und zu sehen wie es sich da macht. Oder mit in belebtere Regionen (Stadt) zu nehmen. Schön wäre es auch, wenn man von den Tierheimbetreibern auch ausreichende Auskunft kriegen könnte.

    Bei meiner Zimzicke war das leider nicht der Fall (obwohl die mir nähere Auskünfte hätten geben können - bin ich überzeugt von, weil im Laufe der Zeit sich immer mehr Leute "verquasselten")

    Ehrlich, wenn Cedric mal nicht mehr so kann, bin ich JETZT schon am überlegen ob ich mir einen älteren Hund hole, nicht aus Faulheit, sondern weil ich heute manches Mal schon nicht mehr so kann, wie ich gerne möchte.

    Wenn ich dem Welpen und später Rabauken dann aber nicht gerecht werden kann, ist es dann nicht besser sich einen älteres Tier zu holen?

  5. #5
    Blade
    Gast

    Standard

    hatten uns vor geraumer zeit auch einige gedanken gemacht bzgl. der tierheimhunde. wir hatten uns überlegt einen alten oder/und häslichen hund zu uns zu holen. der gedanke dahinter war das es die alten und nicht so schön an zu sehenden hunde eben oft nicht mehr schaffen aus dem th raus zu kommen. naja, dachten wir, platz,zeit,geld haben wir, also: ab zum tierheim und es war eine echt beschissene,sorry für den ausdruck, erfahrung, denn wir sind nach ansicht der th-betreiber wohl tierquäler!!! ja,ja, mußten uns heftige sachen anhören, denn wie konnten wir es wagen ist unser großer morgens für 4 stunden im zwinger(mit auslauf)!!! das wars dann wohl! waren zu schlecht um einen hund noch ein paar schöne jahre zu machen! ich kann diese argumentation nicht verstehen!

  6. #6
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard

    denn wir sind nach ansicht der th-betreiber wohl tierquäler!!! ja,ja, mußten uns heftige sachen anhören, denn wie konnten wir es wagen ist unser großer morgens für 4 stunden im zwinger(mit auslauf)!!!
    Oh ja, ihr seid richtige Tierquäler! Das geht auch nicht, ihr müsst den Hund während eurer Abwesenheit natürlich auf dem Sofa festbinden. Am Besten noch den geöffneten Kühlschrank davor, damit der Hund nicht verhungert.

    Ich glaube fast, dass die Hunde da im TH ein eingerichtetes Wohnzimmer hatten? Die sollten froh sein, einem Tier ein vernünftiges Zu Hause geben zu können.
    LG Dana

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  7. #7
    Moderator Avatar von Tico
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    Standard

    :grübl: ich denke, das TH sollte ein Übergangsort sein für die Tiere. Und keine Endstation, dort haben sie bei weitem kein schönes leben. Sicher ist es besser, als wenn sie draussen verhungern und verdursten müssten. Aber ein richtiges Zuhause ist das TH ja nun auch nicht.
    Sicher gibt es Leute, die TH-Tieren ein zuhause geben möchten. Aber, das sind für die vielen Tiere viel zu wenige.
    Ich denke, wenn ein Tier schon ganz lange Zeit im TH sitzt, dann kann man ja als Tierpfleger auch abschätzen, ob ab und an Interesse an den einzelnen Tieren besteht, oder bestanden hat. Wenn sich niemand für ein älteres/behindertes Tier interessiert hat, wäre ich wirklich dafür, dieses Tier zu erlösen

    *edit*
    wobei ich sagen muss, ob jemand die Entscheidung treffen kann, das ein Tier gehen soll? Ich weiß nicht, ob ich das könnte
    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden.
    Katzen nehmen die Mitteilungen zur Kenntnis - und kommen gelegentlich darauf zurück
    ...und wenn die Schlacht geschlagen, dann zieh den Helm fester die nächste wird furchtbarer sein!

  8. #8
    Celine
    Gast

    Standard Tierheim als Endstation?

    denn wir sind nach ansicht der th-betreiber wohl tierquäler!!! ja,ja, mußten uns heftige sachen anhören, denn wie konnten wir es wagen ist unser großer morgens für 4 stunden im zwinger(mit auslauf)!!! das wars dann wohl! waren zu schlecht um einen hund noch ein paar schöne jahre zu machen! [/quote]

    hierzu braucht man sich nur die vielen Beiträge auch im Fernsehen anzusehen, wenn ich da höre was "Pfiffi" alles braucht
    fällt mir nur ein Wort ein ab und an ist aber auch zu hören.
    "Hasso braucht hundeerfahrene Menschen"

    Nun meine Frage "Wer ist hundeerfahren"?

    Auch ich hielt mich für hundeerfahren - heute weiss ich - War wohl nix

    Dieses Thema kann man leider ziehen wie Gummi. Ich hab mir überlegt vlt. Tiere als Pflegestelle aus Spanien usw. zu nehmen, weil Platz hab ich hier eigentlich genug und ich bin überzeugt das meine Vermieter mitspielen, die sind genauso crazy wie ich.

    Aber als ich mal mit meiner TÄ darüber sprach, riet sie mir ab, weil genau dadurch auch Krankheitserreger übertragen bzw. eingeschleppt werden.

    Was ist eigentlich artgerechte Hundehaltung?
    Wenn man sich in Zusammenhang hiermit mal die wildlebenden Hunde ansieht.

    Leben die nicht auch im Freien? - selbst mein erster Mix, baute sich mit regelmäßiger Sicherheit immer wieder "Erdhöhlen"

    Auch Cedric fühlt sich am wohlsten DRAUSSEN - gut ich hab hier keinen Garten (nur eine Terrasse) seine Box steht im Vorbau (soll nen Wintergarten sein :grübl: ) dort zieht er sich von alleine zurück und das oftmals am Tag.

    Ich habe den Eindruck, wir "Tierschützer" haben den Blick für?s Tier verloren sondern versuchen das Tier uns ähnlich zu machen

  9. #9
    Langfusselbeschäftiger Avatar von Dana
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    Standard

    Hier noch mal die Antwort zu deiner Frage der artgerechten Haltung:

    Der Hund ist ein Rudeltier. Eine Einzelhaltung würde sich also von vorherein verbieten. Wir hätten demnach mehrere Hunde, die selbstverständlich unkastriert sind und sich ihren Sexualpartner frei wählen können. Oder habt ihr schon mal was von artgerechter kastration gehört? Unsere Haustür steht Tag und Nacht offen, und die Hunde können kommen und gehen wann sie wollen. Inklusive des freien Rechtes darauf, nicht wiederzukommen, wenn wir sie nicht so behandeln, dass sie Lust darauf hätten. Sie streifen artgerecht im Rudel durch die Gegend und organisieren sich Nahrung. Sei es auf Mülldeponien oder auch durch jagen und erlegen von Beute. Da würde sich das Wild in den angrenzenden Wäldern oder auch das Meerschweinchen, das im Freigehege in Nachbars Garten befindet , anbieten.

    Nach dieser Beschreibung wird schnell klar, das wir weit davon entfernt sind Hunde artgerecht zu halten. Kein Lebewesen auf der Welt ist derartig fremdbestimmt wie der Hund. Er darf spazieren gehen, wenn wir mitkommen, aber nur in die vorgegebene Richtung.

    Er bekommt zu fressen, wenn wir es hinstellen - und meistens nicht das, was der Hund sich wünschen würde. Ein Hund würde sich nie für krümeliges, trockenes Zeug entscheiden, wenn er frisches Fleisch haben könnte. Abgesehen davon, würde er kaum jeden Tag das selbe fressen wollen.

    Artgenossen darf er nur treffen, wenn wir es erlauben. Und wenn wir es nicht erlauben, zerren wir an der Leine ungeduldig weiter. Seine Sexualität wird verleugnet oder durch unsere Zuchbestimmungen reglementiert.

    Auch die von der Natur angelegten Instinkte werden von uns abtrainiert. Dabei wird auch nicht vor Strafe über Schmerzeinwirkung oder Einsatz von Schreckreizen zurückgeschreckt.

    Und da sprechen wir Menschen von Artgerechter Haltung?

    Nun meine Frage "Wer ist hundeerfahren"?
    Das ist wohl auch nicht so einfach zu beantworten. Es wird gesagt, dass man die ersten 3 Hunde sowieso versaut. Ich würde aber sagen, dass es nicht unbedingt heißt, das es ab dem 4. bergauf geht. Da kann man genau so viel falsch machen wie beim ersten Hund, es sind nur andere Fehler.

    Hundeerfahren könnte man jemanden nennen, der schon seit Jahren Hunde hat. Er sollte ohne schmerzhafte Mittel den Hund erziehen können. Man sollte dem Hund schon ansehen was er vorhat, bevor es passiert. Er sollte auf dem neuesten Stand der Hundeerziehung sein. (nicht auf eingefahrene Methoden verlassen, auch weiter lernen wollen) Ihr wisst was ich meine?
    LG Dana

    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

    Lache nie über einen Hund, der einen Schritt zurück geht. Er könnte Anlauf nehmen.

    Als Gott erfuhr, das Hundesport nur für die Besten ist, hat er fußball erfunden!

  10. #10
    Celine
    Gast

    Standard

    Nun meine Frage "Wer ist hundeerfahren"?


    Hundeerfahren könnte man jemanden nennen, der schon seit Jahren Hunde hat. Er sollte ohne schmerzhafte Mittel den Hund erziehen können. Man sollte dem Hund schon ansehen was er vorhat, bevor es passiert. Er sollte auf dem neuesten Stand der Hundeerziehung sein. (nicht auf eingefahrene Methoden verlassen, auch weiter lernen wollen) Ihr wisst was ich meine?[/quote]

    [b] Klasse, dann wäre ich hundeerfahren - habe seit meinem 18.Lebensjahr (bis auf wenige Jahre immer Hunde gehabt) und könnte Romane schreiben was, wann, wo ALLES schief gelaufen ist. Ich darf jetzt lernen, was es heißt einen Hund zu erziehen, zu formen, zu motivieren - sodass er dann in unsere WELT paßt.
    Wenn ich mir nun vorstelle, das so JEMAND wie ICH, der sich aufgrund deiner gemachten Aussage für hundeerfahren hält (kein Vorwurf)- sich einen "schwierigen" Hund aus dem TH holt - so wundert es mich nicht, wenn es Hunde gibt die bis zu 5 Vorbesitzer hatten.

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